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Ereignisse

  • Nach 250: Rab Kahana (im paläst. Talmud stets ohne Titel), Amoräer der 2. Generation in Babylonien und im Lande Israel, Schüler Rabs, kam von Babylonien nach Palästina, wo er zum Kreis Jochanans und Simeons b. Lakisch gehörte (mindestens sechs verschiedene babylonische Amoräer hiessen R. Kahana, drei von ihnen kamen auch nach Palästina)
  • Nach 250: R. Chilfa (auch: Ilfa, auch: Chilfi), jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den palästinischen Amoräern der zweiten Generation gezählt und lebte und wirkte im zweiten und dritten nachchristlichen Jahrhundert. Er war Jugendgenosse und Freund Jochanans und schon zu Rabbis Zeiten bedeutend. Einst hätten sich Chilfa und Jochanan in großer Not befunden, so dass sie das Studium hätten aufgeben und sich einer kaufmännischen Tätigkeit zuneigen müssen. Jochanan kehrte zum Studium zurück und wurde Leiter der Akademie, während Chilfa beim Handel geblieben sei, das Torawissen aber nicht vergessen habe. Man habe ihm erklärt, auch er hätte Akademieleiter werden können. Daraufhin forderte er, sein Wissen aufs Schärfste zu überprüfen, und kündigte an, beim kleinsten Versagen sich ins Meer stürzen zu wollen. Die Probe wurde gemacht und von Chilfa bestanden (bab Taanit 21 a).
  • Nach 250: R. Alexander (Alexandrai etc.), Amoräer der 2. Generation in Palästina, überliefert Aussprüche des Jehoschua ben Levi
  • Nach 250: R. Isaak ben Eleasar (auch: Isaak ben Eleazar, gewöhnlich Isaak ben Chaqola oder Isaak b. Chakula), jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den palästinischen Amoräern der zweiten Generation gezählt und lebte und wirkte im dritten Jahrhundert u. Z. Er lebte in Cäsarea und stand bei seinen Zeitgenossen, zu denen u. a. Jehoschua ben Levi gehörte, in solch hohem Ansehen, dass man den Habakuk-Vers (2,20) auf ihn bezogen haben soll: „Aber der Ewige in seinem heiligen Tempel – still sei vor ihm die ganze Erde“ (pal. Bikk. 65 a). Auch soll er dem größten Gelehrten seiner Zeit – Rabbi Jochanan – die Leichenrede gehalten haben.
  • Nach 250: R. Chija b. Joseph, Amoräer der 2. Generation in Palästina, von Babylonien nach Palästina gewandert und dort Schüler Jochanans geworden (mit ihm disputierend mehrfach erwähnt)
  • Nach 250: R. Simlai (Simlaj, auch: Samlai), Sohn des Abba, war ein besonders in der Haggada bewanderter jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den palästinischen Amoräern der zweiten Generation gezählt und lebte und wirkte im dritten Jahrhundert u. Z. Er stammte aus Nehardea, wohnte dann in Lydda, später in Galiläa bei Jannai in Sepphoris. Aufgrund seiner Zeit in Lydda hatte er auch den Beinamen Lyddenser oder Daromäer (hebr. darom, "Süden"). Wegen seiner hervorragenden Schriftkenntnisse war er prädestiniert zur Auseinandersetzung mit dem Christentum und argumentierte besonders gegen die Trinität. Am bekanntesten ist sein Ausspruch, die Tora bestehe aus 613 Ge- und Verboten. David habe sie auf elf reduziert (Psalm 15), Jesaja auf sechs (33,15), Micha auf drei (6,8), erneut Jesaja auf zwei (56,1) und Habakuk schliesslich auf eines: "Der Gerechte lebt durch seinen Glauben" (2,4). Simlais Tradent ist R. Tanchum bar Chijja. -- Lit.: Alan F. Segal, Two Powers in Heaven: Early Rabbinic Reports About Christianity and Gnosticism, Leiden 1977
  • Nach 250: Jose b. Chanina, palästinischer Amoräer der 2. Generation (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Tannaiten), älterer Jochanan-Schüler; auch Kontroversen zwischen beiden sind erhalten; sein bedeutendster Schüler war Abbahu
  • Nach 250: R. Meascha, palästinischer Amoräer der 2./3. Generation, Enkel des Jehoschua ben Levi
  • Nach 250: R. Chama bar Chanina (Chama bar Chanina bar Chama; auch: Hama; auch: Chama ben Chanina etc.), jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den palästinischen Amoräern der 2. Generation gezählt und lebte und wirkte im dritten Jahrhundert u. Z. Er war der Sohn des Chanina b. Chama in Sepphoris und leitete dort ein Lehrhaus.
  • Nach 250: Chanina, Amoräer der 2. Generation in Palästina, Vater des Acha b. Chanina
  • Nach 250: Mani I. (Mana bar Tanchum), Amoräer der 2. Generation in Palästina, Zeitgenosse Jochanans
  • Nach 250: Ruben, babylonischer Amoräer der 2./3. Generation, hervorragender Haggadist, Zeitgenosse Manis, überliefert Aussprüche des Chanina bar Chama, seine Tradenten sind Bebai und Pinchas
  • Nach 250: R. Jonatan aus Bet Gubrin (Eleutheropolis), Amoräer der 2. Generation in Palästina, tradiert einen Ausspruch des Jehoschua ben Levi
  • Nach 250: Aba b. Zabhda (auch: Rabba b. Zabhda und viele weitere Namensformen), Amoräer der 2./3. Generation in Palästina, kurze Zeit auch in Babylonien, überlebte Rab Huna von Sura, gehörte noch zum Kreis von Ammi und Assi in Tiberias
  • Nach 250: Tanchum b. Chanilaj (im pal. Talmud meist verderbt zu: Ilai), Amoräer der 2. Generation in Palästina, Tradent des Jehoschua ben Levi, gehört teilweise schon zur 3. Generation
  • Nach 250: Rab Jehuda bar Jechezqel (auch Juda bar Ezechiel, Jehuda ben Ezechiel etc., im Talmud kurz Rab Jehuda oder R. Juda) war ein bedeutender Amoräer der 2. Generation (um 250–290 u. Z.) in Babylonien. Die Bedeutung seines Beinamens Schinena ist ungewiss. Die häufigste Deutung ist scharfsinnig, weitere sind mit großen Zähnen und von eiserner Ausdauer. Er war Schüler von Abba Arikha, Rab Assi und Mar Samuel und bedeutendster Lehrer in (nach einigen Quellen Gründer der Akademie) Pumbedita und nach dem Tode von Rab Huna wichtigster Lehrer Babyloniens. Mit seinen Schülern, zu denen u. a. die bedeutenden Talmudlehrer R. Se'ira, R. Josef und Rabba bar Nachmani gehörten, studierte er vor allem Zivilrecht. In Qidduschin 72 a wird er zu denen gerechnet, die das Torastudium vor dem Vergessenwerden bewahrten. Er beschäftigte sich besonders mit Neziqin und gilt mit seinem Gegner Rab Huna als Hauptschöpfer der talmudischen Dialektik. Er hält den Rekord, am häufigsten von allen Rabbinen in den Talmudim erwähnt zu werden. Seine Bedeutung liegt in der wortgetreuen Wiedergabe der Überlieferungen von Abba Arikha und Mar Samuel. Außergewöhnlich war seine Gebetspraxis: Er soll nur einmal pro Monat die Tefilla gebetet haben. Gestorben ist er vermutlich (laut Iggeret Rav Scherira Gaon) im Jahr 299. Achtung: Rab Jehuda = Rab Jehuda bar Jechezqel nicht zu verwechseln mit Rabbi Jehuda = Jehuda ben Ilai
  • Nach 250: Abimi, babylonischer Amoräer der 2. Generation
  • Nach 250: Rab Qattina und Geniba, beide in Sura, Amoräer der 2. Generation, Schüler Rabs; Geniba wurde vom Exilarchen wegen seiner Opposition der persischen Staatsgewalt zur Hinrichtung ausgeliefert
  • Nach 250: Rab Adda bar Ahaba, Amoräer der 2. Generation in Sura. Er wurde angeblich am Todestag Rabbis (217) geboren und er starb angeblich erst im 4. Jahrhundert. Er war ein Schüler Rabs und wurde durch sein hohes Alter und seine Frömmigkeit bekannt. Er wurde als Wundertäter betrachtet und wird als Autor der noch im 14. Jahrhundert zitierten Baraita deRab Adda über die Interkalation des zweiten Monats Adar angesehen. Nicht zu verwechseln u. a. mit: Ada b. Abba und Adda bar Ahaba II.
  • Nach 250: Giddel, babylonischer Amoräer der 2. Generation, jüngerer Schüler Rabs, in dessen Namen er viel tradierte
  • Nach 250: Rabbah bar Abuha, Amoräer der 2. Generation in Babylonien, Schwiegervater des Rab Nachman, mit dem Exilarchenhaus verwandt
  • Nach 250: Rab Mattena, Amoräer der 2. Generation in Babylonien, Schüler Samuels, dann wahrscheinlich des Rab Jehuda
  • Nach 250: Jirmeja b. Abba (im pal. Talmud Rab Jirmeja bar Wa oder einfach Rab Jirmeja), babylonischer Amoräer der 2. Generation, älterer Schüler Rabs, war zeitweise in Palästina
  • Nach 250 (?): die 7 Traktate, "die anderen kleinen Traktate" = ausserkanonische Traktate, Baraitot-Sammlungen: 1) Sefer Tora: über das Schreiben von Torarollen; 2) Mezuza, "Türpfosten", über Mezuzot; 3) Tefillin, "Gebetsriemen", über Tefillin; 4) Tsitsit / Zizit, "Quasten", "Schaufäden", über Zizit; 5) Abadim, "Sklaven"; 6) Gerim, "Proselyten"; 7) Kutim, "Samaritaner"