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1720

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Ereignisse

  • 1720-1774: Simon von Geldern (Simon van Geldern), geb. 1720 in Wien, nach anderen Quellen in Düsseldorf, gest. 1774 (nach anderen Quellen erst 1788!) in Vorbach/Lothringen, „der Orientalische“ oder „der Morgenländer“, war Reisender, Schriftsteller und Abenteurer. Simon von Geldern war der Grossonkel Heinrich Heines, der ihn in seinen Memoiren zutreffend als Abenteurer und utopischen Träumer beschreibt. Durch seine ausgedehnten Reisen in den Orient bekam er seinen Beinamen. Er verbrachte viele Jahre in den Hafenstädten Nordafrikas, insbesondere der marokkanischen Staaten, wo er das Handwerk des Waffenschmieds erlernte und mit Erfolg weiter ausübte. Er pilgerte auch nach Jerusalem. Auf dem Berg Moria soll er während eines Gebets eine Vision gehabt haben. Später wurde er von einem plündernd umherziehenden Beduinenstamm in der nordafrikanischen Wüste als Anführer gewählt. Dann verweilte er an den Höfen Europas und musste später die Flucht nach England ergreifen, da seine zu intensiven Beziehungen zu einer Dame höheren Standes entdeckt wurden. Er behauptete, ein Kenner der Kabbala zu sein und veröffentlichte eine französische Schrift mit dem Titel „Moise sur Mont Horeb“, die wahrscheinlich in Bezug zu seiner Vision dort steht. 1753 sah er die Genisa der Esra-Synagoge von Kairo, durfte sie jedoch nicht untersuchen, da es hiess, jeder, der die geheiligten Seiten berühre, würde von Unheil befallen. Simon von Geldern, auch genannt „der Chevalier von Geldern“, schrieb Tagebücher, die Heinrich Heine auf dem Dachboden seines Onkels Simon in der Mertensgasse 1 (so genannte Arche Noä) in Düsseldorf fand.

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