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Abrahams Schoß

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Datei:Meister des Codex Aureus Epternacensis 001.jpg
Lazarus und der reiche Mann. In der Mitte rechts eine Darstellung von Abrahams Schoß. Evangeliar von Echternach, ca. 1035–1040.

Die umgangssprachliche Redewendung Abrahams Schoßso sicher wie in Abrahams Schoß – hat ihren Ursprung in der biblischen Beispielerzählung vom armen Lazarus, der nach einem Leben in bitterer Armut im Himmel in Abrahams Schoß liegt (Lk 16,11-31), während der egoistische Reiche in der Hölle landet.

Herkunft und Bedeutung

Dahinter steht die jüdische Vorstellung, der Schoß sei ein Ort der Seligkeit (Reich Gottes), und der Mahlgemeinschaft mit Abraham, wobei man auf dem Ehrenplatz rechts neben Abraham zu sitzen kommt.[1][2][3][4][5]

Verbreitet ist auch die Vorstellung des „Schoß Abrahams“ als Ort des Wartens, bevor der Messias den Verstorbenen die Pforte zum Himmel öffnet. Entgegen dem Fegefeuer ist dieses Warten jedoch friedvoll.[6][7]

In der Kunst sind damit bildliche Darstellungen gemeint, die an die Wurzel Jesse (Jessebaum) erinnern.

Einzelnachweise

  1. F. Preisigke, Sammelbuch Griechischer Urkunden aus Aegypten 2034:11
  2. Lightfoot, Horae Hebraicae et Talmudicae 1671
  3. Ginzberg, L., Die Sagen der Juden 1909
  4. 4. Makk. 13.7, J.H. Charlesworth, The OT Pseudepigrapha, Doubleday 1983
  5. Apokalypse des Zephanja 9.2; 11,1-2 J.H. Charlesworth, The OT Pseudepigrapha, Doubleday 1983
  6. Irmgard Wilhelm-Schaffer: Gottes Beamter und Spielmann des Teufels: Der Tod in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Böhlau, 1999, ISBN 9783412154981, S. 70.
  7. Gerhard Krause, Gerhard Müller: Theologische Realenzyklopädie Teile 1-2. Walter de Gruyter, 1993, ISBN 9783110138986, S. 380.

Weblinks


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