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375

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Ereignisse

  • Nach 375: Egeria. Einige Jahrzehnte später als Kaiserin Helena, aber immer noch im 4. Jhdt., verliess eine Nonne namens Egeria ihr stilles Kloster irgendwo im westlichen Mittelmeerraum und machte sich auf die Reise ins Heilige Land. Sie war mehrere Jahre unterwegs – zeitweise schloss sie sich Gruppen anderer Pilger an – und besuchte viele heilige Stätten. Einige Zeit hielt sie sich in Konstantinopel auf und lebte mindestens drei Jahre, vielleicht von 381 bis 384, in Jerusalem. Von dort aus unternahm sie zahlreiche Touren zu heilsgeschichtlich bedeutenden Orten, etwa nach Galiläa, wo sie Nazareth besuchte, über den Jordan zum Berg Nebo sowie nach Antiochia und Edessa in Syrien. Sie besuchte auch Ägypten, wahrscheinlich zweimal, und nahm die Strapazen einer Reise durch den Sinai auf sich, um den Berg zu besteigen, auf dem Moses die Zehn Gebote empfangen haben soll. Schon damals hatte man diesen Ort als den des Katharinenklosters, im Süden der Halbinsel gelegen, identifiziert. Egeria schrieb alle ihre Erlebnisse für die Schwestern im Heimatkloster nieder. Wunderbarerweise hat sich ein Teil ihres Werks erhalten, und zwar in einer Handschrift, die, mit einem anderen Werk zusammengebunden, 1884 in einer Klosterbibliothek in Arezzo entdeckt wurde. Es ist jammerschade, dass nicht mehr als die Hälfte dieses Berichts überliefert ist, denn es handelt sich dabei um die beste Quelle überhaupt, nicht allein zur Geschichte der Kirche im Osten in jener frühen Zeit, sondern auch zur damaligen Topographie des Heiligen Landes und angrenzender Regionen, die Egeria bereiste. Sie schrieb ein recht chaotisches Latein, durchsetzt mit griechischen Ausdrücken, die sie auf ihren Reisen aufgeschnappt hatte. Mit ihrer resoluten Persönlichkeit, ihrer niemals erlahmenden Reiselust und ihrer robusten Konstitution war Egeria eine wallfahrende Entdeckerin von unstillbarer Wissbegier.

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