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313

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Ereignisse

  • 313: Konstantinische Wende (Mailänder Toleranzedikt): Das Christentum gewinnt an Einfluss im Römischen Reich und wird schliesslich Staatsreligion (380). Das Judentum war bis 313 im Römischen Reich als religio licita (erlaubte Religion) privilegiert und nicht zum Kaiserkult verpflichtet. Christen gaben sich daher nicht selten als Juden aus, um der Verfolgung durch römische Behörden zu entgehen. Nach der Trennung grenzten die Synagogengemeinden sie jedoch aus. Die ganze Reichskirche vertrat ab 313 eine in sich konsistente judenfeindliche Theologie, auch dort, wo es gar keine Juden gab. Sie führte das Leiden der Juden unter den christianisierten Völkern dann immer auf ihr „Verbrechen an Gott“ zurück und machte sie zum „Sündenbock“ für alles mögliche Unglück: genauso wie es die Römer zuvor mit den Christen getan hatten. Damit prägte sie die Volksfrömmigkeit in ganz Europa. Hier liegt eine Wurzel für die Exzesse in den Kreuzzügen, Pestpogromen bis hin zum neuzeitlichen Antisemitismus.