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1900 v. d. Z.

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Ereignisse

  • Ab 1900 v. d. Z.: Die Patriarchen: Abraham, Isaak und Jakob. Abraham und Sarah stehen am Eingangstor zur Geschichte Israels, sie sind die Ureltern des jüdischen Volkes (genealogisch gesehen gilt Abraham noch nicht als der Ahnvater Israels schlechthin, denn er hatte wie auch Isaak noch Söhne, die nicht Erben der Verheissung waren – erst Jakob / Jacob = Israel gilt darum als der eigentliche Ahnherr der 12 Stämme Israels [Jakob, Jaakow; biblische Etymologie: Fersenhalter; mundartlich Jankew, jüdisch-deutsche Nebenform Koppel, verwandte aramäische Namen: Akiba, Ukba; der jüngere Sohn Isaaks, dritter Erzvater, Gemahl Leas und Rahels, Ahnherr der 12 Stämme Israels, selber Israel genannt; Gewinn der Erstgeburt Esaus durch Kauf und List, Traum von der Himmelsleiter, Kampf mit dem Engel; Jakobs-Segen, Gen. 49: Sprüche und Weissagungen über die Stämme], Abraham repräsentiert aber als erster Bekenner des Monotheismus die Möglichkeit, zum wahren Gottesdienst zu finden, und gilt darum als „Vater“ der Proselyten), sie schlossen angeblich den ersten Bund mit Gott (Abraham-Bund, Bund der Beschneidung im Unterschied zum späteren Sinai-Bund). Abraham ist ältester der drei Erzväter, Ahnherr Israels, aus Ur Kasdim (im südlichen Mesopotamien, heute Irak) über Haran (Syrien) in K(a)naan nach dem Tode seines Vaters Terach eingewandert, machte dort Mamre im Süden der Berge von Judäa (das heutige Hebron) zum Zentrum der Familie, besteht die Prüfung der Sohnesopferung (Akeda), Gatte der Sarah und Hagar, Vater Isaaks und Ismaels, in der Höhle Machpela (Hebron) begraben, die Abraham als Begräbnisort für seine Frau Sara und seine Familie von Efron gekauft hatte. Zu solchen Orten kehrten die Sippen immer wieder zurück, um ihre Toten zu begraben, doch auch um Neuigkeiten auszutauschen, Geschäfte abzuschliessen und Ehen auszuhandeln. Beide Parteien waren sich bewusst, dass es ein bedeutender Akt war, wenn ein Fremdling ein derartiges Grundstück erwarb. Nach dem Kauf durfte Abraham dort nicht nur seine Toten begraben, sondern besass nun auch für seinen ganzen Stamm ein Bleiberecht in dem Land. Zwar ist die Frage, ob diese Gründerfiguren tatsächlich historische Gestalten waren, zwischen Bibelkundlern und Archäologen noch umstritten, aber was die Welt der Patriarchen ganz allgemein betrifft, so ist man sich doch weitgehend darüber einig, dass sie ins frühe 2. Jahrtausend v. d. Z. zu datieren sei. Die Patriarchen und ihre Sippen waren im wesentlichen Hirten, nicht Ackerbauern. Die Beziehungen zwischen Städtern und Nomaden waren, wie man sich denken kann, höchst konfliktträchtig, wie beispielsweise Genesis 34 schildert. Ur war einer der ältesten und mächtigsten Stadtstaaten von Sumer, dem südlichen Teil Babyloniens. An der Wende zum 2. Jahrtausend v. d. Z., dem Beginn der Mittleren Bronzezeit in Kanaan und der Zeit, als Abraham vermutlich zu seiner Reise aufbrach, stand Ur in voller Blüte und beherrschte zahlreiche andere Stadtstaaten der Region. Es gab noch eine zweite Stadt namens Ur, und zwar in der Umgebung von Ebla. Könnte vielleicht dieses Ur – in Nordsyrien und nahe bei der Stadt Haran gelegen, wo Abraham mit den Seinen auf dem Weg nach Kanaan längere Zeit Station machte – die Stadt sein, von der das Buch Genesis spricht? Möglicherweise hat sich der Schreiber, der später den Verweis auf Chaldäa hinzusetzte, ganz einfach geirrt. Man kann nur spekulieren.


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