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1981

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Ereignisse

  • 1981: Nobelpreis für Physik an: Arthur L. Schawlow
  • 1981: Nobelpreis für Chemie an: Roald Hoffmann
  • 1981: Nobelpreis für Literatur an: Elias Canetti
  • 1981: Gründung der Siedlung Modi'in Illit im Westjordanland, 20 km nordwestlich von Jerusalem (Stadt mit ca. 40 000 Einwohnern im Jahr 2008; die für Israel höchste Fruchtbarkeitsrate lag im Jahr 2006 bei 8 Kindern je Frau)
  • 1981: Gründung der Siedlung Nili im Westjordanland (Region Benjamin, um 800 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Na'ale im Westjordanland (Region Benjamin, ca. 600 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Bet Arje im Westjordanland (Region Samaria, ca. 3450 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Bracha im Westjordanland (ca. 1000 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Pesagot im Westjordanland (Region Benjamin, ca. 1400 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Jakir (Yakir) im Westjordanland (Region Samaria, ca. 960 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Chinanit im Westjordanland (Region Samaria, ca. 700 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Barkan im Westjordanland (Region Samaria, ca. 1200 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Telem im Westjordanland (Region Hebron, ca. 140 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Enaw im Westjordanland (Region Samaria, ca. 470 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Ma'ale Michmas im Westjordanland (Region Binjamin, ca. 1060 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Matitjahu im Westjordanland (Region Benjamin, ca. 1350 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Ma'ale Amos im Westjordanland (Region Gusch Etzion, ca. 320 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Karmel im Westjordanland (Region Hebron, ca. 320 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Gründung der Siedlung Ma'on im Westjordanland (Region Hebron, ca. 300 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1981: Das Basketballteam von Maccabi Tel Aviv gewinnt die europäische Meisterschaft.
  • seit 1981: Seit 1981 sind in Ägypten Notstandsgesetze in Kraft, mit deren Hilfe die Regierung viele der Rechte umgehen kann, die die ägyptischen Bürger nach der Verfassung besitzen.
  • 20.1.1981: Nach 444 Tagen endet die Geiselhaft von 52 amerikanischen Botschaftsangehörigen im Iran; der Tag ihrer Freilassung ist zugleich der erste Amtstag des zum 40. Präsidenten der USA gewählten Republikaners Ronald Reagan (Amtszeit: 20.1.1981-20.1.1989)
  • 1.2.1981: Lena Gorelik in Sankt Petersburg geboren, Schriftstellerin; sie kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland; nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien“; ihr erster Roman „Meine weissen Nächte“ (2004), in dem sie das Leben zwischen zwei Kulturen mit liebevoller Leichtigkeit und Witz beschreibt, wurde als ein „absolut hinreissendes Buch“ hoch gelobt; ihr zweiter Roman, 2007: "Hochzeit in Jerusalem"; der dritte: "Verliebt in Sankt Petersburg" (2008)
  • 2.4.1981: schwerste Kämpfe in Beirut zwischen syrischen Truppen und rechtsgerichteten christlichen Milizen
  • 3. Mai 1981: Nach einem Fernsehinterview mit Bundeskanzler Helmut Schmidt, in dem dieser sich für das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser aussprach, kritisiert Israels Ministerpräsident Menachem Begin den Kanzler, erinnert an den Nationalsozialismus und wirft Schmidt "Geldgier" vor
  • 10. Mai 1981: François Mitterand wird zum französischen Staatspräsidenten gewählt (der erste Sozialist seit Kriegsende)
  • 28.5.1981: Adam Green (Adam M. Green) geboren in Mt. Kisco, New York, US-amerikanischer Sänger und Liederschreiber, populärster Vertreter des Anti-Folk in der amerikanischen Musik; bis zum Beginn seiner Solokarriere 2002 war er ein Mitglied der Band The Moldy Peaches; er wird häufig verglichen mit Ben Folds, Leonard Cohen, Ben Kweller und Jonathan Richman; sein ungewöhnlicher Stil erreichte vorerst nur eine kleine Fangemeinde, mittlerweile hat er jedoch zumindest in Europa den Durchbruch geschafft; seine fünf bisherigen Alben sind bei Rough Trade Records erschienen; unter seinen bekanntesten Liedern sind die Single-Auskopplungen Jessica, Friends of Mine, Dance with me und Emily; im Januar 2005 erschien sein drittes Soloalbum Gemstones, das in Deutschland schnell in die Charts kam und Green Auftritte bei Harald Schmidt sowie TV total ermöglichte; für Gemstones erhielt Green eine goldene Schallplatte für den Verkauf von 100.000 Alben; in den USA ist Adam Green, im Gegensatz zu Deutschland, nicht sehr populär; die Musik von Adam Green wird zusammen mit der von Kimya Dawson als Haupteinfluss auf die Musikrichtung des Anti-Folk angesehen; sein Musikstil wird häufig irrtümlich als LoFi bezeichnet, da seine Mittel bei den ersten Alben eher beschränkt waren; seine Musik gilt als beeinflusst von Bob Dylan, Lou Reed, Scott Walker und Leonard Cohen; 2005 wurde Greens Gedichtband Magazine beim deutschen Suhrkamp Verlag veröffentlicht; das Buch enthält die englischen Originaltexte sowie eine deutsche Übersetzung des Autors und Musikers Thomas Meinecke; 2006 erschien sein neues Album Jacket Full Of Danger; am 7. März 2008 ist sein - mittlerweile fünftes - Soloalbum mit dem Titel Sixes and Sevens erschienen; noch einige interessante Informationen: Adam Greens Urgrossmutter Felice Bauer war die Verlobte von Franz Kafka; Adam stammt aus einer Arztfamilie, sein Vater war zeitweise Neurologe an der Columbia University; bis zum Eintritt in die High School wurde Green zu Hause unterrichtet
  • 7. Juni 1981: Die israelische Luftwaffe zerstört den irakischen Atomreaktor Osirak bei Bagdad kurz vor seiner Inbetriebnahme, um die Entwicklung einer arabischen Atombombe zu verhindern, die ohne Zweifel gegen ihr Land eingesetzt werden würde. Israels Verhalten wurde damals heftig kritisiert, und am 19. Juni wurde der Angriff vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einmütig verurteilt. Kritiker bagatellisierten die Bedeutung des irakischen Nuklearprogramms; ihrer Ansicht nach waren Israels Befürchtungen unbegründet, weil Bagdad den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hatte und sich mit der Inspektion seiner nuklearen Einrichtungen einverstanden erklärt hatte. Erst nach der Invasion des Irak in Kuwait gaben amerikanische Politiker öffentlich zu, dass Bagdad an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeitete und dass es diesem Ziel sehr viel näher war, als man geglaubt habe. Wieder wandten Kritiker ein, die amerikanische Regierung suche lediglich nach einer Rechtfertigung für einen Krieg. Monate später, nachdem die alliierten Streitkräfte die Zerstörung der Nuklearanlagen des Irak bekannt gegeben hatten, stellten Inspekteure der Vereinten Nationen fest, dass Saddams Waffenentwicklungsprogramm weit umfangreicher war, als selbst die Israelis geglaubt hatten. Die Informationen über den Kernreaktor waren vom Mossad beschafft worden.
  • 9.6.1981: Natalie Portman in Jerusalem geboren (als Natalie Hershlag), israelisch-amerikanische Schauspielerin; sie hat am Anfang ihrer Karriere den Geburtsnamen ihrer Grossmutter, Portman, als Künstlernamen angenommen; bekannt wurde die damals erst 13-jährige durch den Film "Léon – Der Profi" aus dem Jahre 1994; es folgten Filme wie "Heat" und "Star Wars"; ihre Urgrosseltern waren noch in Auschwitz umgekommen
  • 30.6.1981: Nach 474 Verhandlungstagen geht in Düsseldorf einer der letzten grossen NS-Prozesse – der sogenannte Majdanek-Prozess – zu Ende; die ehemalige KZ-Aufseherin Hermine Ryan-Braunsteiner (genannt "die Stute", weil sie mit den Füsssen zutrat) erhält wegen vielfachen Mordes "lebenslänglich"; sieben weitere Angeklagte werden zu drei bis zwölf Jahren Haft verurteilt
  • Juli 1981: nach weiteren Kämpfen zwischen Israel und der PLO half Philip C. Habib, der Sondergesandte des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan, eine Feuerpause zwischen den Parteien zu bewirken; währenddessen startete die PLO Raketen- und Artillerieangriffe auf Nord-Israel (vor allem Kiriat Schmona und Naharia); gleichzeitig kämpfte sie gegen christliche und schiitische Libanesen; die Bevölkerung des israelischen Nordens geriet in Panik; es kam zum zeitweisen Exodus eines grossen Teils der Bevölkerung von Kiriat Schmona und Naharia Richtung Süden; Israel startete einen massiven Luftangriff auf die Beiruter Hauptquartiere der Al-Fatah und der Volksfront zur Befreiung Palästinas mit Hunderten ziviler Opfer
  • 10. August 1981: In den frühen Morgenstunden werden zwei Bomben auf das Gelände der israelischen Botschaft in Wien geworfen, verletzen eine 75-jährige Passantin und beschädigen ein benachbartes Gebäude. Einige Stunden später explodieren zwei Sprengkörper vor der israelischen Botschaft in Athen.
  • 29. August 1981: zwei schwer bewaffnete Terroristen der palästinensischen Extremistengruppe "Fatah Revolutionärer Rat" verüben einen Anschlag auf den Wiener Stadttempel, bei dem zwei Personen getötet und 21 teils schwer verletzt werden; die Attentäter, von denen einer bereits den tödlichen Anschlag auf Heinz Nittel verübt hatte, drangen um 11:30 Uhr in die Synagoge ein, warfen Handgranaten und feuerten, als die Gemeinde gerade den Schabbat feierte, in die Menge; zur Sicherung eingesetzte Polizeibeamte sowie zwei private Wachposten wurden im Kugelhagel schwer verletzt; ein Privatdetektiv, der am Ort des Geschehens zufällig anwesend war, konnte einen der Attentäter durch einen Bauchschuss ausser Gefecht setzen; nachdem die Polizei die Grossfahndung veranlasst hatte, wurde der verwundete Attentäter in der Nähe des Tatorts festgenommen; der zweite Terrorist wurde von den Polizisten durch die Innenstadt verfolgt, wobei dieser wahllos auf Passanten feuerte, zwei Passanten wurden dabei getötet; auf einen Funkstreifenwagen schleuderte der Täter Handgranaten, zwei Strassenzüge weiter war die Verfolgungsjagd jedoch zu Ende, und der Attentäter konnte gestellt und festgenommen werden
  • 3.10.1981: Walter Mehring in Zürich gestorben
  • 6. Oktober 1981: Sadat wird in Kairo (Nasser-City) während einer Militärparade von islamistischen Attentätern in Armeeuniform, die offenbar seine Friedensbemühungen ablehnten, ermordet; Hosni Mubarak Präsident Ägyptens
  • 20. Oktober 1981: Antwerpen. Am vorletzten Tag des Laubhüttenfests explodiert nahe einer Synagoge in der Hauptstraße des „Diamantenbezirks“ eine Autobombe. Drei Tote und über 100 Verletzte fallen der Explosion zum Opfer.
  • 15.11.1981: Abba Eban schreibt in der New York Times: „Man erweist Israel keinen Dienst, wenn man ihm ein „Existenzrecht“ zugesteht. Israels Existenzrecht ist wie das Existenzrecht der Vereinigten Staaten, Saudi-Arabiens und 152 anderer Staaten ein Axiom und unantastbar. Die Legitimität Israels ist nicht aufgehoben, solange ihre Anerkennung noch aussteht. Es gibt keinen anderen Staat, er sei gross oder klein, jung oder alt, der die Anerkennung seines „Existenzrechts“ als besondere Gunst ansehen oder zur Debatte stellen würde.“
  • 30.11.1981: Unterzeichnung des Abkommens zur „strategischen Kooperation“ zwischen Israel und den USA (Abkommen über militärische Zusammenarbeit), gefolgt vom Abkommen zur Bildung gemeinsamer Arbeitsgruppen am 29. November 1983, gipfelte im von Präsident Reagan unterzeichneten umfassenden Abkommen vom April 1988. Heute ist Israel unbezweifelbar zum Bündnispartner der Vereinigten Staaten geworden.
  • 14.12.1981: Die Knesset stimmt für die Annexion der besetzten Golanhöhen durch Israel. Weltweite Proteste dagegen. Ca. 17 000 israelische Bürger siedeln sich dort an; der Konflikt um das 1 150 Quadratkilometer grosse Gebiet ist auch ein Kampf ums Wasser. Im Golan entspringen Quellflüsse des Jordan. Israel bezieht ein Drittel seines Wassers von dort. Der amerikanische Präsident Ronald Reagan hob daraufhin ein Zusammenarbeitsabkommen zwischen den USA und Israel auf.

Bücher

  • Joshua A. Fishman, Never Say Die! A Thousand Years of Yiddish in Jewish Life and Letters, Berlin 1981
  • Ernst Lowenthal, Juden in Preussen, 1981
  • Johann Maier, Peter Schäfer: Kleines Lexikon des Judentums, Stuttgart 1981
  • J. Neusner, A History of the Mishnaic Law of Appointed Times, 5 Bände, Leiden 1981
  • J. Neusner, Judaism: The Evidence of the Mishnah, Chicago 1981
  • Dennis B. Klein, Jewish Origins of the Psychoanalytic Movement, New York 1981
  • Bela Vago (Hrsg.), Jewish assimilation in modern times, Boulder, Colo., 1981
  • Werner E. Mosse, Arnold Paucker, Reinhard Rürup (Hrsg.), Revolution and Evolution 1848 in German Jewish History, Tübingen 1981
  • Harold Hammer-Schenk, Die Synagogen in Deutschland, 1981 [Standardwerk]
  • Yitzhak Sophoni-Herz, Meine Erinnerung an Bad Homburg und seine 600jährige jüdische Gemeinde, Rechovot 1981
  • Jehuda Reinharz (Hrsg.), Dokumente zur Geschichte des deutschen Zionismus 1882-1933, Tübingen 1981
  • Alfred Haverkamp (Hrsg.), Zur Geschichte der Juden im Deutschland des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, Stuttgart 1981
  • Joseph Walk (Hrsg.), Das Sonderrecht für die Juden im NS-Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Massnahmen und Richtlinien - Inhalt und Bedeutung, Heidelberg/Karlsruhe 1981
  • Dieter Kauss, Juden in Jebenhausen und Göppingen 1774-1945, Göppingen 1981
  • Renate Heuer, Bibliographia Judaica: Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache, 3 Bde., München und Frankfurt/M. 1981-1988

1981 in Wikipedia