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Abraham Hochwald

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Rabbiner Abraham Hochwald

Abraham Hochwald (geb. 9. Juni 1923 in Triest; gest. 6. Juli 2006 in Antwerpen) war einer der in Deutschland am längsten amtierenden Rabbiner und Lehrer.

Leben

Abraham Hochwald wurde am 9. Juni 1923 in Triest als Sohn polnischer Weltkriegsflüchtlinge geboren. 1939 flüchtete seine Familie ein zweites Mal, diesmal nach Jerusalem, wo er später an der Jeschiwa Chevron studierte. In Deutschland amtierte er zunächst in München, wo er neben Raw Jitzchak Grünewald in den 60er und 70er Jahren als hochgeschätzte Persönlichkeit galt. Mit seiner einfühlsamen und hilfsbereiten Frau führte er ein offenes und stets gastfreundliches Haus, das für viele ehemalige DPs und alleingebliebene Menschen zum zeitweiligen Zuhause wurde.

Von München führte ihn sein Weg nach Norden. Raw Hochwald wurde Landesrabbiner in Niedersachsen. Auch hier wurde der Rabbiner als eine Persönlichkeit geachtet, die stets um Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Strömungen in der Gemeinde bemüht war. Seine Gemeindemitglieder lobten, neben seinem reichen Wissen, seine tolerante Einstellung und sein Taktgefühl. Später amtierte er lange Jahre in Düsseldorf und Aachen. Unter seiner Amtsführung wurde 1995 die neue Synagoge in Aachen eingeweiht.

Raw Hochwald besaß eine vielseitige Begabung. Sein geistreicher jüdischer, aus klassischen Quellen genährter Humor wird bei seinen Anhängern unvergeßlich bleiben. Eines seiner Bücher trägt den Titel: Die Weisen mehren den Frieden in der Welt. Dieses aus dem Talmud stammende Zitat beschrieb auch sein Lebensmotto. Allseits bewundert wurde seine Sprachgewandtheit. Er sprach nicht nur viele Sprachen, sondern gab gekonnt Wortspiele und Anekdoten zum Besten.

Das Ehepaar Hochwald hat zwei Kinder, Rabbiner Tuvia Hod, der sich als anerkannter Kenner der Kaschrut einen Namen gemacht hat, und die gleichermaßen gebildete Lehrerin der „Jessod Hatora“ Schule in Antwerpen, Lea Hirsch.

Seine Kinder, sechs Enkel und drei Urenkel leben, arbeiten und werden im Geiste der Tora erzogen.


Hinweis: Der Text dieses Jewiki-Artikels beruht auf einem Nachruf in der Jüdischen Allgemeinen, verfasst von Joel Berger (erschienen am 13. Juli 2006).