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20th Century Fox

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Twentieth (20th) Century Fox Film Corporation
Rechtsform Corporation
Gründung 31. Mai 1935[1][2]
Sitz Fox Plaza, Century City, Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Branche Film
Website http://www.fox.de

Twentieth (20th) Century Fox Film Corporation (von 1935 bis 1985 mit Bindestrich Twentieth Century-Fox Film Corporation) – auch bekannt als 20th Century Fox sowie 20th oder Fox – ist eines der sechs wichtigsten Filmstudios in Amerika. Das Studio ist als US-amerikanisches Tochterunternehmen der News Corporation in der Produktion und dem Vertrieb von Film- und Fernsehinhalten tätig. Der Firmensitz ist in Los Angeles, Kalifornien, USA.

Zu den bekanntesten Filmreihen von 20th Century Fox gehören unter anderem Star Wars, Ice Age, X-Men, Stirb langsam, Alien, Planet der Affen oder auch Kevin – Allein zu Haus. Hinzu kommen zahlreiche bekannte Fernsehserien, wie Die Simpsons, Family Guy oder American Dad.

Geschichte

Gründung

Das Unternehmen entstand am 31. Mai 1935 aus dem Zusammenschluss der Fox Film Corporation und Twentieth Century Pictures. William Fox gründete 1913 die Filmvertriebsfirma Greater New York Film Rental und die Filmproduktionsfirma Fox Office Attractions Company. Aus beiden wurde 1915 die Fox Film Company. 1919 zog Fox mit seinem Unternehmen nach Kalifornien um, um die dortigen klimatischen und geographischen Vorteile zur Herstellung von Filmen auszunutzen. Nach dem Börsencrash 1929 verlor Fox seine Anteile an dem Unternehmen durch eine feindliche Übernahme.

Datei:Foxstudios.jpg
Fox Studios L.A.
Datei:Foxplazafromolympicblvd.jpg
Fox Plaza, Century City Zentrale

Der Filmproduzent Joseph Schenck und der Regisseur Darryl F. Zanuck gründeten 1930 die Produktionsfirma 20th Century Pictures. Deren Kinofilme wurden von United Artists verliehen. Nachdem Schenck keine Chance auf eine Teilhaberschaft an United Artists hatte, verfolgte er das Ziel, seine Produktionsfirma mit der Produktions- und Verleihfirma Fox Film Corporation zu verschmelzen. 1934 stand die Firma vor dem nahen Bankrott. Jedoch retteten die Einnahmen des Shirley-Temple-Films Bright Eyes (1934) die Firma.

Auch die Inhaber der Fox Film Company stimmten der Fusion zu. Ab 1935 finanzierte, produzierte und verlieh die 20th Century Fox Kinofilme in Nordamerika. Joseph Schenck war der erste Präsident des Unternehmens.

Murdoch übernimmt die Kontrolle

Seit 1985 ist die 20th Century Fox ein Tochterunternehmen der News Corporation des Medienmoguls Rupert Murdoch.

Im Jahr 1994 wurde für die Produktion, den Vertrieb und das Marketing von Independentfilmen das Tochterunternehmen Fox Searchlight Pictures gegründet.

Musik

Fox Music ist Fox’ Musikabteilung seit 2000. Es umfasst Musik-Veröffentlichungen und Lizenzhandel, die sich hauptsächlich mit Fernseh- und Filmmusik beschäftigen.

Vor Fox Music war 20th Century die Musikabteilung von 1958 bis 1982.

Twentieth Century Pictures

Twentieth Century Pictures war eine unabhängige Hollywood-Filmproduktion Gesellschaft erstellt von Joseph Schenck im Jahr 1933.

Erkennungszeichen der Fox-Filme ist das Logo eines von Scheinwerfern angeleuchteten Art-déco-Gebäudes, welches die Form der Zeichen des Firmennamens besitzt. Es wurde 1935 vom Landschaftsmaler Emil Kosa Jr. entworfen und zeigte ursprünglich den Text "20th Century Pictures, Inc.". Anfangs wurde es noch mithilfe mehrerer Glasschichten Bild für Bild animiert.

Die dazu spielende Musik wurde von Alfred Newman komponiert und trägt den Titel „Fox-Fanfare“. Newman war langjähriger Leiter der Musikabteilung des Filmstudios. Am bekanntesten ist die erweiterte CinemaScope-Fassung (mit zwecks zusätzlicher Breite kursiv gesetzter 0 in "20 th") von 1954. John Williams hat sie 1980 für den Film Das Imperium schlägt zurück neu eingespielt. Alfred Newmans Sohn David Newman nahm die Fanfare seines Vaters 1997 für den Zeichentrickfilm Anastasia erneut auf. In der Serie Futurama wird anstelle des 20th-Century-Fox-Zeichens ein 30th-Century-Fox-Zeichen gezeigt.

Ein neues Logo wurde im Teaser-Trailer für Avatar – Aufbruch nach Pandora gezeigt, der durch die Computeranimationsfilm-Einheit des Fox, Blue Sky Studios, erzeugt wurde. Es wurde bekanntgegeben, dass Avatar – Aufbruch nach Pandora der erste Film von 20th Century Fox mit dem neuen Logo sein wird.

Niederlassungen im deutschsprachigen Raum

Kinoerfolg der verliehenen Filme
in Österreich[3],[4],[5],[6]
Jahr Filme Kinobesuche Marktanteil
2004 12 1.452.511 7,9 %
2005 12 1.429.570 9,49 %
2006 19 3.256.134 19,5 %
2007 22 2.009.810 13,5 %

Die Niederlassungen für den Kinoverleih von Twentieth-Century-Fox-Filmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befinden sich in Frankfurt am Main (Twentieth Century Fox of Germany), Wien (Centfox-Film Gesellschaft) und Zürich (Twentieth Century Fox of Switzerland).

In Österreich – wie auch in vielen anderen Ländern – rangiert Centfox stets auf den Top-Plätzen unter den größten Verleihern. Je nachdem, welcher US-Verleiher den oder die erfolgreichsten Film(e) des Jahres hatte, wechseln die Marktführer beinahe jährlich. So rangierte Centfox 2004 auf Platz 6, 2005 auf Rang 4, 2006 auf Platz 1 und 2007 wieder auf Platz 4 hinter Universal Pictures, Warner Bros. und Walt Disney.

1930er Jahre

20th Century Fox brachte seit Bestehen des Unternehmens sehr erfolgreiche Filme auf den Markt. Im Jahr 1937 erschien der Kinderfilm Heidi, der die erste Tonverfilmung des gleichnamigen Romans ist. 1939 erschien die Verfilmung Der Hund von Baskerville von Regisseur Sidney Lanfield, des gleichnamigen Romans von Sir Arthur Conan Doyle. Noch im selben Jahr wurden die Darsteller der Rollen Sherlock Holmes und Dr. Watson ebenfalls in dem Film Die Abenteuer des Sherlock Holmes eingesetzt.

1940er Jahre

Anfang der 1940er Jahre ließ 20th Century Fox die Romane von John Steinbeck verfilmen, wobei John Ford bei Früchte des Zorns und Alfred Hitchcock bei Das Rettungsboot Regie führten. Im gleichen Jahr erschien der Kriminalfilm Laura, der bei der Oscarverleihung 1945 in fünf Kategorien nominiert war, erhielt dabei eine Auszeichnung in der Kategorie Beste Kamera. Mit Das Wunder von Manhattan des Regisseurs George Seaton, erschuf 20th Century eine schwarz/weiße Filmkomödie über Weihnachten, die drei Oscarauszeichnungen und zwei Golden Globes einspielte. Das Remake, das 1994 unter dem gleichen Titel in die Kinos kam, konnte an die Erfolge des Originals nicht anknüpfen.

1950er Jahre

Die Dramakomödie Alles über Eva des Regisseurs Joseph L. Mankiewicz erschien 1950 in den Kinos und erhielt u. a. bei der Oscarverleihung 1951 sechs Auszeichnungen. Im Jahr 1951 erschien der Science-Fiction-Film Der Tag, an dem die Erde stillstand, des Regisseurs Robert Wise der auf der Erzählung Abschied vom Herrn (Originaltitel: Farewell to the Master) von Harry Bates basiert. Ende 2008 erschien die Neuverfilmung unter dem gleichen Titel (mit Keanu Reeves in der Hauptrolle; Regie: Scott Derrickson), die jedoch nur bedingt mit der älteren Version vergleichbar ist, sowohl von der Grundhandlung her betrachtet als auch vom Einsatz der Visuellen Effekte.

1960er Jahre

Im Filmjahr 1968 erfolgte die Romanverfilmung Planet der Affen. Nach dem ersten Teil entschied sich 20th Century Fox dazu, vier Fortsetzungen (1970−1973) zu verfilmen, bevor im Jahr 2001 die Neuverfilmung des ersten Teils mit Mark Wahlberg und Tim Roth in die Kinos kam.

1970er Jahre

Im Jahr 1977 erschien Krieg der Sterne, der die vierte Episode der Star-Wars-Reihe darstellt, ist aber der erste Film, der veröffentlicht wurde. Der Regisseur George Lucas, konnte das Studio überzeugen, dass der Science-Fiction Film ein Erfolg wird und ließ sich u. a. die Rechte der Filmmusik überschreiben. Das Studio ließ sich darauf ein, weil die Rechte nicht so viel Wert waren. Bei der anschließenden Oscar-Verleihung erhielt der Film sechs Auszeichnungen und war ein absoluter Kassenerfolg. Anschließend folgten die Fortsetzungen Das Imperium schlägt zurück (1980) und Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983), bevor nach Lucas Erachten die Tricktechnik ausgereift war, sodass die Prequel-Trilogie gedreht werden konnte. So erschienen dann Episode I (1999), Episode II (2002) und Episode III (2005).

Mit Alien entstand ab dem Jahr 1979 eine erfolgreiche Filmreihe von vier Teilen, sowie Predator (1987) und zwei weitere Teile. Dessen Crossover-Ableger Alien vs. Predator (2004) und dessen zweiten Teil (2007) wurden alle von Twentieth Century Fox in die Kinos gebracht wurden.

1980er Jahre

Im Jahr 1982 erschien The Verdict, der bei der anschließenden Oscarverleihung fünf Mal nominiert war, aber leer ausging. Im Jahr 1985 erschien der Actionfilm Phantom-Kommando mit Arnold Schwarzenegger und Alyssa Milano und das Science-Fiction-Drama Cocoon des Regisseurs Ron Howard mit Don Ameche und Steve Guttenberg. Der Actionfilm Stirb Langsam von John McTiernan, wurde auf dem 1987 fertiggestellten Fox Plaza in Los Angeles dem Verwaltungsgebäude von 20th Century Fox gedreht und erschien 1988 in den Kinos. Dabei standen Alan Rickman und Bruce Willis in den Hauptrollen vor der Kamera. Willis gelang damit seinen Durchbruch und er verkörperte die Rolle des John McClain in drei weiteren Fortsetzungen.

1990er Jahre

Mit Kevin – Allein zu Haus (u. a. mit Macaulay Culkin als Kevin und Joe Pesci als Harry) erschien eine Komödie, von der in den Jahren 1992, 1997 und 2002 drei Fortsetzungen entstanden sind, aber nicht an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen konnten.

Im Jahr 1997 erschien der Kassenerfolg Titanic, der allein in den USA über 130 Millionen Besucher in die Kinos lockte, zudem über 1,8 Milliarden US-Dollar einspielte und elf Oscars gewann. Dabei war James Cameron als Regisseur tätig und Kate Winslet mit Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen zu sehen. Das Filmdrama war bis 2010 der erfolgreichste Film.

2000er Jahre

2000 produzierte Fox die Comicverfilmung von X-Men, der Preisverleihungen in 21 Kategorien nominiert wurde und elf Preise erhielt. In diesem Film war der Comicautor Stan Lee als Hot-Dog-Verkäufer zu sehen. Mit dem Erfolg entschied sich Fox weitere Fortsetzungen ins Kino zu bringen und produzierte deshalb die Filme X-Men 2 (2003), X-Men: Der letzte Widerstand (2006), X-Men Origins: Wolverine (2009) und X-Men: Erste Entscheidung (2011). Für den Horror-Thriller Schatten der Wahrheit (2000) kaufte das Unternehmen die Verwertungsrechte außerhalb der USA und Kanada. Für den Film Ali, bei dem Michael Mann Regie führte, stand Will Smith als Muhammad Ali vor der Kamera, der die Gesichte des sportlichen Aufstiegs des Weltklasseboxers und seinen Erlebnissen außerhalb des Ringes porträtiert. Der Film erhielt schlechte Kritiken für seine zu kurzen Geschichten und Wettkämpfe.

Im Jahr 2002 ließ 20th Fox den geplanten Zeichentrickfilm Ice Age von Blue Sky Studios als animierten Film produzieren, der weltweit über 380 Millionen US-Dollar einspielte. Der Film erhielt eine Oscarnominierung als Bester animierter Film und wurde in der gleichen Kategorie bei den Saturn Awards, Golden Satellite Awards und den Young Artist Awards nominiert. Es wurden 2006 und 2009 zwei weitere Fortsetzungen produziert. Mit Walking Tall – Auf eigene Faust (2004) schnappte man die Story aus dem Film Der Große aus dem Dunkeln auf und verfilmte diese mit dem damaligen Wrestling-Star Dwayne „The Rock“ Johnson. Mit I, Robot, der auf dem gleichnamigen Roman basiert, wurde mit positiven Kritiken überschüttet. Positivere Kritiken erhielt der noch im gleichen Jahr produzierte Katastrophenfilm von Roland Emmerich The Day After Tomorrow, der die Thematik des Klimawandels drastisch darstellte. Das Gesamteinspielergebnis aus DVD-Verkauf und Kinovorführung beläuft sich auf über 652 Millionen US-Dollar.

Mit dem Film Slumdog Millionär produzierte 20th Century Fox' Tochterunternehmen Fox Searchlight Pictures einen mit acht Oscars ausgezeichneten Film, der beim Kinostart in den Vereinigten Staaten lediglich in zehn Kinos anlief.

2010er Jahre

Im Jahr 2009 erschien der größte Kassenerfolg in den US-amerikanischen Kinos. Mit Avatar – Aufbruch nach Pandora brach James Cameron sämtliche Besucherrekorde und erzielte ein Einspielergebnis von über 2,7 Milliarden US-Dollar und stürzte somit Titanic auf den zweiten Platz der erfolgreichsten Filme. Mit neun Nominierungen ging der Film bei den Oscars ins Rennen, erhielt aber nur drei Auszeichnungen.

Bekannte Filme

2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012[7]

Bekannte Serien

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 20th Century Fox - Chronologie, (Seite abgerufen am 8. April 2012);
  2. Über 20th Century Fox, Offizielle deutsche 20 Century Fox Website. (Seite abgerufen am 8. April 2012);
  3. Filmwirtschaftsbericht 2006, facts + figures 2004 (PDF), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Juni 2006, S. 29 (Seite abgerufen am 11. April 2008); Die letzte „1“ bei den Besucherzahlen der Centfox ist offensichtlich in die nächste Spalte („Marktanteil“) verrutscht; wird die „1“ entsprechend korrigiert, ergeben die Angaben zusammen mit allen anderen die untenstehenden Summen.
  4. Filmwirtschaftsbericht 2007, facts + figures 2005 (PDF), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Juni 2007, S. 31 (Seite abgerufen am 11. April 2008)
  5. Filmwirtschaftsbericht 2007, facts + figures 2006 (PDF), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, Dezember 2007, S. 31 (Seite abgerufen am 11. April 2008)
  6. Filmwirtschaftsbericht 2008, facts + figures 2007 (PDF), Österreichisches Filminstitut, Verleihangaben laut Nielsen EDI, August 2008, S. 29 (Seite abgerufen am 23. Dezember 2008)
  7. Aktuelle 20th Century Fox Kinofilme, (Seite abgerufen am 12. April 2012); Da diese Seite sehr häufig aktualisiert wird, spielt das Abrufdatum hierbei eine besonders große Rolle. Möglicherweise sind einige Belege zu späteren Zeitpunkten nicht mehr vorhanden.
  8. Filmkritik auf filmstarts.de, (Seite abgerufen am 12. April 2012);
34.051111111111-118.41138888889


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