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1968

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Ereignisse

  • 1968: Nobelpreis für Medizin an: Marshall Warren Nirenberg
  • 1968: Friedensnobelpreis an: René Cassin
  • 1968: „Prager Frühling“/Alexander Dubçeks „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ (durch Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes am 21.8.1968 gewaltsam beendet)
  • 1968: erste Flugzeugentführung durch die PLO
  • 1968: deutscher TV-Film „Kaddisch nach einem Lebenden“, Regie und Drehbuch Karl Fruchtmann
  • 1968: Gesa Ederberg (Gesa Shira Ederberg) in Deutschland geboren, eine von (Stand: 2009) drei Rabbinerinnen in Deutschland, konservative Gemeinderabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
  • 1968: Julien Chaim Soussan in Schluchsee geboren, deutscher orthodoxer Rabbiner
  • 1968: Shai Agassi geboren in Ramat Gan, Israel; israelischer Software-Unternehmer; gehörte 2001–2007 der SAP AG an und war dort seit 2002 Mitglied des Vorstandes; er verliess die Firma trotz eines bis 2010 laufenden Vertrags im Jahr 2007 und engagiert sich im Bereich alternativer Antriebstechniken von Kfz mit dem Projekt Better Place, das eine flächendeckende Infrastruktur für den Massenbetrieb von Elektroautos zur Verfügung stellen soll, sowie auf dem Gebiet der Umweltpolitik für die Zukunft Israels
  • 1968: Nissim Nasser (Nasim Nisr) im Libanon geboren, Hizbollah-Spion; sein Vater ist Muslim, seine Mutter Jüdin, die nach der Hochzeit zum Islam konvertiert war; Nissim Nasser ging 1982 nach Israel und erhielt später aufgrund des Law of Return die Staatsbürgerschaft; dort in Israel begann er, sich "mehr als libanesischer Patriot und Muslim zu fühlen"; im Jahr 2002 wurde er der Spionage für die Hizbollah überführt und erhielt eine 6-jährige Gefängnisstrafe; nach Absitzen der Strafe (er war zunächst noch im Nitzan Haftzentrum in Administrativhaft gehalten worden) wurde er im Juni 2008 an der Grenze zum Libanon (Rosch Hanikra-Übergang) dem Internationalen Roten Kreuz im Austausch gegen eine Kiste von Körperteilen israelischer Soldaten (sterbliche Überreste israelischer Soldaten, die im 2. Libanonkrieg 2006 gefallen waren) übergeben und in den Libanon abgeschoben, seine israelische Staatsbürgerschaft wurde (als Teil der Vereinbarung über seine Rückkehr in den Libanon) widerrufen; israelische Hoffnungen darauf, dass er als Tauschobjekt in die Verhandlungen über eine Rückgabe der entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev hätte einbezogen werden können, hatten sich zerschlagen
  • 1968: Erziehung zum Hass. Die arabischen Länder achten sorgfältig darauf, dass bereits den Schulkindern der Hass auf die Juden unverrückbar eingeimpft wird. So schrieb beispielsweise der syrische Erziehungsminister (abgedruckt in „Al-Thawra“, 3.5.1968): „Der Hass, den wir unseren Kindern von Geburt an einpflanzen, ist ein heiliger Hass.“ Nach dem Sechs-Tage-Krieg (1967) fanden die Israelis in arabischen Schulen in der Westbank Schulbücher, die rassistische und hasserfüllte Darstellungen von Juden enthielten: „Die Juden sind bis an die Enden der Erde zerstreut; sie leben verachtet und im Exil, weil sie von Grund auf lasterhaft, habgierig und Feinde der ganzen Menschheit sind und weil sie von ihrem verderbten Wesen dazu verführt wurden, ein Land zu rauben, in das sie sich und ihre Schande flüchten können“ (gemäss syrischem Bildungsministerium, religiöse Ordnungen). Und weiter: „Analysiere die folgenden Sätze: 1. Der Kaufmann reiste selbst auf den afrikanischen Kontinent. 2. Wir werden alle Juden aus den arabischen Ländern vertreiben.“ (Grundlagen der Syntax und Aussprache, syrisches Bildungsministerium 1963). Und weiter: „Die heutigen Juden sind die Nachkommen der Juden, die dem Propheten Mohammed Leid zufügten. Sie haben ihn verraten, haben den Vertrag mit ihm gebrochen und sich mit seinen Feinden gegen ihn verbündet …“ (Religionslehre; ägyptisches Bildungsministerium 1966). Und weiter: „Die Juden in Europa wurden verfolgt und verachtet, weil sie korrupt, gemein und verräterisch waren.“ (Geschichte der modernen Welt, jordanisches Bildungsministerium 1966, S. 150). In einem jordanischen Handbuch für Grundschullehrer von 1977 in der Westbank werden die Erzieher angewiesen, „in die Seele der Schüler die islamische Regel einzupflanzen, dass, wenn die Feinde auch nur einen Zoll islamischen Landes besetzen, der „jihad“ (der heilige Krieg) zur unabwendbaren Pflicht für jeden Muslim wird.“ Und es heisst weiter, dass die Juden ein Komplott zur Ermordung Mohammeds schmiedeten, als dieser noch ein Kind war. In einem anderen jordanischen Text, einem Gemeinschaftskundebuch von 1982, steht, dass Israel während des Libanonkriegs das Massaker der Palästinenser in Sabra und Schatila angeordnet habe; nicht erwähnt wird, dass die Vollstrecker dieser Anordnung Araber christlichen Glaubens waren. Eine Überprüfung syrischer Lehrbücher ergab, dass „das syrische Bildungssystem den Hass auf Israel und den Zionismus zu einem sich gegen alle Juden richtenden Antisemitismus ausweitet, der sich alter islamischer Motive bedient, um den angeblich ewig gleich bleibenden schlechten Charakter der Juden zu beschreiben, dessen wichtigster Grundzug der Verrat ist. Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass die Juden ausgerottet werden müssen.“ (Studie aus dem Jahr 2000: Meyrav Wurmser: The Schools of Ba´athism. A Study of Syrian Schoolbooks, Washington D. C. Middle East Media and Research Institute). Ein Beispiel: In einem Lehrbuch der 11. Klasse heisst es, dass die Juden die Muslime hassten und, von Neid getrieben, zur Feindschaft gegen sie aufriefen: „Die Juden scheuen keine Mühe, uns zu betrügen, unseren Propheten zu verleumden, gegen uns zu intrigieren und den Sinn der heiligen Schriften zu entstellen. Die Juden arbeiten Hand in Hand mit den Polytheisten und Ungläubigen gegen die Muslime, weil sie wissen, dass der Islam ihre Verschlagenheit und Gemeinheit blosslegt.“ – Eine arabische Übersetzung von Adolf HitlersMein Kampf“, die in Ostjerusalem und in den Gebieten unter palästinensischer Selbstverwaltung verbreitet wurde, entwickelte sich rasch zum Bestseller. Hin und wieder zeigt sich der arabische Antisemitismus auch innerhalb der Vereinten Nationen. Im März 1991 zum Beispiel verlas ein syrischer Delegierter vor der UN-Menschenrechtskommission eine Erklärung, in der den Kommissionsmitgliedern empfohlen wurde, ein „wertvolles Buch“ mit dem Titel „The Matzoh of Zion“ zu lesen, das der syrische Verteidigungsminister Mustafa Tlas verfasst hatte. In diesem Buch werden Ritualmordanklagen gerechtfertigt, die in der Blutklage von 1840 in Damaskus gegen die Juden erhoben wurden.
  • 1968: Gründung der Siedlung Mechola im Westjordanland/Jordantal (ca. 360 Einwohner im Jahr 2004)
  • 2.1.1968: Oleg Deripaska geboren in Dserschinsk, Oblast Nischni Nowgorod, einer der jüngsten russisch-jüdischen Oligarchen und mit einem geschätzten Vermögen von 21,2 Mrd. USD (Finans, 2007) der reichste Mann Russlands; den Grossteil seines Vermögens machte Deripaska im Aluminiumhandel, indem er an der Börse Anteilsscheine gezielt kaufte und diese in Aktien des Aluminiumwerkes Sajansk tauschte; er baute sich sein Imperium mit skrupellosen Methoden auf, die Aluminiumindustrie erlebte die gewalttätigsten und kriminellsten Auseinandersetzungen der 90er Jahre (geprägt von Gewalt und Betrug auf höchstem Niveau, Mafia-Clans kämpften um ihre Pfründe, die Zahl der ermordeten Manager wird auf ca. 100 geschätzt), dabei erwies er sich zwar als einer der aggressivsten Player, aber durchaus auch mit einem feinen Gespür für das, was geht und was nicht geht; protegiert wurde er bei seiner beispiellosen Karriere in der Aluminiumwelt von den zwielichtigen Tschernoi-Brüdern, die zur Zeit des „Aluminiumkrieges“ riesige Gewinne im Schwarzhandel gemacht und anschliessend ihr Vermögen gewaschen haben; Michail Tschernoi hat sich nach Israel abgesetzt und lenkt heute von Tel Aviv aus seine internationalen Geschäfte; vorgeworfen wurden ihm Geldwäsche, Erpressungen, Kontakte zur Mafia, Rauschgifthandel, Verstrickung in Morde etc., doch keines der Verfahren führte bisher zu einer Verurteilung, da gerade die russischen Behörden blockten und die Verfahren verhinderten; Deripaska zeigte seinem Förderer dann schnell, dass seine Lehrjahre vorbei waren; 1997 erlangte er die Kontrolle über den Sajansk Aluminiumkonzern durch die dubiose Ausgabe neuer Aktien, die den bisherigen Haupteigentümer, die Londoner Trans-World Group von Tschernoi, ausbootete; später wurde der ins Exil geflüchtete Tschernoi ausbezahlt; finanziert wurden viele Deals von seinem Studienfreund Andrej Melnitschenko, der mit seiner MDM-Bank nach der Rubelkrise in die Top-Liga der russischen Oligarchen aufstieg; erst im Jahre 2000 gelang dann die Konsolidierung der Industrie, als Deripaska mit seinem mächtigsten Konkurrenten Roman Abramowitsch eine Fusion zum allmächtigen Russian Aluminium (RUSAL)-Konzern einging; beide kontrollierten je 50%, und Deripaska wurde Konzernchef. RUSAL zählt mit ca. 80% der russischen Aluminiumproduktion zu den grössten Metallkonzernen der Welt; sein Partner Abramowitsch versilberte 2003 zahlreiche seiner Beteiligungen und verkaufte Deripaska einen 25%-Anteil an RUSAL für 2 Mrd. USD, so dass Deripaska nun einen 75%-Anteil hält. 2005 verklagten ihn seine ehemaligen Partner bei Trans-World, die Reuben-Brüder aus London; sie fordern 300 Millionen USD Schadenersatz, da Deripaska hohe Werte aus dem Konzern auf Scheinfirmen verschoben haben soll; daneben verfügt Deripaska über seine Beteiligungsholding Basic Element (BasEl) über Anteile im Automobilsektor (Partner: Abramowitsch), im Energiesektor (hier hat er die Sympathie und Hilfe seines Freundes Anatoli Tschubais), beim Flugzeugproduzenten Aviacor und der grössten Versicherungsgesellschaft Ingosstrakh; 2005 verkündete Deripaska die Gründung einer eigenen Ölgesellschaft, ist aktiv im Moskauer Baumarkt, baut ein Wasserkraftwerk in Tadschikistan usw.; Oleg Deripaska studierte Betriebswirtschaft an der staatlichen Plechanow-Hochschule Moskau und schloss mit Auszeichnung ab, er hat beste Kontakte zur russischen Regierung, sehr gute Beziehungen zu Putin, der Vater seiner Frau Polina Jumaschewa ist verheiratet mit Boris Jelzins sehr mächtigen Tochter Tatjana Djatschenko
  • Januar 1968: Arbeiterpartei: "Mifleget HaAwoda HaIsraelit", gegründet im Januar 1968. Die Arbeiterpartei ist eine Union aus drei sozialistischen Parteien. Der Hauptpartner und auch die älteste Partei Israels ist Mapai ("Mifleget Po'alei Eretz Israel" - "Partei der Arbeiter Eretz Israels"). Mapai entstand 1930 durch die Verschmelzung zweier älterer Gruppen, "Achdut HaAwoda" - "Arbeitervereinigung" (1919) und "HaPoel HaTzair" - "Der junge Arbeiter" (1905), Ben Gurions erster Partei. Mapai wurde bald die dominante Partei im Jischuw. Nach der Staatsgründung hatte sie 29 Jahre lang die Dominanz in der Regierung (ab 1968 als Teil der Arbeiterpartei). Mapai ist die Partei David Ben Gurions, Levi Eschkols, Abba Ebans, Golda Meirs, Jitzchak Rabins und Shimon Peres'. Der zweite Partner in der Arbeiterpartei ist "Achdut HaAwoda Poalei Zion - "Arbeitsvereinigung der Arbeiter Zions". Sie wurde 1944 gegründet, als sich eine Gruppe von Mapaimitgliedern aus Protest gegen reformistische Tendenzen ablöste. Mapam vertritt eine marxistische Ideologie und erhielt seine Unterstützung vor allem in den Kibbutzim. Mapam schloss sich 1965 wieder an Mapai an. 1968 beteiligte sich Mapam an der Gründung der Arbeiterpartei. Der dritte Bestandteil der Arbeiterpartei ist Rafi ("Reschimat Poalei Israel" - "Israelische Arbeiterliste"). Rafi wurde 1965 von Ben Gurion nach einer Auseinandersetzung mit Levi Eschkol gegründet. Als sich die meisten Rafi-Mitglieder 1968 der neuen israelischen Arbeiterpartei anschlossen, blieben Ben Gurion und einige seiner Anhänger ausserhalb und bildeten eine eigene winzige Partei, die Staatsliste. Seit ihrer Gründung bildete die Arbeiterpartei gemeinsam mit Mapam ein Wahlbündnis (Ma´arach), zu dem auch zwei arabische Listen gehörten. 1984 verliess Mapam den Ma´arach, da er sich weigerte, mit dem Likudblock eine grosse Koalition einzugehen. Vor den Wahlen 1999 bildete Ehud Barak aus der Arbeiterpartei, der politischen Gruppe um David Levy, „Gescher", und der sozialen religiösen Gruppierung um Abraham Burg „Meimad" die „Achat Israel" - „Ein Israel" Partei, die bei den Wahlen zur 15. Knesset im Mai 1999 26 Mandate erhielt.
  • Februar 1968: Nachdem der französische Präsident Charles de Gaulle 50 bereits bezahlte und gebaute Mirage aufgrund des Sechstagekrieges nicht nach Israel ausliefern lassen wollte, bemühte sich im Februar 1968 eine „Beschaffungskommission des Staates Israel in Paris“ um die Baupläne der Triebwerke der Mirage des Schweizerischen Lizenzbauers; nachdem die Schweizer Firma den Verkauf ablehnte, bestach der Mossad einen Mitarbeiter des Schweizer Unternehmens mit $ 200.000 und schaffte demonstrativ 47 Zentner Akten über die Bundesrepublik Deutschland nach Israel; allerdings ist auch die Ansicht vertreten worden, dass dies mit insgeheimer Unterstützung der Franzosen geschah, die nur offiziell keine Waffen an Israel liefern wollten
  • Februar 1968: In Deutschland (Hamburger Operettenhaus) Uraufführung von Anatevka mit Shmuel Rodensky in der Hauptrolle
  • 21. März 1968: Schlacht von Karame
  • 4. April 1968 Martin Luther King in Memphis erschossen
  • 12. April 1968: In der arabischen Stadt Hebron lassen sich erstmals wieder Juden nieder: Eine Gruppe von mehreren Personen feiert dort Pessach und erklärt den Willen, auf Dauer dort zu leben; sie haben sich an ihr Versprechen gehalten ... (vgl. Mosche Levinger)
  • 21. April 1968: Christoph Meili geboren, ein Schweizer „Whistleblower“, der aus Zivilcourage die Vernichtung von Bankbelegen, die im Zusammenhang mit dem nationalsozialistischen Massenmord an den Juden standen, vereitelte; Meili arbeitete 1997 als Nachtwächter bei der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) und beobachtete, dass zahlreiche Belege über Bankbeziehungen mit jüdischen Holocaust-Opfern für den Shredder bereitgestellt wurden; einige dieser Belege nahm er mit nach Hause und übergab sie bald darauf Vertretern einer jüdischen Organisation; diese übergaben die Dokumente sogleich der schweizerischen Kriminalpolizei; die Schweizer Behörden reagierten mit einem Haftbefehl gegen Christoph Meili, da er mit seinem Handeln gegen das Bankgeheimnis verstossen und zudem „Bankeigentum“ (aus Sicht der Bank Müll!) entwendet hatte; Meili flüchtete in die USA und ist bislang der einzige Schweizer, der je um politisches Asyl in den USA bat und es auch erhielt; im selben Jahr wurde der Schweizer Haftbefehl aufgehoben, und Meili hätte eigentlich in die Schweiz zurückkehren können; trotz Zusagen von US-Anwälten und -Politikern musste er vor Gericht um die zugesagte Entschädigung kämpfen und erhielt schliesslich 1 Mio. US-Dollar zugesprochen, wovon ihm nur ein Viertel übrig blieb, der Rest musste an Anwälte und Gerichte gezahlt werden; auch seine Ehe ging in die Brüche; er erhielt von einer jüdischen Organisation ein Stipendium und studierte in New Jersey Kommunikationswissenschaften, arbeitete aber anschliessend wieder als Wachmann; im Mai 2005 wurde er amerikanischer Staatsbürger; in der Schweiz wurde Meili wüst beschimpft, erhielt Morddrohungen, wurde und wird immer noch weithin als „Nestbeschmutzer“ und „Verräter“ angesehen, der insbesondere durch den umstrittenen Anwalt Ed Fagan benutzt wurde, um zweifelhafte Gerichtsverfahren, nun gegen alle Schweizer Banken, anzustrengen; auch von vielen anderen interessierten Kreisen wurde Meili instrumentalisiert und für die je eigenen Zwecke vorgeführt, ohne über Mittel zur Gegenwehr zu verfügen
  • Mai 1968: Pariser Mai
  • 5. Juni 1968: In Los Angeles schiesst der Palästinenser Sirhan Sirhan (Sirhan Bishara Sirhan, geb. 19.3.1944 Jerusalem) auf US-Senator Robert F. Kennedy, der 26 Stunden später seinen Verletzungen erliegt. Ob Sirhan Sirhan der Mörder war (oder ein anderer Schütze, der zugleich am Tatort anwesend war) sowie überhaupt die näheren Tatumstände sind bis heute unklar geblieben.
  • 9.6.-19.6.1968: 27. Zionistischer Weltkongress
  • 24.6.1968: Boris Gelfand in Minsk geboren, ehemals weissrussischer Schachmeister, der für Israel spielt; er wohnt heute in Rischon LeZion; seine ersten grossen Erfolge stellten sich Ende der 1980er Jahre ein, seit Beginn der 1990er Jahre zählt er beständig zu den Super-Grossmeistern im Schach; 1985 wurde er sowjetischer Juniorenmeister; 1988 gewann er gemeinsam mit Alexei Drejew die Jugendeuropameisterschaft in Arnheim; den Grossmeistertitel verlieh ihm die FIDE 1989; Gelfand gewann gemeinsam mit Wassyl Iwantschuk das Interzonenturnier von Manila im Jahre 1990 und qualifizierte sich erstmals für das Kandidatenturnier; er schied im Viertelfinalwettkampf (Brüssel 1991) gegen den nachmaligen Gewinner der Kandidatenkämpfe, den Engländer Nigel Short, mit 3-5 (+2, -4, =2) aus; 1993 siegte Gelfand beim Interzonenturnier in Biel/Bienne und qualifizierte sich abermals für die Kandidatenkämpfe; nachdem er zunächst Michael Adams besiegt hatte (mit 5-3 (+3, -1, =4) in Wijk aan Zee 1994), schlug er überraschend den späteren Weltmeister Wladimir Kramnik mit 4,5-3,5 (+2, -1, =5) (in Sanghi Nagar/Indien 1994); erst Anatoli Karpow stoppte Gelfand, als er ihn 6-3 schlug (+1, -4, =4 aus Gelfands Sicht, in Sanghi Nagar/Indien 1995); auch nachdem die FIDE die klassische Ermittlung des Herausforderers des Weltmeisters, nämlich durch Zonen-, Interzonen- und Kandidatenturniere, abgeschafft hatte, zeigte sich Gelfand erfolgreich bei seinen Versuchen, in den Weltmeisterschaftskampf einzugreifen; bei der ersten FIDE-WM im K.-o.-System in Groningen 1997 gelangte er ins Halbfinale, wo er Viswanathan Anand unterlag; 1999 schied er gegen den späteren Turniersieger Alexander Chalifman aus; in New Delhi 2000 schied er gegen den späteren Finalisten Alexei Schirow aus; in Moskau 2001 unterlag er Pjotr Swidler; an der FIDE-WM in Tripolis 2004 nahm er nicht teil, da die libysche Staatsführung die israelischen Schachspieler erst nicht einreisen liess und dies kurz vor Turnierbeginn nur ohne Sekundanten gestattete; im WM-Zyklus 2006/2007 griff die FIDE wieder auf den Modus der Kandidatenturniere zurück; Gelfand hatte sich beim FIDE-Weltpokal 2005 in Chanty-Mansijsk (RUS) für die Kandidatenkämpfe qualifiziert; diese fanden im Mai und Juni 2007 in Kalmückien (RUS) statt, wo er durch Siege über Rustam Kasimjanov und Gata Kamsky schliesslich zu den acht Spielern gehörte, die im September an der Schachweltmeisterschaft 2007 in Mexiko-Stadt teilnehmen durften; der Wettkampf wurde als Rundenturnier – also jeder gegen jeden mit Hin- und Rückrunde – ausgeführt; mit 8 Punkten aus 14 Partien erreichte Gelfand hinter Viswanathan Anand und Kramnik den dritten Platz, der damit sein grösster damaliger Erfolg bei einer Weltmeisterschaft war; im Dezember 2009 gewann er den Schach-Weltpokal in Chanty-Mansijsk; im Finale setzte er sich nach Stichkampf gegen Ruslan Ponomarjow durch; zu Gelfands weiteren grossen Turniererfolgen gehören die Siege in Moskau 1992, Dos Hermanas 1994, Belgrad 1995, Wien 1996, Polanica Zdrój 1998 und 2000, Cannes 2002 sowie auf Bermuda 2005; Gelfand gewann ausserdem 2002 das Schnellschachturnier in Cap d’Agde, das ein Jahr später im selben Modus als Schnellschachweltmeisterschaft der FIDE ausgetragen wurde; bei den Schacholympiaden vertrat er 1990 die UdSSR-Auswahl, 1994 und 1996 Weissrussland; seit seiner 1998 erfolgten Auswanderung nach Israel ist er Spitzenspieler des israelischen Nationalteams, mit dem er bei der Schacholympiade 2008 die Silbermedaille holte; insgesamt erzielte er bei acht Olympiaden 48,5 Punkte aus 79 Partien; seine höchste Platzierung in der Weltrangliste war der dritte Platz im Juni 1991; seine höchste bisherige ELO-Zahl ist 2761 (Januar 2010); für die weitere Entwicklung siehe im Artikel Boris Gelfand
  • 15. Oktober 1968: Die PLO lehnt die Resolution 242 vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Erklärung ab, dass die „Durchführung besagter Resolution zum Verlust aller Hoffnungen auf Frieden und Sicherheit in Palästina und im Nahen Osten“ führe, während Israel betont hatte, die Resolution anzuerkennen und mit den arabischen Staaten zu Übereinkünften kommen zu wollen.
  • Dezember 1968: Im Dezember 1968 kaperten Mossad-Agenten acht Raketenboote, die im französischen Cherbourg für Israel gebaut worden waren, die Präsident Charles de Gaulle aber nicht ausliefern lassen wollte; im November 1968 verschwand der 1142 BRT-Uranfrachter „Scheersberg A“ auf dem Weg von Antwerpen nach Genua spurlos; es wird angenommen, dass er den Schnellbooten auf ihrem Weg nach Israel als Versorgungsschiff diente und gleichzeitig Uraninit nach Israel transportierte
  • 1968-1970: Der Abnützungskrieg fordert einen hohen Preis, doch Israel trotzt der Herausforderung. Trotz ihrer schweren Niederlage im Sechs-Tage-Krieg verzichten die Ägypter fortan nicht auf Waffengewalt gegen Israel. Immer wieder greifen sie die israelischen Truppen am Suez-Kanal an. Nasser glaubte, dass Israel einen länger anhaltenden Krieg nicht durchhalten könne, da der Grossteil des israelischen Heeres aus Reservestreitkräften bestand. Seiner Ansicht nach konnte Israel die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Dauermobilmachens nicht über längere Zeit verkraften, und die ständigen Kampfhandlungen würden, so hoffte er, die Moral der Israelis untergraben. Am 8. März 1969 erklärt Präsident Nasser die seit Juni 1967 bestehende Waffenruhe für beendet und schürt von da an die Grenzkonflikte, die sich zu einem täglich stattfindenden Zermürbungskrieg (Milchemet HaChatascha) entwickeln. In der konsequenten Durchführung unterscheidet sich die ägyptische Aggression deutlich von den häufigen, doch eher punktuellen Feindseligkeiten an den übrigen Grenzen Israels. Der Krieg der Ägypter dauert ein Jahr und fünf Monate bis zum 7. August 1970. Nach schwerem Artilleriebeschuss der am Suez-Kanal stationierten israelischen Soldaten setzt Israel im Sommer 1969 Flugzeuge gegen die ägyptischen Truppen ein. Erst danach gehen die ägyptischen Angriffe zurück. Ausserdem dringt die israelische Armee mehrmals tief auf ägyptisches Gebiet vor. Zu den kühnsten Unternehmen der Israelis gehören ein Angriff auf die befestigte Insel Ganim im Golf von Suez und die Erbeutung einer sowjetischen Radaranlage, die samt ihren ägyptischen Bedienern aus Ägypten ausgeflogen wird. Bei den ständigen Gefechten erleiden beide Kriegsparteien hohe Verluste. Auf die Besorgnis der Bevölkerung antwortet Moshe Dayan im August 1969 mit folgenden Worten: »Als der Schöpfer zum jüdischen Volk sagte: "Fürchtet euch nicht, Knechte Jakobs", hat er ihm keine Versicherungspolice gegeben. Vielmehr ist uns ein ständiger Kampf vorbestimmt, und wir dürfen der Furcht nicht nachgeben.« Im August 1970 waren die dauerhaften Bemühungen der USA, ein Interimsabkommen zu schliessen, das den Kanal öffnen und einen Teilabzug der Truppen erreichen sollte, erfolgreich. Israel verlor im blutigen Zermürbungskrieg 15 Kampfflugzeuge, von denen die meisten von Flugabwehrgeschützen und -raketen abgeschossen wurden. Auf israelischer Seite fielen 1 424 Soldaten, ausserdem kamen über 100 Zivilisten ums Leben; weitere 2 000 Soldaten und 700 Zivilisten wurden verletzt.

Bücher

  • Marc Philonenko, Joseph et Aséneth, Leiden 1968
  • Marc Philonenko, Le Testament de Job, Paris 1968
  • H. Schreckenberg, Bibliographie zu Flavius Josephus, Leiden 1968
  • A. G. Wright, The Literary Genre Midrash, Staten Island, New York 1968
  • W. G. Braude, Pesikta Rabbati. Discourses for Feasts, Fasts, and Special Sabbaths, 2 Bände, New Haven/London 1968
  • S. Lieberman, Siphre Zutta (The Midrash of Lydda), New York 1968 (hebräisch)
  • B. de Vries, Mechqarim be sifrut ha-Talmud, Jerusalem 1968
  • S. A. Wertheimer, Bate Midraschot I, 2 Bände, Jerusalem 21968 (Hekhalot Rabbati)
  • E. E. Urbach, The Tosafists: Their History, Writings and Methods, Jerusalem 31968 (hebr.)
  • J. Schlanger, La philosophie de Salomon ibn Gabirol, Leiden 1968
  • J. Dan, The Esoteric Theology of Askenazi Hasidism, Jerusalem 1968 (hebr.)
  • Joseph Bloch, Historique de la communauté juive de Haguenau des origines à nos jours, o. O. 1968
  • Franz Hundsnurscher, Gerhard Taddey, Die jüdischen Gemeinden in Baden: Denkmale, Geschichte, Schicksale, Stuttgart 1968
  • Alexander Winter, Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moisling/Lübeck, Lübeck 1968
  • C. A. Macartney, The Habsburg Monarchy, London 1968
  • Albert Massiczek, Der menschliche Mensch. Karl Marx' jüdischer Humanismus, Wien 1968
  • Albert Massiczek, Antisemitismus. Die permanente Herausforderung, Wien 1968
  • Shlomo Na'aman, Ferdinand Lassalle. Deutscher und Jude, Hannover 1968
  • D. W. Halivni, Sources and Traditions (hebräisch), Band 1, Tel Aviv 1968 (Band 2 Jerusalem 1975)
  • Jacob Jacobson, Jüdische Trauungen in Berlin 1759-1813, Berlin 1968
  • Ernst (Ernest) Hamburger, Juden im öffentlichen Leben Deutschlands, 1968
  • F. Ellermeier, Prophetie in Mari und Israel, Herzberg 1968
  • G. Weisbord, African Zion, London 1968
  • Amos Oz, Mein Michael, 1968 (deutsch 1970)
  • I. B. Singer, Gimpel der Narr. Ausgewählte Erzählungen, Reinbek bei Hamburg 1968
  • Leo Rosten, Joys of Yiddish, 1968
  • G. Fohrer, Das Alte Testament (drei Teile in 2 Bänden), Gütersloh 1968-1970
  • Karl-Heinrich Rengstorf und Siegfried von Kortzfleisch (Hrsg.), Kirche und Synagoge. Handbuch zur Geschichte von Christen und Juden, 2 Bde., Stuttgart 1968 ff.
  • Biblia Hebraica Stuttgartensia (BHS) (Karl Elliger, Wilhelm Rudolph), 1968 ff.
  • A. Diez-Macho, Neophyti I. Targum palestinese MS de la Biblioteca Vaticana, Madrid-Barcelona 1968 ff.

Zeitungen und Zeitschriften

  • Seit 1968: Frankfurter jüdisches Gemeindeblatt (6 Frankf./M., Hebelstr. 17), monatlich

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