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Synagoge (Werne)

Aus Jewiki
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Die Synagoge in Werne war eine am Markt 13 gelegene ehemalige Synagoge, die seit 1816 belegt ist und während der Novemberpogrome vom 9. zum 10. November 1938 zerstört wurde, woran heute eine Gedenktafel erinnert[1].

In den vorhandenen Akten des Historischen Stadtarchivs Werne heißt es: „Die hiesige Sinagoge ist neu erbaut, und in gutem Zustande und im Eigenthum der sämtlichen Judenschaft“.[2] Eine jüdische Ansiedlung in Werne ist seit 2. September 1554 dokumentiert; nach der erfolgten bürgerlichen Gleichstellung durch das Judenedikt in Preußen 1812, wozu Werne nach Auflösung des Oberstifts Münster gehörte, wurde von den zu der Zeit ansässigen sieben jüdischen Familien (5 % der Einwohnerschaft) die Synagoge 1816 und einige Jahrzehnte die jüdische Schule errichtet.[3]

Ehemaliges Gebäude

Die am Markt 13 gelegene Synagoge war ein schlichtes Gebäude. Zur Eingangstür, einer einfachen Holztür, gelang man über einige Stufen. Links und rechts war die Tür von hohen Fenstern eingerahmt. Die Sitzbänke im Inneren waren gen Osten ausgerichtet. Acht Frauenbänke befanden sich an der Nordseite. Links und rechts von Eingang, sowie in der Mitte zur westlichen Wand befanden sich je drei Männerbänke. Vor jedem Sitz war ein Behältnis für religiöse Gegenstände angebracht. In der Mitte zur Ostwand hin befand sich das Ewige Licht, ein Thoraschrank mit Vorhang und ein erhöhtes Bet- und Lesepult.

In der Schrift Juden in Werne wird vermerkt, dass um 1816 das jährliche Gehalt des Kantors bei freier Kost 50 Reichstaler betrug.[4]

Die ehemalige jüdische Schule befand sich links neben der Synagoge. An diesem Gebäude befinden sich heute zwei Tafeln.

In der Reichskristallnacht wurde die Inneneinrichtung zerstört. Eine Thorarolle wurde von Albert Heinemann gerettet. Er schenkte sie der Deutsch-Jüdischen Gemeinde „Hebrew Tabernakel“ in New York City.

Das Gebäude wurde von einem Bürger aus Werne gekauft und um 1944 abgerissen. Ein Foto von 1978 zeigt die Fundamente der Synagoge. Heute ist dort ein Gastronomiebetrieb.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweis

  1. Gedenktafel auf flickr.com, abgerufen am 30. Mai 2011
  2. Historisches Stadtarchiv Werne, C II/693
  3. Heidelore Fertig-Möller: Kleine Stadtgeschichte von Werne (800 - 1928).
  4. Heidelore Fertig-Möller: Juden in Werne. 1985

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