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Yaacov Shimoni
Yaacov Shimoni (hebräisch יעקב שמעוני; geboren 9. April 1915 in Berlin als Jakob Simon; gestorben 22. Oktober 1996 in Jerusalem) war ein israelischer Diplomat und Politikwissenschaftler deutscher Herkunft.
Leben
Jakob Simon war ein Sohn des Rechtsanwalts Fritz Simon (1884–1935) und der Lotte Salin (1889–1919); er hatte einen Bruder, der Opfer des Holocaust wurde. Simon machte 1933 das Abitur und engagierte sich in der zionistischen Jugendorganisation Hechaluz, die unter dem Druck der deutschen Judenverfolgung die Auswanderung vorbereitete. Er emigrierte 1936 nach Palästina.
Yaacov Shimoni wurde Mitglied im Kibbuz Givat Chaim. 1938 heiratete er Marianne Schoenbrunn; sie hatten drei Kinder. Von 1938 bis 1940 absolvierte er eine Lehrerausbildung an der Beit-Hakerem Schule in Jerusalem. Er wurde Lehrer in seinem Kibbuz und ging dann als Sekretär zum arabischsprachigen Nachrichtendienst des Rundfunks der Haganah. Mit der Gründung des Staates Israel wechselte er in den Dienst des Israelischen Außenministeriums und wurde 1952 als Botschaftsrat an die israelische Botschaft in die USA entsandt. Shimoni wurde 1955 Gesandter in Burma, 1957 nichtresidenter Gesandter für Laos, Ceylon und Philippinen, 1964 bis 1968 Botschafter in Schweden und ab 1976 Botschafter in der Schweiz. Zwischenzeitlich fungierte er als Abteilungsdirektor im Außenministerium. Er lehrte von 1957 an Politikwissenschaft als Gastprofessor an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Schriften (Auswahl)
- Die Vier von Kinneret.
- Jaakow Simon (Hrsg.): Lastträger bin ich : Jüdische Jugendgeschichten aus dem neuen Palästina. Bilder Bernhard Gelbart. Berlin: Kedem, 1936
- Yaacov Shimoni; Evyatar Levine (Hrsg.): Political dictionary of the Middle East in the twentieth century. Jerusalem: Jerusalem Publishing House Ltd., 1972
- Political dictionary of the Arab world. Jerusalem: Jerusalem Pub. House, 1987
- Biographical dictionary of the Middle East. New York: Facts on File, 1991
Literatur
- Shimoni, Yaacov, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München : Saur 1980, S. 693f.
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Shimoni, Yaacov |
| ALTERNATIVNAMEN | Simon, Jakob |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Diplomat und Politikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 9. April 1915 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 22. Oktober 1996 |
| STERBEORT | Jerusalem |
| Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Yaacov Shimoni aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |
- Israelischer Botschafter in Schweden
- Israelischer Botschafter in der Schweiz
- Israelischer Botschafter auf den Philippinen
- Israelischer Botschafter in Laos
- Israelischer Botschafter in Myanmar
- Orientalist
- Herausgeber
- Übersetzer ins Hebräische
- Person (Hagana)
- Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
- Deutscher Emigrant in Palästina
- Deutscher
- Israeli
- Geboren 1915
- Gestorben 1996
- Mann