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Ereignisse

  • Ca. 1021 bis ca. 1058: Salomo ibn Gabirol / Salomo b. Jehuda ibn Gabirol (Solomon ben-Juda Ibn-Gabriol / „Avicebron“), Dichter und Philosoph in Spanien (vermutlich in Malaga geboren, später zog er mit seiner Familie nach Saragossa), er gilt als einer der einflussreichsten jüdischen Theologen im Mittelalter, er schrieb hebräisch und arabisch: „Keter Malchut“ („Königskrone“), philosophisches Lehrgedicht; „Mibchar ha-Peninnim“ („Perlenlese“, arabisch), Sammlung ethischer Sprüche und Fallbeispiele; „Tikkun Middot ha-Nefesch“ („Veredelung der Eigenschaften der Seele“, arabisch), Ethik; sein Hauptwerk „Mekor Chajim“, in Dialogform auf arabisch verfasst („Fons Vitae“, lateinische Fassung aus der Mitte des 12. Jhdts. erhalten, „Lebensquelle“, "Brunnen des Lebens", auf arabisch nur in Fragmenten erhalten), philosophisches System (neuplatonisch), enthält keinerlei Bezüge auf die biblisch-jüdische Tradition und wurde lange einem lateinischen Autor (Avicebron, Avencebron) zugeschrieben, - inhaltlich entspricht ihm seine umfangreiche hebräische Dichtung „Keter Malchut“; er verfasste auch weltliche und liturgische Gedichte; Solomon Ibn Gabirol war von erheblichem Einfluss auf christliche Denker des Mittelalters, wie etwa Albertus Magnus, Duns Scotus und auch Thomas von Aquin; sie alle waren von seinen Gedanken angetan, die sie zum Teil übernahmen, ohne zu wissen, dass er jüdisch war; jüdische Gelehrte wie z. B. Maimonides lehnten ihn hingegen ab, da er ihnen zu sehr dem Pantheismus nahe kam; seine Lyrik (die zum Teil sogar in jüdische Gebetbücher aufgenommen wurde) fand hingegen breiteste Anerkennung; die Umstände seines Todes liegen im Dunkeln; eine Legende erzählt, dass Ibn Gabirol von einem Türken ermordet worden sei, der ihn unter einem Feigenbaum begrub; obwohl mitten im Winter, erblühte der Baum, was dem Kalifen zu Ohren kam, der den Baum entwurzeln liess, um dem Wunder auf den Grund zu gehen; dabei wurde der Leichnam Ibn Gabirols entdeckt

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