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Ereignisse

  • 325: Konstantin beruft das erste ökumenische Konzil ein und setzt die Einigung auf das Bekenntnis von Nicäa (Dreieinigkeitsdogma) durch. So vereinheitlichte der Kaiser die Lehre der Kirche und privilegierte sie nun gegenüber dem Judentum und sonstigen Kulten, um sie in seine Politik einzubinden. Das hatte Folgen: Die Bevölkerung liess sich nun massenhaft taufen. Die meisten Neugetauften nahmen die Nachfolge Jesu nicht ernst. Das „Heidentum“ wurde nicht abgelegt, sondern suchte und fand innerhalb der Kirche rituelle Ausdrucksformen. Der Klerus deutete und verkündete das Evangelium gemäss den Erfordernissen einer Staatsreligion für alle Lebensbereiche. Eine zentrale Kirchenbehörde übernahm die Leitung der universalen Völkermission. Andersgläubige wurden zu Aussenseitern und gerieten in Bedrängnis. Die Kirchenkonzile vom 4. bis zum 7. Jhdt. erliessen zahlreiche Edikte, die den Kontakt mit Juden und deren Einfluss unterbanden. Jeder Bürger konnte Juden durch Anzeige gerichtlich verfolgen lassen. Mission, Erwerb und Besitz christlicher Sklaven sowie Bekleidung öffentlicher Ämter wurden ihnen verboten, Mischehen wurden diskriminiert, das Vermögen musste vorrangig getauften Kindern vererbt werden. So sollte das Judentum im Zustand der unterworfenen, gottfeindlichen, schwindenden Minderheit bleiben. Die entsprechenden Kaisererlasse von 315 bis 429 wurden im Codex Theodosianus, danach im Codex Iustinianus gesammelt und wurden so zum Vorbild mittelalterlicher Judenpolitik.

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