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Abdullah Ahmed Abdullah

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Abdullah Ahmed Abdullah, FBI-Fahndungsfoto

Abdullah Ahmed Abdullah (arabisch ‏عبدالله أحمد عبدالله‎; geb. um 1963 in Ägypten), auch Abu Mohamed al-Masri oder Saleh genannt, ist ein ägyptischer, vom FBI gesuchter Terrorist[1] und Al-Qaida-Stratege, der beschuldigt wird, an den Bombenattentaten auf US-amerikanische Botschaften in Tansania und Kenia im August 1998 beteiligt gewesen zu sein.[2]

Profil

Soviel wie bekannt ist, soll Abdullah zum inneren Führungskreis von Al-Qaida gehört haben und Mitglied des Schura-Rates von Osama bin Laden gewesen sein. Er soll auch Mohammed Atta bei der Vorbereitung der Anschläge vom 11. September 2001 finanziell unterstützt haben.[2]

Im Fall der Bombenattentate auf die US-Botschaften werfen ihm die USA vor, schon vorher an anderen antiamerikanischen Aktivitäten in Afrika beteiligt gewesen zu sein. Er und andere Mitglieder von Al-Qaida lieferten angeblich somalischen Stämmen militärische Unterstützung beim Widerstand gegen UN- und US-Truppen während der Unruhen von 1993 im Land. Bei den Al-Qaida-Operationen in Kenia soll Abdullah drei Tage vor den Attentaten zusammen mit Mitverschwörern die kenianische Botschaft ausspioniert haben. Nach der Anweisung von Al-Qaida an alle Mitglieder, das Land am 6. August zu verlassen, floh Abdullah nach Karatschi in Pakistan. Am 7. August verließ ein mit Bomben beladener Transporter eine von Al-Qaida-Agenten gemietete Villa in Nairobi auf dem Weg zur US-Botschaft. Bei einer zeitgleichen Aktion etwa 650 Kilometer entfernt näherte sich ein Bomben-Transporter der US-Botschaft in Daressalam, Tansania. Die Bomben explodierten innerhalb weniger Minuten und töteten zusammen 224 Menschen.[2]

Abdullah wird auch beschuldigt, einen falschen Reisepass für einen der bekannten Botschaftsattentäter, den Kenianer Mohammed Saddiq Odeh, besorgt zu haben. Mit diesem war es Odeh möglich zusammen mit anderen Al-Qaida-Mitgliedern nach Afghanistan zu reisen und dort bin Laden zu treffen. Im Herbst 1998 machten die Vereinigten Staaten Osama bin Laden und andere Al-Qaida-Mitglieder für die Botschaftsattentate verantwortlich. Als Vergeltungsmaßnahme ließ US-Präsident Bill Clinton Luftschläge auf Ausbildungslager von Al-Qaida in Afghanistan und auf eine Arzneimittelfabrik in Khartum (Sudan) anordnen (Operation Infinite Reach).[2]

Über den weiteren Verbleib von Abdullah ist nichts weiter bekannt.

Einzelnachweise

  1. Abdullah Ahmed Abdullah. FBI Most Wanted Terrorists, abgerufen am 7. Januar 2018 (englisch).
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Erica Pearson: Abdullah Ahmed Abdullah. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 7. Januar 2018 (englisch).


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Abdullah Ahmed Abdullah aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.