Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Abraham Stavsky

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Avraham Stavsky

Abraham Stavsky (hebräisch אברהם סטבסקי; geb. 5. Januar 1906 in Brest, Russisches Kaiserreich (heute Weißrussland); gest. 22. Juni 1948 in Tel Aviv) war ein aktives Mitglied von Betar, der Jugendbewegung der Revisionistischen Zionisten, die von Wladimir Jabotinsky gegründet wurde und der Brit HaBirionim.[1]

Gerichtsverfahren im Fall Arlosoroff

Die des Mordes an Arlosoroff Angeklagten:Abraham Stavsky, links, Zvi Rosenblatt, rechts, direkt nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, auf dem Tisch das Porträt von Horace Samuel, ihrem Anwalt. Hinter ihnen: Sonia Ahimeir, Ehefrau Abba Ahimeirs, des dritten Angeklagten.

Am 18. Juni 1933 wurde Stavsky von der britischen Polizei des Völkerbundsmandats Palästina verhaftet. Er wurde verdächtigt, am 16. Juni 1933 Chaim Arlosoroff ermordet zu haben. Die Mapai von Ben-Gurion konzentrierte ihren Wahlkampf auf den Mord und die angebliche Beteiligung der konkurrierenden revisionisten Zionisten um Wladimir Jabotinsky. Am 8. Juni 1934 wurde Stavsky in politisch aufgeladener Atmosphäre zum Tode verurteilt. Der aschkenasische Oberrabbiner von Palästina, Abraham Isaak Kook, führte eine Kampagne gegen das Urteil.[2] Die Verteidiger beschuldigten die Polizei, die Zeugenaussage von Arlosoroffs Ehefrau Sima beeinflusst und aus politischen Gründen Beweismittel manipuliert zu haben. Das Todesurteil wurde vom obersten Appellationsgerichtshof aufgehoben und Stavsky freigesprochen. Eine von Menachem Begin 1982 initiierte Untersuchungskommission entlastete Stavsky nochmals ohne andere Verdächtigte zu benennen.[3]

Migrationsprojekte nach Palästina

Er setzte seine Arbeit mit der Irgun fort, indem er Tausenden von Juden auf von ihm organisierten Schiffen im Rahmen der fünften Alija 1939 zur Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung in Europa und zur illegalen Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina verhalf.[4] 1947 organisierte er mit der Bergsongruppe die Fahrt der Ben Hecht mit 700 jüdischen Flüchtlingen nach Palästina, die Aufsehen erregend von der britischen Marine abgefangen wurde.[5] Stavsky erwarb im selben Jahr mit der Bergsongruppe das Panzerlandungsschiff LST-138, das in Altalena umgetauft wurde und im Juni 1948 mit Waffen und Freiwilligen nach Israel fuhr.[6] Am 22. Juni 1948 eskalierte der Streit um die Waffenverteilung in der Altalena-Affäre vor Tel Aviv in Gefechten zwischen der Irgun und auf der anderen Seite Hagana und Palmach und Israel kam an den Rand eines Bürgerkrieges. Stavsky wurde dabei tödlich verletzt und starb. Die Altalena wurde versenkt.[7]

Grab Stavskys

Als Ironie der Geschichte kann verzeichnet werden, dass Stavsky 50 Yards von dem Ort entfernt starb, an dem Chaim Arlosoroff 15 Jahre früher erschossen wurde.

Weblink

Einzelnachweise

  1. Stavsky, Abraham. In: Honor Israels Fallen. Abgerufen am 13. Februar 2022.
  2. Shnayer Z. Leiman: From the Pages of Tradition Isaac Ha-Kohen Kook: Letter on Ahavat Yisrael. Tradition: A Journal of Orthodox Jewish Thought, 1988, 24(1), 85 f. http://www.jstor.org/stable/23260920
  3. Michael Newton: The Encyclopedia of Unsolved Crimes. Facts on file, 2009, ISBN 978-0-8160-7818-9, S. 14 f.
  4. Dalia Offer: Escaping the Holocaust – Illegal Immigration to the Land of Israel, 1939-1944. Oxford University Press, New York 1990, ISBN 0-19-506340-6, S. 77.
  5. Louis Rapaport: Shake Heaven & Earth ― Peter Bergson and the Struggle to Rescue the Jews of Europe. Gefen Publishing 1999, ISBN 965-229-182-X, S. 202.
  6. Jerold S. Auerbach: Brothers at War – Israel and the Tragedy of the Altalena. Quid Pro Books, New Orleans, 2011, ISBN 1-61027-060-6, S. 43.
  7. Jerold S. Auerbach: Brothers at War – Israel and the Tragedy of the Altalena. S. 68.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Abraham Stavsky aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.