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Abraham Weinbaum

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Abraham Weinbaum
Strassenmusikant, Gemälde, um 1940

Abraham Weinbaum auch Wenbaum (geb.1890 in Kamieniec Podolski/Ukraine; 1943 ermordet in Sobibor) war ein jüdischer Künstler, der vor allem in Paris tätig war.

Weinbaums Vater war Industrieller in der Textilbranche und ließ sich mit seiner Familie in Lodz nieder. Unzufrieden mit dem Leben in Lodz ging Weinbaum nach Odessa, um dort Malerei zu studieren. Später zog er nach Krakau, wo er mit der revolutionären jüdischen Jugendbewegung in Kontakt kam und wo er Freundschaft mit dem Maler Joseph Leski schloss. In Krakau studierte Weinbaum an der Kunstakademie bei Joseph Pankiewicz, der ihn dazu drängte, Paris und seine großartigen Maler zu entdecken und zu studieren.

1910 übersiedelte er nach Paris, wo er bald regelmäßig an den Ausstellungen der verschieden Salons teilnahm. Auch in Belgien waren seine Arbeiten erfolgreich – der Belgische Staat kaufte eines seiner Werke.

Weinbaum, der am Montparnasse lebte, reiste regelmäßig nach Belgien und nach Lodz.

1940 floh er mit seiner Frau und seiner Tochter nach Marseille. Dort wurde die Familie am 22. Januar 1943 inhaftiert, zunächst im Lager Compiègne, später in Drancy interniert. 1943 wurde die Familie Weinbaum mit Konvoi Nr. 52 nach Sobibor deportiert und ermordet.[1]

Einzelnachweise

  1. Artistes D’Europe – Montparnasse déporté; Musée du Montparnasse 2005, Seite 108 ff

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