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1050

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Ereignisse

  • Um 1050: Um die Mitte des 11. Jhdts. trat im Vorderen Orient eine neue, höchst gefährliche Macht auf: die ursprünglich aus Zentralasien stammenden Seldschuken. Ihre Hauptstadt war zuerst Isfahan, später Bagdad. Teile dieses Volkes überrannten den Osten Kleinasiens und bedrohten wenig später Konstantinopel. Daraufhin bat der byzantinische Kaiser Alexios I. den Papst in Rom um Hilfe.
  • Um 1050: Der byzantinische Kaiser Konstantin Monomachus lässt mit Erlaubnis der muslimischen Herrscher des Landes die Aedicula und die Anastasis der Grabeskirche wiederherstellen. Die Basilika dagegen blieb eine Ruine.
  • Um 1050: Altneuschul, die älteste Synagoge Prags. Nach der Legende soll sie nach der Zerstörung des zweiten Tempels von Vertriebenen aus Jerusalem gebaut worden sein, mit Steinen, die diese von dort mitgebracht hatten. Sie bauten die Synagoge „unter der Bedingung“ (hebr. al tenai – daher der Name), dass die Steine nach der Ankunft des Messias wieder nach Jerusalem zurückkämen. Der Name mag aber auch von der Renovierung einer alten Synagoge herrühren. Die erste der bekannten Renovierungen fand 1142 oder 1171 statt, als die Synagoge bereits 100 Jahre alt war; nach anderen Quellen wurde sie nach 1260 erbaut.
  • Nach 1050: Bachja ibn Pakuda / Bachia Ibn Paquda / Bahya ibn Paquda (11./12. Jdht.). Von Neuplatonismus und islamischer Mystik (Lautere Brüder) beeinflusster Religionsphilosoph in Spanien, u. a. Autor der volkstümlichen, bis heute oft gelesenen Erbauungsschrift „chowot ha-lewawot“ („Buch der Herzenspflichten“), im Original arabisch, ins Hebräische übersetzt von Juda ibn Tibbon 1161; deutsche Übersetzungen von R. Fürstenthal, E. Baumgarten, M. E. Stern. Es behandelt in 10 Teilen Gottes Einheit, Gotteserkenntnis aus der Schöpfung, Gottesdienst, Gottvertrauen, Ausrichtung alles Tuns auf Gottes-Dienst, Fügung in Gott, Busse, Rechenschaft vor sich und Gott, Askese und Gottesliebe. Hauptanliegen ist die Verinnerlichung, die unerlässliche Verbindung zwischen Gehorsam gegenüber vorgeschriebenen „äusserlichen“ Pflichten und in der religiösen Ethik begründeten „Herzens“-Pflichten.
  • Nach 1050 (?): Bereschit Rabbati, Midraschkompilation (nicht zu verwechseln mit Bereschit Rabba [nach 400 entstanden]), vielleicht des Mosche ha-Darschan aus Narbonne? Handelt es sich um den Midrasch Bereschit Rabba major des Mosche ha-Darschan, zitiert in der Schrift Pugio Fidei?

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