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1975

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Ereignisse

  • 1975: Nobelpreis für Physik an: Ben Mottelson
  • 1975: Nobelpreis für Physik an: Aage Bohr
  • 1975: Nobelpreis für Medizin an: David Baltimore
  • 1975: Nobelpreis für Medizin an: Howard M. Temin
  • 1975: Wirtschafts-Nobelpreis an: Leonid Kantorowitsch
  • 1975: Ausbruch des zweiten libanesischen Bürgerkrieges, christliche Gruppen kämpfen gegen ein Bündnis linker und muslimischer Kräfte, der PLO und der Drusen.
  • 1975: Handels- und Kooperationsabkommen Israels mit der EG
  • 1975: Oz WeSchalom - Netivot Schalom („Stärke und Frieden - Pfade des Friedens“): Diese politische Bewegung wurde 1975 gegründet, um eine Alternative zum religiösen Zionismus zu bieten. Sie fördert Toleranz, Pluralismus und Gerechtigkeit, Konzepte, die immer im Mittelpunkt jüdischer Tradition und jüdischen Gesetzes standen. Die Ziele sind: den Friedensprozess auf der Basis politischer Realität und Gerechtigkeit zu unterstützen; Einheit und Pluralismus innerhalb der religiösen und säkularen israelischen Öffentlichkeit zu steigern; die arabische Minderheit in Israel zu unterstützen und mit ihr gemeinsam zu leben; politische Rechte für Palästinenser und die Gründung eines palästinensischen Staates zu befürworten
  • 1975: Gründung der Siedlung Ma'ale Adumim (Maaleh Adumim) im Westjordanland, östlich von Ostjerusalem, mit etwa 34 000 Einwohnern (2009), besitzt den Status einer Stadt und ist international heftig umstritten
  • 1975: Gründung der Siedlung Ofra im Westjordanland (Region Benjamin, ca. 2300 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1975: Gründung der Siedlung Kedumim im Westjordanland, Region Samaria, durch Mitglieder der Gusch-Emunim-Siedler-Bewegung (Kedumim hat heute, 2009, Stadt-Status), ca. 3000 Einwohner im Jahr 2005
  • 1975: Gründung der Siedlung Elazar im Westjordanland (Region Gusch Etzion, ca. 1000 Einwohner im Jahr 2004)
  • 1975: Manès Sperber erhält den Georg-Büchner-Preis
  • 1975: Rachel Kramer Bussel geboren, US-amerikanische Autorin, Bloggerin, Herausgeberin und TV-Persönlichkeit in New York, die sich vor allem mit den Themen Sex und Erotik - und hier insbesondere mit BDSM und lesbischen Themen - beschäftigt
  • 1975: Aviad Cohen in Tel Aviv geboren, jüdischer Hip-Hopper, alias „50 Shekel“, wurde später Anhänger des messianischen Glaubens, sehr zum Missfallen seiner vielen Fans, die in ihm schon das Aushängeschild jüdischer Popkultur feierten
  • 19. Januar 1975: Terror auf dem Flughafen Paris-Orly. Schon am 13. Januar hatten palästinensische Terroristen versucht, auf dem Pariser Flughafen Orly ein israelisches Flugzeug mit Schüssen aus einem Granatwerfer zu zerstören. Sie verfehlten ihr Ziel, beschädigten eine jugoslawische Maschine und konnten unerkannt entkommen. Am 19. Januar lancierten sie den zweiten Anschlag. Sie versuchten, eine startbereite Boeing 747 der israelischen Gesellschaft El Al mit einer Panzerabwehrrakete zu treffen. Polizisten, die seit dem ersten Anschlag den Flughafen verschärft bewachten, feuerten auf die Terroristen, die daraufhin Handgranaten in eine Wartehalle warfen. Zwanzig Personen wurden verletzt. Die Flucht war den Terroristen versperrt, worauf sie sich mit Geiseln in einer Toilette verschanzten. Für die Freilassung ihrer Opfer verlangten sie die Ausreisemöglichkeit in ein nicht genanntes Land. Resultat: Die Geiseln wurden befreit und die Terroristen verliessen Frankreich sicher und unbehelligt. Sie landeten in Bagdad, wo sie angeblich verhaftet wurden. Die palästinensische Befreiungsorganisation PLO distanzierte sich von dem Anschlag und kündigte an, sie würde gegen dissidente Freischärler vorgehen.
  • 6. März 1975: Ein achtköpfiges Terror-Kommando der Al Fatah kommt per Boot aus dem Libanon nach Tel Aviv, besetzt das in Strandnähe gelegene Savoy-Hotel und tötet elf Israelis. Bei der israelischen Rettungsaktion am nächsten Morgen kommen sieben der Terroristen, acht Geiseln (ausländische Touristen) und drei IDF-Soldaten ums Leben. Im Jahr 2012 bewilligte die Verwaltung der Stadt Ramallah die Errichtung eines makabren Mausoleums zur Ehrung der Mörder.
  • 25.3.1975: Saudi-Arabiens König Feisal wird bei einem Attentat ermordet
  • 2.5.1975: David Beckham geboren in Leytonstone, London; britischer Fussballspieler, gilt als einer der besten Mittelfeldspieler; 1993-2003 bei Manchester United, 2003-2007 bei Real Madrid, danach bei Los Angeles Galaxy (von Januar bis März 2009 an AC Mailand ausgeliehen); mit Manchester sechsmaliger englischer Meister sowie 1999 Champions-League-Sieger
  • 25.6.1975: Wladimir Kramnik (Vladimir Kramnik; russisch: Владимир Борисович Крамник) geboren in Tuapse am Schwarzen Meer, Russland, der 14. Weltmeister im Schach seit seinem Sieg über Garri Kasparow im Jahr 2000; durch seinen Sieg über FIDE-Weltmeister Wesselin Topalow im Jahr 2006 hat er die Teilung der Schachwelt beendet; seine jüdische Identität ist unklar, von einigen wird aber gemutmasst, dass er höchstwahrscheinlich jüdische Wurzeln hat
  • 17.8.1975: Efrat Alony in Haifa als Tochter irakisch-jüdischer Einwanderer geboren, vornehmlich in Deutschland wirkende und in den letzten Jahren vor allem als Jazzsängerin aktive israelische Sängerin und Gesangspädagogin
  • 10.11.1975: Die UNO-Vollversammlung erlässt eine Resolution (Resolution 3379), in der der Zionismus als eine Form von Rassismus geächtet wird. Der amerikanische Botschafter Daniel Moynihan bezeichnete diese Resolution als „obszönen Akt“. Nach den Worten des israelischen Botschafters Chaim Herzog basierte sie auf „Hass, Hinterlist und Hochmut“. „Hitler“, so erklärte er, „hätte sich in dieser UN-Debatte völlig zu Hause gefühlt“. Der Bürgerrechtsanwalt Alan Dershowitz schrieb dazu: „Eine Welt, die den Juden, welche den Verbrennungsöfen Hitlers zu entkommen versuchten, ihre Türen verschloss, hat ganz gewiss nicht die moralische Überlegenheit, sich darüber beschweren zu dürfen, dass Israel Juden bevorzugt“. Fast alle nicht arabischen Befürworter der Resolution haben sich inzwischen entschuldigt und von ihrer damaligen Haltung distanziert. Als die Generalversammlung 1991 die Resolution wieder zurücknahm, sprachen sich nur ein paar arabische und muslimische Staaten sowie Kuba, Nordkorea und Vietnam dagegen aus.
  • 19.11.1975: Juan Carlos wird König von Spanien
  • 21. Dezember 1975: Im OPEC-Hauptgebäude in Wien nehmen Terroristen unter Führung von Carlos etwa 70 Geiseln, darunter elf Ölminister der OPEC-Länder. Die Geiselnehmer erschießen zwei Polizisten und einen irakischen OPEC-Angestellten, der sich ihnen entgegenstellte.
  • 1975-1993: Elijahu Bakshi Doron, sephardischer Grossrabbiner Haifas in den Jahren von 1975 bis 1993

Bücher

  • Joseph A. Fitzmyer, The Dead Sea Scrolls. Major Publications and Tools for Study, Montana 1975
  • G. Delling, Bibliographie zur jüdisch-hellenistischen und intertestamentarischen Literatur, Berlin (2. Auflage) 1975
  • P. Vielhauer, Geschichte der urchristlichen Literatur: Einleitung in das Neue Testament, die Apokryphen und die apostolischen Väter, Berlin 1975
  • C. Horowitz, Der Jerusalemer Talmud in deutscher Übersetzung. Band I: Berakhot, Tübingen 1975
  • Midrasch Haggadol on the Pentateuch: Levitikus, hrsg. A. Steinsaltz, Jerusalem 1975
  • E. Fleischer, Hebrew Liturgical Poetry in the Middle Ages, Jerusalem 1975 (hebr.)
  • C. Sirat, Jewish Philosophical Thought in the Middle Ages, Jerusalem 1975 (hebr.)
  • E. Z. Melammed, Bible Commentators, 2 Bände, Jerusalem 1975 (hebr.)
  • F. E. Talmage, David Kimhi: The Man and the Commentaries, Cambridge, Mass. 1975
  • Claude Lévi-Strauss, Strukturale Anthropologie II, 1975
  • Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen, 1975
  • Reinhard Lenze, Die ausserchristlichen Religionen bei Hegel, Göttingen 1975
  • Schalom Ben Chorin, Jüdischer Glaube, 1975
  • Gerd A. Wewers, Geheimnis und Geheimhaltung im rabbinischen Judentum, Berlin-New York 1975
  • Eric (Jitzchak) Zimmer, Aspects of Jewish Life in the Principality of Ansbach during the 17th and 18th Centuries (hebr.), Ramat Gan 1975
  • Reinhard Rürup, "Emanzipation und Antisemitismus" mit der These der Instrumentalisierung der im Volk verbreiteten Bereitschaft zur Suche nach Sündenböcken, 1975
  • David Vital, The Origins of Zionism, Oxford 1975
  • E. E. Urbach, The Sages. Their Concepts and their Beliefs, Jerusalem 1975
  • E. Z. Melammed, Bible Commentators, Jerusalem 1975 (hebräisch)
  • L. I. Levine, Caesarea under Roman Rule, Leiden 1975
  • Walter Laqueur, Der Weg zum Staat Israel, Wien 1975
  • Louis Lipsky, Memoirs in Profile, Philadelphia 1975
  • Caesar Seligmann, Erinnerungen (hrsg. von Erwin Seligmann), Frankfurt/M. 1975
  • Jehuda Reinharz, Fatherland or Promised Land. The Dilemma of the German Jew, 1893-1914, Ann Arbor 1975
  • E. H. Mervill, Qumran and Predestination. A theological study of the Thanksgiving Hymns, Leiden 1975
  • Joseph A. Fitzmyer, The Dead Sea Scrolls. Major Publications and Tools for Study, Montana 1975
  • J. S. Spiegel, Later (saboraic) additions in the Babylonian Talmud, Tel Aviv 1975 (hebräisch)
  • A. Weiss, Mechqarim ba-Talmud, Jerusalem 1975
  • D. Goodblatt, Rabbinic Instruction in Sasanian Babylonia, Leiden 1975
  • Otzar ha-Rabbanim, Tel Aviv 1975
  • G. Vermes, Post-Biblical Jewish Studies, Leiden 1975
  • I. M. Traube, Studies in texts and manuscripts of Tractate Kiddushin, New York 1975 (hebräisch)
  • W. G. Braude – I. J. Kapstein, Pesikta de-Rab Kahana, Philadelphia 1975
  • J. Fraenkel, Rashi's Methodology in his Exegis of the Babylonian Talmud, Jerusalem 1975 (hebr.)
  • D. Patte, Early Jewish Hermeneutic in Palestine, Missoula 1975
  • J. Becker, Wege der Psalmenexegese, Stuttgart 1975
  • Marinus de Jonge (Hrsg.), Studies on the Testaments of the Twelve Patriarchs, Leiden 1975
  • S. Samet, Di Jiddische Presse wos is gewen, Tel Aviv 1975
  • Qasimya Khairiya, Fawzi al-Qawuqji's Memoirs, 1936-1948, Beirut 1975 (arabisch)
  • Israel Shahak, Racism de l'état d'Israel, Paris 1975

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