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Schiw'at HaMinim

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Die Sieben Arten
Israelische Briefmarkenserie zu den Sieben Arten, meisterhaft gestaltet von Zvi Narkiss (1958)

Schiw'at HaMinim (hebr. Sieben Arten) sind die sieben namentlich aufgezählten landwirtschaftlichen Produkte (zwei Getreide und fünf Früchte), mit denen das Land Israel gesegnet ist.

„Denn Haschem, dein G”tt, bringt dich hin zu einem guten Land, zu einem Land voller Wasserzüge, Quellen und Fluten, die im Tal und im Gebirge hervorbrechen, zu einem Weizen- und Gerste-, Wein- und Feigen- und Granatapfel-Land, zu einem Oliven- und Dattelland (Devarim 8:7-8).”

In diesen Versen beschreibt Mosche Eretz Jisrael als das Land von (die folgenden Positionsangaben beziehen sich auf das obere Bild):

  1. Weizen (oben links)
  2. Gerste (oben rechts)
  3. Traube (unten rechts)
  4. Feige (unten Mitte)
  5. Granatapfel (unten links)
  6. Öl-Olive (Mitte links) und
  7. Dattel-Honig (Mitte rechts).

Für diese sogenannten שבעת המינים, „Sieben Arten“, wird das Land Israel besonders gepriesen.

Teilweise gehören sie zu den Grundnahrungsmitteln des Menschen, wie das Brot, das aus Weizenmehl oder auch aus Gerste hergestellt wird und in Olivenöl getaucht wird, oder der Wein, der aus Trauben gemacht wird und oft eine Mahlzeit begleitet.

Die Früchte – Feigen, Datteln (die immer in der Tora gemeint sind, wenn von דְבָשׁ – Honig – die Rede ist) und Granatäpfel – stellen süße Lebensmittel dar, die einen Aspekt von Genuss repräsentieren, der über die Notwendigkeit des Überlebens hinausgeht.

Man spricht vor dem Verzehr einiger der sieben Arten spezielle Segenssprüche, die die Wichtigkeit dieser Speisen zum Ausdruck bringen, und auch die Nach-Beracha über diese Speisen ist besonders. Der Baal HaTurim (Rav Jakob ben Ascher) erklärt, dass diese Nach-Berachot den hohen Stellenwert von Eretz Jisrael ins Bewusstsein rufen.

Es wird die Frage gestellt, warum die Tatsache, dass die שבעת המינים in Eretz Jisrael wachsen, von der Tora so hervorgehoben wird, wenn diese Früchte doch auch an vielen anderen Orten auf der Welt wachsen.

Eine Antwort ist, dass die Gesamtheit dieser Früchte sehr unterschiedliche Wachstumsbedingungen benötigt. Weizen und Gerste wachsen in gemäßigtem Klima, Feigen, Trauben und Oliven gedeihen in wärmerem, mediterranem Klima, die Dattelpalme braucht eine heiße Wüstenumgebung, und Granatäpfeln geht es in warmem, halbtrockenem Klima gut.

Das Klima, das also für eine Frucht erforderlich ist, ist für eine andere Frucht schädlich, und daher findet man nirgendwo sonst auf der Welt alle sieben Arten in einer Gegend auf diese Weise vereint. In Eretz Jisrael jedoch sind alle שבעת המינים zu finden, was besonders erstaunlich ist, wenn man die geringe Größe des Landes betrachtet. Es sind dort alle vier unterschiedlichen Klimazonen zu finden und die Lage Eretz Jisraels zwischen Meer und Wüste sowie die verschiedenen Höhenlagen erzeugen selbst innerhalb einer Klimazone ausdifferenzierte Wachstumsbedingungen.

Der Steipler Gaon folgert, dass Mosche Rabbenu dem jüdischen Volk in diesen Versen nicht nur mitteilt, dass Eretz Jisrael mit all diesen sieben Früchten gesegnet ist und somit alle Klimata vorzufinden sind, sondern dass das Land seinen Bewohnern das Beste anzubieten hat.


(Hinweis: Der Text dieses Artikels beruht im Wesentlichen auf einem von der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands im August 2014 verschickten Rundbrief.)

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