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Abraham Aron Roback

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A. A. Roback (Graduation photo McGill University, 1912)

Abraham Aron Roback, auch Abraham Aaron Roback (geb. 19. Juni 1890 in Gonionds, Russisches Kaiserreich, heute Polen; gest. 7. Juni 1965 in Cambridge (Massachusetts), USA) war ein amerikanischer Psychologe und jiddischer Sprachwissenschaftler.

Leben

Roback wurde 1890 als jüngstes von vier Kindern in der damals russischen Kleinstadt Gonionds geboren und wanderte 1892 mit seiner Familie nach Kanada aus, wo er die Schulen besuchte und 1912 ein Studium der Philosophie und der Experimentalpsychologie an der McGill University in Montreal abschloss. 1917 promovierte er bei Hugo Münsterberg an der Harvard University, wo er 1920-1923 unterrichtete. Weitere Stätten seines akademischen Wirkens waren die University of Pittsburgh (1917), die Northeastern University (1918-1920), der National Research Council (1923-1925), die Clark University und das Massachusetts Institute of Technology (1926). 1949 bis 1959 war er Professor am Emerson College in Boston. Im Bereich der Psychologie war er hauptsächlich auf dem Gebiet der Charakterpsychologie (The Psychology of Character, 1927) und der Geschichte der amerikanischen Psychologie tätig (The History of American Psychology, 1952). [1]

Zudem setzte sich Roback stark für die jiddische Sprache ein. An der Harvard-Universität errichtete er eine jiddische Bibliothek mit rund 10.000 Büchern. 1929 erteilte er an der University of Massachusetts den ersten Kurs in den USA auf Universitätsebene für jiddische Literatur. Zu jiddischen Themen verfasste er englische und jiddische Beiträge, darunter eine Geschichte der jiddischen Literatur (1940) und ein Goldfaden Buch über den Theaterautor Abraham Goldfaden (1926). Er war Mitglied zahlreicher psychologischer und philosophischer Vereinigungen sowie Mitglied des akademischen Rates von YIVO.

In seinem 1944 erschienenen Dictionary of International Slurs prägte Roback den Begriff Ethnophaulismus, worunter eine abwertende Bezeichnung für Angehörige ausländischer Volksgruppen verstanden wird.[2]

Einzelnachweise

  1. Lexikon der Psychologie
  2. Abraham Aron Roback: A Dictionary of International Slurs (Ethnophaulisms). With a Supplementary Essay on Aspects of Ethnic Prejudice. Sci-Art Publishers, Cambridge MA 1944.

Weblinks


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