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Ultraorthodoxes Judentum
Das ultraorthodoxe Judentum (hebr. יַהֲדוּת חֲרֵדִית jahadut charedit) ist die konservativste Richtung innerhalb des Judentums. Die im Hebräischen gebräuchliche Bezeichnung für einen Anhänger dieser Richtung lautet Charedi, חֲרֵדִי, Mehrzahl Charedim חֲרֵדִים, von charada חֲרָדָה „Furcht“, zu deutsch etwa „Gottesfürchtiger“.
Ultraorthodoxe Juden gibt es sowohl unter den aschkenasischen wie unter den sephardischen Juden.[1] Sie unterscheiden sich von den übrigen orthodoxen Juden, die oft als „modern orthodox“ bezeichnet werden, besonders dadurch, dass sie weltlichem Wissen und moderner Technologie ablehnend gegenüberstehen, ihren Kleidungsstil keinen säkularen Moden (mehr) anpassen und ein streng reguliertes, meist auf ein rabbinisches Oberhaupt ausgerichtetes Leben abseits der Mainstream-Gesellschaft, sowohl der jüdischen wie nichtjüdischen, führen.[2]
In seiner Haltung zum israelischen Staat ist das ultraorthodoxe Judentum, sowohl in Israel wie außerhalb, gespalten. Manche Gruppierungen lehnen den Staat Israel in seiner heutigen Form vollständig ab, da ihrer Ansicht nach nur der Messias einen jüdischen Staat wiedererrichten kann, wie Neturei Karta und die Satmarer Chassidim, andere beteiligen sich trotz ihrer Ablehnung des säkularen Zionismus aktiv an der israelischen Politik wie Agudat Israel und Degel ha-Tora, wieder andere, besonders sephardische Charedim, befürworten den Zionismus.[3] In Israel üben ultraorthodoxe Gruppierungen und Parteien, sowohl zionistische wie nicht-zionistische, einen bedeutenden politischen Einfluss aus.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Isabel Kershner: Israel’s Ultra-Orthodox Protest Schools Ruling The New York Times, 17. Juni 2010 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010
- ↑ Nathaniel Deutsch: The Forbidden Fork, the Cell Phone Holocaust, and Other Haredi Encounters with Technology Springer Science + Business Media B.V. Published online: 29. Januar 2009 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010
- ↑ Yechiel Sever: Rabbonim Call Shas Move to Join WZO ‘Chilul Hashem’ (Profanation des Gottesnamens) Dei'ah veDibur, 4. Februar 2010 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010