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Samuel Milek Batalion

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Samuel Milek Batalion (*22. September 1918 in Stryj als Sohn von Natan Batalion-Lebersfeld und Fanny Hennenfeld), Gründer und Direktor der Berufsfachschule Masada. 1937 schloss er die Schule ab und trat der Betar-Bewegung bei. Er schrieb sich an der Universität in Lemberg (Lvov) für ein Jurastudium ein, floh aber Ende 1939 nach Russland, kurz nachdem er Hitlers Mein Kampf gelesen hatte. Er lief den ganzen Weg nach Perm, wo er mehrere Jahre blieb, als Klempner arbeitete und später Stationsleiter in einer Sowchose wurde. Er wurde zweimal verhaftet, einmal davon wurde er beschuldigt ein Zionist zu sein. Er willigte zum Schein ein, seine Kollegen und Freunde für den NKWD (Kommunistische Geheimpolizei) auszuspionieren und wurde daraufhin freigelassen. Nach seiner Freilassung organisierte er sich falsche Papiere, die ihn als Boxer auswiesen. Um dann seinem ersten Kampf zu entgehen, floh er nach Saratow. Durch die Hilfe von Bekannten fand er dort seine Schwester Helen wieder. Dort traf er auch Sophie Osser, die er am 8. Mai 1945 heiratete. Sie verließen Saratow einige Monate später um durch Polen nach Deutschland einzureisen. Ende 1945 fuhren Batalion und eine Gruppe seiner Freunde nach Westberlin. Als russische Offiziere verkleidet überquerten sie die Grenze nach Westberlin in einem Offiziersauto und gaben an, in einer geheimen Nachtmission unterwegs zu sein. Er fuhr nach Hannover und von dort zu dem DP-Lager in Eschwege. Dort wurde er Offizier bei der UNRRA und half bei der Organisation von mehreren neuen DP-Lagern. Bis Oktober 1946 lebte er mit seiner Frau in Hessisch Lichtenau. Dort begann er mit der Planung der Schulgründung und wurde im Mai 1947 zum Direktor der Jüdischen Berufsfachschule in Darmstadt ernannt. Er leitete die Schule bis zu ihrer Schließung 1948. Batalion wurde daraufhin selbständiger Geschäftsmann. Das Paar bekam zwei Kinder: Lea Dror-Batalion und Nathan Batalion. Ende 1950 zog die Familie nach Frankfurt am Main. Samuel Batalion starb 2000 in Frankfurt.

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