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A Brivele der Mame (Lied)

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A Brivele der Mame ist ein 1907 vom jüdischen Komponisten Solomon Smulewitz geschriebenes Lied. Es war eines der dauerhaft erfolgreichsten der zahllosen damals in den USA produzierten sentimental-kitschigen jiddischen Lieder.

Text

Zu Anfang des Liedtextes wünscht eine Mutter ihrem in die USA auswandernden Sohn eine gute Reise und viel Glück. Sie bittet ihn nur, ihr jede Woche einen Brief zu schreiben. Acht Jahre sind inzwischen vergangen und der Sohn hat, obwohl die Mutter ihm an die 100 Briefe geschrieben hat, immer noch nicht geantwortet. Er hat es in der Zwischenzeit in New York zu Wohlstand gebracht, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Eines Tages erhält er dann einen Brief mit der Nachricht, dass seine Mutter verstorben ist. Ihr letzter Wunsch war, dass der Sohn ein Totengebet (Kaddisch) für sie spricht:

A Brivele der Mame
mayn kind, mayn treyst, du forzt avek, tse zay a zun a guter.
dikh bet mit trern un mit shrek, dayn traye libe muter.
du forzt, mayn kind, mayn eyntsik kind, ariber vayte yamen.
akh kum ahin nor frish gezunt, un nit fargez dayn mamen.
yo, for gezunt un kum mit glik, tse yede vokh a brivele shik.
dayn mamens harts, mayn kind derkvik.
a brivele der mamen, zolztu nit fartzamen.
shrayb geshvind mayn lib kind, shenk ir di nekhome.
di mame vet dayn brivele lezn, un zi vet genizn.
heylzt ir shmerts, ir biter harts, derkvikst ir di neshome.
dos akhte yor ikh bin aleyn, dos kind iz vayt farshvumen.
Datei:A Brivele der mame - Noten-1.PNG
Notenausgabe des Liedes aus dem Jahr 1907. Arrangiert von Jacob Kamenetzky und erschienen bei Theodore Lore in New York.
dos kindersh harts iz hart vi shteyn, kayn eyntsik briv bakumen.
vi ken mayn kind nokh hobn mut, vi geyt im ayn dos lebn.
ez muz im geyn dort zeyer gut, vil er kayn nakhrikht gebn.
kh´hobim geshikt a hundert briv, un er hot nokh kayn
shum bagrif, az mayne shmertsn zenen zeyer tif
a brivele der mamen, ...
in shtot Nev York a raykher hoyz, mit hertser on gefiln,
dort voynt ir zun, er lebt gor groyz, mit a gliklekhe familie.
a sheyne froy un kinder tsvey, mit likhtike geshtaltn.
un az er zitst un kvelt fun zey, hot er a briv derhaltn.
dayn muter toyt, ez iz geshen, in lebn hostu ir fartsen.
dos iz ir letste vunsh geven, a kadishl der mamen,
zolztu nit fartzamen. Zog geshvind, mayn lib kind,
shenk ir di nekhome, di mame vet dayn kadish hern,
in in keyver gern. Heylzt ir shmerts, ir biter harts,
derkvikst ir di neshome.

Literatur

  • Tina Frühauf: Experiencing Jewish Music in America - A Listener's Companion, Rowman & Littlefield, 2018, Seite 46 bis 48

Weblinks

Video und Audio

Andere Wikis


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