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639 v. d. Z.

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Ereignisse

  • 639 v. d. Z. bis 609 v. d. Z.: Unter Manasse war der Kult des Baal und anderer heidnischer Gottheiten wieder aufgelebt. Josia, der Nachfolger von Manasses Sohn Amon als König Judas, führte eine rigorose Kultreform durch. Er entschloss sich dazu, nachdem man bei Renovierungsarbeiten im Tempel von Jerusalem das „Gesetzbuch“ gefunden hatte (2 Könige 22, 8-20). Man nimmt heute an, dass es sich bei dieser Schrift um einen Ausschnitt aus dem Deuteronomium oder um eine Vorstufe davon gehandelt haben muss. Josia liess sämtliche Kultstätten in der Provinz zerstören (zum Beispiel in Arad), das bedeutete eine Zentralisierung des religiös-kultischen Lebens in Jerusalem, es gab jetzt nur noch ein Heiligtum, an die Stelle des "Vakuums" fehlender (bisheriger) Kultstätten trat Gebet und Lesen der Tora. Mit Josia begann eine Verwandlung des Judentums von einer rein kultischen zu einer gebet- und buchorientierten Religion, die immer stärkeres Gewicht auf das Lernen legte.