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1889

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Ereignisse

  • 8.2.1889-26.11.1966: Siegfried Kracauer (eigentlich: Krakauer), geb. Frankfurt a. M., gest. New York, Soziologe, Journalist und Schriftsteller, sicherlich einer der bedeutendsten Kulturphilosophen des 20. Jhdts.; ursprünglich Architekt (Dr.-Ing. 1914; arbeitete als Architekt bis 1920 u. a. in Osnabrück, München und Frankfurt/M.); ab 1920 bis 1933 (leitender) Film- und Literaturredakteur der Frankfurter Zeitung in Frankfurt, dann ab 1930 in Berlin (Zusammenarbeit mit Walter Benjamin und Ernst Bloch), 1933 Emigration (zunächst nach Paris, dann, 1940, nach grossen Schwierigkeiten, in die USA [New York; US-Staatsbürgerschaft 1946; wo er blieb, er wollte nicht zurückkehren nach Deutschland, zu den "Spukgestalten von damals", in eine "verpestete Luft", wo "man nicht weiss, wem man die Hand gibt"]); 1941-1943 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Museum of Modern Art Film Library; während des Krieges und auch danach Mitarbeiter der "Voice of America"; 1952-1958 tätig für das "Bureau for Applied Social Research" an der Columbia University; - Gesellschaftsanalysen und Romane über die Mittelschicht der Intellektuellen, der Angestellten und die sie umgebende Halb- und Oberflächenwelt; als Quellen und Dokumente dienten Operette, Revue, Boulevard, Reklame und Film, in deren Strukturen sich die Gesellschaft (auch die präfaschistische) spiegelt; Werke (u. a.): „Soziologie als Wissenschaft“, 1922; „Ornament der Masse“, 1927 (man erkennt die Auseinandersetzung mit Max Weber sowie seinem Lehrer Georg Simmel); Roman über den ersten Weltkrieg "Ginster", 1928; Die Biographie als neubürgerliche Kunstform, 1930; „Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland“, 1930; "Orpheus in Paris" (über Jacques Offenbach), 1937; Kracauer blieb vor allem im Gedächtnis der Nachwelt durch seine filmtheoretischen Schriften (u. a. auch eine Geschichte des deutschen Films): From Caligari to Hitler, A psychological history of the German film, 1947; Theory of the film, 1960; -- Strassen in Berlin und anderswo, 1964; The last things before the last, 1969; Adorno sah in Kracauer einen der wichtigsten Anreger für seine eigenen kulturphilosophischen Arbeiten; auch Tucholsky schätzte Kracauers Schriften als erstklassiges wissenschaftliches Erzeugnis; von Kracauer stammt der Begriff der "Zerstreuungsfabrik", mit der die herrschende Schicht das breite Publikum in die Irre leite
  • 19.3.1889: Uraufführung des Lustspiels "Wilddiebe" am Burgtheater in Wien (von Herzl gemeinsam mit Hugo Wittmann verfasst; es wurde in der Folge auf vielen bedeutenden Bühnen gegeben und war – ausnahmsweise – auch ein finanzieller Erfolg); auch ein harmlos-lustiger Einakter, "Der Flüchtling", den Herzl 1887 in wenigen Tagen zur Finanzierung seiner Italienreise geschrieben hatte, wurde Anfang Mai 1889 mit gutem Erfolg im Burgtheater erstaufgeführt

Bücher

Zeitungen und Zeitschriften

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