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Ereignisse

  • 1013-1103: Isaak Alfassi (Rabbi Isaac Alfasi = „Rif“, Isaak b. Jakob al-Fasi; Alfasi = der aus Fes / Isaak ben Jakob ha-Kohen), 1013 Fez – 1103 Lucena (Spanien), Kodifikator in Nordafrika, „sefer ha-halachot“ (Gesetze), klassisches Kompendium der Halacha des Judentums auf Basis des babylonischen Talmuds; der Text bot erstmals für den Grossteil des Talmuds einen Auszug der (noch praktische Bedeutung besitzenden, nicht bloss akademischen) verbindlichen Halachot; gegen Ende des Mittelalters, als der Talmud in Italien verboten war, war Alfasis Text nicht davon betroffen, so dass er vom 16. bis ins 19. Jhdt. hinein das hauptsächliche Studienobjekt der italienischen Judenheit darstellte; jüdische Gelehrte späterer Generationen haben ihre Bewunderung für Alfasi und sein Buch schriftlich festgehalten; Maimonides schrieb: "Das Buch der Halachot unseres grossen Rabbiners, unseres Lehrers Isaak gesegneten Andenkens, übertrifft all diese Werke [der Geonim] ... denn es enthält alle Entscheidungen und Gesetze, die wir heutzutage benötigen ... und mit Ausnahme von höchstens zehn Halachot sind seine Entscheidungen unanfechtbar"; Abraham ben David von Posquières, der die Schriften von Maimonides heftig kritisierte, schrieb: "Ich würde mich auf die Worte von Alfasi verlassen, sogar wenn er sagen sollte, dass rechts links ist"; Alfasis Werk war so anerkannt und beliebt, dass es einige Zeit das Talmudstudium zu verdrängen drohte

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