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515 v. d. Z.

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Ereignisse

  • Nach 515 v. d. Z.: Tempelsteuer. Im Lauf der Zeit des 2. Tempels wurde eine Steuer eingeführt, die jeder Israelit entrichten sollte. Nach Qumrantexten wurde aber der Halbschekel nur einmal bei Vollendung des 20. Lebensjahres entrichtet, und dieser Akt gewährleistete die volle Kultteilnahme. In den letzten Jahrhunderten des Tempels war aber eine jährliche Abgabe nach dem Vorbild des Halbschekels für das Zeltheiligtum (Ex 30,12 f.) die Regel. Auch die Juden in der Diaspora entrichteten diese Tempelsteuer (als Doppeldrachme), deren Transport nach Jerusalem nicht immer problemlos verlief. Manchmal kam es zu Behinderungen und Konflikten, die Roms Eingreifen zugunsten der Juden erforderten. Nach 70 n. war der Tempel als empfangsberechtigte Institution zerstört und nicht mehr in Funktion. Kaiser Vespasian widmete die Tempelsteuer daher zu einer Kopfsteuer (fiscus iudaicus) um, die zur Empörung der Juden dem Jupiter Capitolinus gewidmet war. Gegen Ende des 1. Jhdts. wurde diese Massnahme unter Kaiser Nerva aufgehoben.
  • Nach 515 v. d. Z.: Wasserschöpfefest, altjüdisches Freudenfest, am Abend und in der Nacht des 2. Tages Sukkot begangen: Schöpfen des Wassers aus dem Siloah für das vorgeschriebene Wassergussopfer; Entzünden von Fackeln, Umzüge und Tänze