Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

1842

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender

| 18. Jahrhundert | 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert |
| 1810er | 1820er | 1830er | 1840er | 1850er | 1860er | 1870er |
◄◄ | | 1838 | 1839 | 1840 | 1841 | 1842 | 1843 | 1844 | 1845 | 1846 | | ►►

Ereignisse

  • 4.2.1842-19.2.1927: Georg Brandes, geboren als Georg Morris Cohen Brandes, dänisch-jüdischer Kritiker und Literaturwissenschaftler, Philosoph und sprachbegabter Schriftsteller von ausserordentlichem Einfluss, Wegbereiter neuer Talente von Nietzsche bis Lagerlöf; geb. und gest. in Kopenhagen, vertrat eine aufklärerisch positivistische, antiklerikale Weltanschauung und naturalistische Ästhetik, vermittelte zwischen skandinavischer und deutscher Geisteswelt, machte aber auch die polnische und russische Literatur in Dänemark bekannt; er studierte Rechtswissenschaften und Philosophie in Kopenhagen, bereiste halb Europa, lebte zwischen 1877 und 1882 in Berlin und wurde 1902 (nach einer früheren Ablehnung durch dieselbe Universität wegen seines Judentums – da sich kein annähernd gleich Qualifizierter fand, blieb die Professur unbesetzt) als Professor für Philosophie an die Universität Kopenhagen berufen; 1888 hielt er Vorlesungen über Nietzsche, mit dem er in Briefkontakt stand; schrieb geistreiche Essays und Biographien, z. B. über Goethe, Michelangelo, Shakespeare, Voltaire, Benjamin Disraeli; gab Ibsens Werke in Deutschland heraus; politisch war er nationalradikal; Nietzsche hat ihn zweifellos auch elitärer werden lassen; dem Judentum gegenüber war er lange indifferent, bis er nach dem 1. Weltkrieg engagierter Zionist wurde – im brieflichen Kontakt zu Herzl 1896 hatte Brandes sich allerdings noch skeptisch geäussert: Herzl hatte Brandes den „Judenstaat“ mit Brief vom 13.11.1896 geschickt und um Stellungnahme gebeten; in seiner Antwort vom 7.12.1896 spielte Brandes dann auf die Anekdote des Bankiers Joseph Mendelssohn an, der dem preussischen König Friedrich Wilhelm IV. auf die Frage nach seinem Wunsch bezüglich der Rückkehr der Juden in ihr Land geantwortet haben soll, er wünsche nur der Gesandte dieses Judenstaates in Berlin zu sein; Herzl wiederum antwortete am 10.12.1896 und zeigte sich enttäuscht über so wenig Begeisterung auf Seiten Brandes': " ... Ich hätte geglaubt, dass die Idee meiner Staatsschrift Sie stärker zu Liebe oder Hass erregen würde. Es ist doch nichts Kleines: die Renaissance einer ebenso berühmten als verkommenen Nation. Ich hätte wenigstens vermuthet, dass die Schönheit der Unternehmung die Saiten der Harfe erbeben machen würde, die Sie zweifellos in sich haben ... "
  • 5.5.1842-8.5.1842: Hamburg wird von einem verheerenden Brand heimgesucht (ein Drittel der Hamburger Altstadt zerstört, über 50 Tote, ca. 20 000 Obdachlose)

Bücher

Zeitungen und Zeitschriften

1842 in Wikipedia