Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Absorption (Logik)

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Absorptionsgesetz der Aussagenlogik besagt, dass eine Aussage absorbiert wird, d. h., dass ihre Belegung für die Auswertung der Gesamtformel irrelevant ist, wenn sie hintereinander konjunktiv und disjunktiv mit einer anderen Aussage verknüpft wird, wobei die Reihenfolge der Verknüpfungen keine Rolle spielt.[1]

und

In Worten: Die Konjunktion kann nur wahr sein, wenn a wahr ist. Dann ist aber auch jede Disjunktion mit a wahr, unabhängig von b. Umgekehrt kann die Disjunktion nur dann falsch sein, wenn a falsch ist. Somit ist dann auch die Konjunktion falsch und damit der gesamte Ausdruck unabhängig von b. Analog bei vertauschten Junktoren. Der Beweis erfolgt über Wahrheitstafeln:

                     
0 0 0 0 0 0
0 1 0 1 0 0
1 0 0 1 1 1
1 1 1 1 1 1

Anschaulich ist auch die mengentheoretische Formulierung:[2]

und

Die Menge A vereinigt mit ihrem Schnitt mit B ist die Menge A. Analog ist die Schnittmenge der Menge A mit ihrer Vereinigung mit B wieder die Menge A.

Prädikatenlogik

Da das Absorptionsgesetz keine Quantoren enthält, entsprechen sich die aussagen- und prädikatenlogischen Formulierungen. Russell und Whitehead formulierten es in ihren Principia mathematica wie folgt:

,

wobei und Prädikate eines formalen Systems sind. Das Absorptionsgesetz kann dann als Sequenz (also Beweis) des Sequenzenkalküls formuliert werden:

  bzw. in alternativer Notation:

Weblinks

Einzelnachweise


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Absorption (Logik) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.