Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Ultraorthodoxes Judentum

Aus Jewiki
Version vom 20. April 2011, 18:55 Uhr von Michael Kühntopf (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „miniatur|Charedim in [[Mea Schearim, Jerusalem, Sukkot, 1983]] Das '''ultraorthodoxe Judentum''' ([[Hebräis…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Charedim in Mea Schearim, Jerusalem, Sukkot, 1983

Das ultraorthodoxe Judentum (hebr. יַהֲדוּת חֲרֵדִית jahadut charedit) ist die konservativste Richtung innerhalb des Judentums. Die im Hebräischen gebräuchliche Bezeichnung für einen Anhänger dieser Richtung lautet Charedi, חֲרֵדִי, Mehrzahl Charedim חֲרֵדִים, von charada חֲרָדָה „Furcht“, zu deutsch etwa „Gottesfürchtiger“.

Ultraorthodoxe Juden gibt es sowohl unter den aschkenasischen wie unter den sephardischen Juden.[1] Sie unterscheiden sich von den übrigen orthodoxen Juden, die oft als „modern orthodox“ bezeichnet werden, besonders dadurch, dass sie weltlichem Wissen und moderner Technologie ablehnend gegenüberstehen, ihren Kleidungsstil keinen säkularen Moden (mehr) anpassen und ein streng reguliertes, meist auf ein rabbinisches Oberhaupt ausgerichtetes Leben abseits der Mainstream-Gesellschaft, sowohl der jüdischen wie nichtjüdischen, führen.[2]

In seiner Haltung zum israelischen Staat ist das ultraorthodoxe Judentum, sowohl in Israel wie außerhalb, gespalten. Manche Gruppierungen lehnen den Staat Israel in seiner heutigen Form vollständig ab, da ihrer Ansicht nach nur der Messias einen jüdischen Staat wiedererrichten kann, wie Neturei Karta und die Satmarer Chassidim, andere beteiligen sich trotz ihrer Ablehnung des säkularen Zionismus aktiv an der israelischen Politik wie Agudat Israel und Degel ha-Tora, wieder andere, besonders sephardische Charedim, befürworten den Zionismus.[3] In Israel üben ultraorthodoxe Gruppierungen und Parteien, sowohl zionistische wie nicht-zionistische, einen bedeutenden politischen Einfluss aus.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Isabel Kershner: Israel’s Ultra-Orthodox Protest Schools Ruling The New York Times, 17. Juni 2010 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010
  2. Nathaniel Deutsch: The Forbidden Fork, the Cell Phone Holocaust, and Other Haredi Encounters with Technology Springer Science + Business Media B.V. Published online: 29. Januar 2009 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010
  3. Yechiel Sever: Rabbonim Call Shas Move to Join WZO ‘Chilul Hashem’ (Profanation des Gottesnamens) Dei'ah veDibur, 4. Februar 2010 (englisch). Abgerufen: 6. September 2010

Weblinks

 Commons: Ultraorthodoxes Judentum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien