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Reinhard Breymayer

Aus Jewiki
Version vom 13. Juni 2015, 19:57 Uhr von Reinhard Breymayer (Diskussion | Beiträge) (Literaturergänzung: Hinweis auf die unveröfffentlichte Magisterarbeit.)
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Reinhard Breymayer (* 4. Januar 1944 in Urach, Württemberg; seit 1983 Bad Urach) ist ein deutscher Philologe, Pietismusforscher und Experte für die Geschichte der Rhetorik.

Kindheit, Ausbildung und Studium

Reinhard Breymayer wuchs 1944 – 1946 in Unterweissach bei Backnang und 1946 – 1966 in Hülben bei Urach (Württemberg) auf. Er war Schüler zweier altsprachlicher Gymnasien, der Evangelisch-Theologischen Seminare Maulbronn und Blaubeuren, und legte in Blaubeuren 1963 die Reifeprüfung ab. Er studierte an den Universitäten in Tübingen, Köln, Bonn und Bochum. Von 1964 bis 1967 war er Stipendiat des Evangelischen Stifts Tübingen als Inhaber einer Philologen-Freistelle. 1971 erwarb er an der Universität Bonn den Grad des Magister Artium in den Fächern Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Allgemeine Rhetorik.

Beruf, Forschung und Lehrtätigkeit

Nach dem Studium war er seit 1971 an den Universitäten Bonn, Heidelberg und Stuttgart, den Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Schwäbisch Gmünd sowie für das Landeskirchliche Archiv Stuttgart und die Historische Kommission zur Erforschung des Pietismus in Berlin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

1976 erhielt er einen Ruf als Wissenschaftlicher Assistent bei dem Germanisten Professor Dr. Dr. h. c. (mult.) Hugo Moser (Bonn) 1976. Er verzichtete auf diese Stelle zugunsten seiner weiteren, von Professor D. Martin Schmidt, D. D. (Heidelberg), als unentbehrlich angesehenen Mitarbeit bei der Berlin/New Yorker Oetinger-Edition, die laut der Fachkritik zu einem überdurchschnittlichen Ergebnis führte.

Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und seit 1996 Deutschlandkorrespondent der Stiftung ADAMAS – Stiftung Götz Hübner für interkulturelle Studien am griechisch-deutschen und polnisch-deutschen Beispiel (Sitz: Schorndorf an der Rems [Württemberg]; Kuratorium: Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar).

Von 1971 bis 1976 wirkte er bei der Herausgabe der Zeitschrift Linguistica Biblica (Bonn) mit. 1982 – 2000 war er Mitglied des Redaktionskomitees der Zeitschrift ARIES (Paris / Sorbonne). Von 1976 bis 1979 gehörte er dem Förderkreis der in diesen Jahren in Tel Aviv (Israel) erscheinenden Zeitschrift PTL (Poetics and Theory of Literature) an. Seit 1992 ist er Herausgeber der Suevica. Beiträge zur schwäbischen Literatur- und Geistesgeschichte (Stuttgart) in der Reihe Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik. Die Suevica berücksichtigen vor allem die Schwäbische Romantik.

Breymayer ist Verfasser von über 200 Veröffentlichungen vor allem zum Pietismus, zur Rhetorik und zur deutschen Philologie. Genannt seien die von ihm mitherausgegebenen Bände 1 und 3 der historisch-kritischen Edition der Werke des Theosophen Friedrich Christoph Oetinger (Berlin, New York 1977 und 1999). Er hat auch zahlreiche Beiträge zu Ehren renommierter Institutionen und Personen veröffentlicht, z. B. des Evangelischen Stifts Tübingen 1986, des Sorbonne-Professors Antoine Faivre 2001 bzw. des in Toronto tätigen Professors Hartmut Fröschle 2005.

Breymayer hat erstmals die Frage nach dem Verbleib der Privatbibliotheken solch führender Pietisten wie Philipp Jacob Spener, August Hermann Francke und Gottfried Arnold, dazu des Vorpietisten Johannes Coccejus, gestellt und auf Grund neu gefundener Auktionskataloge zu diesen Privatbibliotheken teilweise beantworten können. Die Veröffentlichungen gelten als bedeutende Entdeckungen.

Ehrungen und Auszeichnungen


Schriften

Werkverzeichnisse

  • [Reinhard Breymayer (Bearbeiter):] Philipp-Matthäus-Hahn-Preis der Stadt Kornwestheim 1989. Erste Verleihung an Reinhard.Breymayer. Bibliographie Reinhard Breymayer für die Jahre 1969 – 1980. ([Umschlagtitel:] Breymayer-Bibliographie.) Herausgegeben von Wolfgang Urban. Tübingen: Noûs-Verlag Thomas Leon Heck 1991. – XIV, [I], 100 S. – Enthält 140 Titel.

Weitere Werkverzeichnisse, dazu biographische Angaben, siehe unter Literatur und unter Weblinks.

Einzelne Werke (Auswahl)

Reinhard Breymayer: Untersuchungen zur Rhetorik pietistischer Texte. (Bonn: Reinhard Breymayer, 1970.) - 312 Blatt 4°. - Magisterarbeit an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn vom 2. Juni 1971.

Unveröffentlichte Magisterarbeit an der Universität Bonn

Reinhard In dieser Arbeit hat Reinhard Breymayer zum ersten Mal nachdrücklich auf die Anknüpfung pietistischer Autoren an rhetorische Tradition, besonders Affektrhetorik im Sinne Quintilians, hingewiesen.


Veröffentlichungen zum Umfeld der Prinzessin Antonia von Württemberg und ihrer kabbalistischen Lehrtafel

  • (Mithrsg.): Friedrich Christoph Oetinger: Die Lehrtafel der Prinzessin Antonia von Württemberg. Herausgegeben von Reinhard Breymayer und Friedrich Häußermann. de Gruyter, Berlin, New York 1977 (Texte zur Geschichte des Pietismus, Abteilung VII. Friedrich Christoph Oetinger, Band 1, Teile 1.2), ISBN 3-11-004130-8.
    • Reprint Hardcover, November 2010: ISBN 978-3-11-004130-0; Reprint Mai 2011: ISBN 978-3-11-004130-9;
    • Reprint eBook (PDF), 2010. Erscheinungsdatum: Mai 2011: e-ISBN 978-3-11-083496-3;
    • Reprint/eBook, 2010. Erscheinungstermin: Mai 2011: ISBN 978-3-11-219057-9.
      • Vorlage ist das Werk von Friedrich Christoph Oetinger: Offentliches [Öffentliches] Denckmahl Der Lehr-Tafel einer weyl[and]. Würtembergischen Princeßin Antonia [...]. Tübingen 1763, in dem Oetinger nachdrücklich auf die von der Prinzessin Antonia von Württemberg (1613 – 1679) in die Dreifaltigkeitskirche in Teinach (heute Bad Teinach-Zavelstein) gestiftete kabbalistische Lehrtafel hinweist. – Der Konzeption des prachtvollen Gemäldes liegt eine Christianisierung der Kabbala zugrunde.
    • [Darin:] Reinhard Breymayer: Friedrich Christoph Oetingers Theologia Emblematica und die Lehrtafel der Prinzessin Antonia von Württemberg. In: Friedrich Christoph Oetinger: Die Lehrtafel der Prinzessin Antonia. Berlin, New York 1977, Teil 1, S. 1 – 30, hier S. 3. 15. 23 und S. [269]. [274] erstmals in der Forschung zu Ebermeiers Emblembuch.

[Etwas veränderte, illustrierte Fassung dieser Abhandlung:]

  • Zu Friedrich Christoph Oetingers Theologia Emblematica und deren niederländischen Wurzeln. In: Pietismus und Réveil. Referate der internationalen Tagung: Der Pietismus in den Niederlanden und seine internationalen Beziehungen Zeist 18. - 22. Juni 1974. Hrsg. von J[ohannes] van den Berg und J[an-]P[ieter] van Dooren. Mit 7 Abbildungen. Brill, Leiden 1978 (Kerkhistorische Bijdragen, deel 7), S. 253 – 281; hier S. 260 – 263 und S. 276 zu Ebermeiers Emblembuch.
  • Reinhard Breymayer/Red[aktion]: Ebermeier, Johann. In: [Walther] Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. 2, vollständig überarbeitete Auflage. Hrsg. von Wilhelm Kühlmann [...], Band 3. de Gruyter, Berlin, New York (2008), S. 156 f. zu Ebermeiers Emblembuch New Poetisch Hoffnungs-Gärtlein/ Das ist: CCC. [300] und XXX. [30] Sinnbilder von der Hoffnung [...]. Tübingen 1653, das für den emblematischen Hintergrund der Lehrtafel wichtig geworden ist.
  • (Hrsg.): Johann Valentin Andreae: Ein geistliches Gemälde. Entworfen und aufgezeichnet von Huldrich StarkMann Diener des Evangeliums. Nach dem wiedergefundenen Urdruck Tübingen 1615 hrsg. von Reinhard Breymayer. Tübingen: Noûs-Verlag Thomas Heck (1991 [erschienen 1992]). – LXXXIII, [V], 77 S.
    • Editionsgrundlage ist Johann Valentin Andreaes pseudonyme Gedenkschrift auf Elisabeth Welling, geborene Roth, mit dem Titel »Ein Geistlich Gemäld [...] Von Herrn Huldrich StarckMann [...] entworffen und auffgezeichnet. Tübingen/ bey Dieterich Werlin/ ANNO M D CXV.«
    • Johann Valentin Andreae hat auf die Umgebung der Prinzessin Antonia von Württemberg anregend gewirkt, gerade auch durch diese Schrift, in der weibliche Gestalten als Personifikationen von Tugenden auftreten. Solche herkömmliche Tradition hat bei der Kombination von Tugendbaum und Sephirothbaum in der von der Prinzessin Antonia gestifteten kabbalistischen Lehrtafel einen Geschlechtertausch bewirkt, vor allem eine weitgehende Feminisierung gegenüber der patriarchal ausgerichteten Kabbala: für die Sephiroth 1 – 9 stehen weibliche Gestalten, für die 10. Sephira (Schechina) Jesus Christus.
  • Städtisches und literarisches Leben in Stuttgart im 17. Jahrhundert. Ein bibliographischer Versuch mit besonderer Berücksichtigung der Prinzessin Antonia von Württemberg und ihrer Bibliothek. In: Klaus Garber, unter Mitwirkung von Stefan Anders und Thomas Elsmann (Hrsg.): Stadt und Literatur im deutschen Sprachraum der Frühen Neuzeit, Band 39/1. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1998, 3-484-36539-0, S. 308 – 383; hier S. 329 – 383: "Zur kabbalistischen Lehrtafel der Stuttgarter Prinzessin Antonia Herzogin von Württemberg in Bad Teinach".
    • Darin S. 333 erstmaliger Hinweis auf die Handschrift Turris Antoniae Votiva. [Schematische Übersicht über die Lehrtafel.] – [2] Bl. 2° – Standort: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Signatur: Cod. misc. fol. 24.
  • Johann Lorenz Schmidlins Programmschrift 'Pictura docens' für die kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia in Bad Teinach. Aus Anlass einer bedeutenden Edition und mit neuen Hinweisen zur geistesgeschichtlichen Nachwirkung im Umfeld von Hölderlin und Hegel. In: Heilige Kunst. Mitgliedsgabe des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Jg. 36 (2007/2008). Im Auftrag des Kunstvereins hrsg. von Michael Kessler. Schwabenverlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7966-1469-9, S. 12 – 30 (S. 13 Abb.), hier S. 17 – 30: "Zur Nachwirkung der 'Pictura docens' im Idealismus".
  • Zwischen Prinzessin Antonia von Württemberg und Kleists Käthchen von Heilbronn. Neues zum Magnet- und Spannungsfeld des Prälaten Friedrich Christoph Oetinger. Heck, Dußlingen 2010. – 229 S., ISBN 978-3-924249-51-9.
  • Friedrich Christoph Steinhofer. Ein pietistischer Theologe zwischen Oetinger, Zinzendorf und Goethe. Mit der Lösung eines quellenkritischen Problems bei Karl Barth und einem Exkurs über die Bedeutung von Tugendlehre und Biblischen Summarien für die Lehrtafel in Steinhofers Amtsort Teinach. Heck, Dußlingen 2012. – ISBN 978-3-924-249-53-3.

Weitere Veröffentlichungen

  • Vladimir Jakovlevič Propp (1895 – 1970) – Leben, Wirken und Bedeutsamkeit. In: Linguistica Biblica. Interdisziplinäre Zeitschrift für Theologie und Linguistik, Heft 15/16 (1972), S. 36 – 77 (S. 67 – 77 Bibliographie).
  • (Mithrsg.): Friedrich Christoph Oetinger: Biblisches und Emblematisches Wörterbuch. Herausgegeben von Gerhard Schäfer in Verbindung mit Otto [Wilhelm] Betz [senior, Tübingen], Reinhard Breymayer, Eberhard [Martin] Gutekunst, Ursula Hardmeier [, geb. Paschke], Roland Pietsch, Guntram Spindler. de Gruyter, Berlin, New York 1999 (Texte zur Geschichte des Pietismus, Abteilung VII. Friedrich Christoph Oetinger, Band 3, Teile 1.2), ISBN 3-11-004903-1.
  • Ein unbekannter Gegner Gotthold Ephraim Lessings: Der ehemalige Frankfurter Konzertdirektor Johann Daniel Müller aus Wissenbach/Nassau (1716 bis nach 1785), Alchemist im Umkreis [Johann Wolfgang] Goethes, Kabbalist, separatistischer Chilast, Freund der Illuminaten von Avignon ("Elias / Elias Artista"). In: Pietismus – Herrnhutertum – Erweckungsbewegung. Festschrift für Erich Beyreuther. Hrsg. von Dietrich Meyer. Köln [Pulheim-Brauweiler] / Bonn 1982 (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte, Band 70), S. 109 – 145 [dazu S. 108: "Silhouette von [Johann] Daniel Müller"].
  • Neuentdeckte Dokumente zu Hölderlins Leben und Umkreis. In: Hölderlin-Jahrbuch 21 (1978 – 1979). Tübingen (1979), S. 246 – 283.
  • Ein radikaler Pietist im Umkreis des jungen Goethe. Der Frankfurter Konzertdirektor Johann Daniel Müller alias Elias / Elias Artista (1716 bis nach 1785). In: Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Band 9 (1983). Göttingen (1984), S. 180 – 237.
  • Der endlich gefundene Autor einer Vorlage von Schillers „Taucher“: Christian Gottlieb Göz (1746 – 1803), Pfarrer in Plieningen und Hohenheim, Freund von Philipp Matthäus Hahn? In: Blätter für württembergische Kirchengeschichte, 83/84 (1983/1984). Stuttgart [1985], S. 54 – 96; S. 83 – 96: Literaturübersicht.
  • Auktionskataloge deutscher Pietistenbibliotheken [...].
    • [A: Kurztitel:] Auktionskataloge deutscher Pietistenbibliotheken. In: Bücherkataloge als buchgeschichtliche Quellen in der frühen Neuzeit. Hrsg. von Reinhard Wittmann. Wiesbaden (1985) (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, Band 10), S. 113 – 208.
    • [B: Ausführliche bibliographische Notierung:] Auktionskataloge deutscher Pietistenbibliotheken. Die beiden neuentdeckten Auktionskataloge für die Privatbibliothek des Vorpietisten Johannes Coccejus, des bedeutendsten reformierten Theologen des 17. Jahrhunderts. Mit weiteren, vor allem für die Vorgeschichte und Geschichte des Pietismus wichtigen, Auktionskatalogen oder deren Spuren und der Lösung eines Rätsels der Hölderlin-Forschung: "Scardanellis [d. i. Friedrich Hölderlins] Wörterbuch" [Jean Vigneron: Dictionarium Caesareum]".
      • In: Bücherkataloge als buchgeschichtliche Quellen in der frühen Neuzeit. (Referate des 6. Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Geschichte des Buchwesens vom 21. bis 23. Oktober 1982 in der Herzog August Bibliothek [Wolfenbüttel].) Hrsg. von Reinhard Wittmann. Wiesbaden (1985) (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens. In Zusammenarbeit mit dem Wolfenbütteler Arbeitskreis für Geschichte des Buchwesens und dem Wolfenbütteler Arbeitskreis für Bibliotheksgeschichte hrsg. von der Herzog August Bibliothek, Band 10), S. 113 – 208.
      • [Entdeckung von Auktionskatalogen für die Privatbibliotheken von Johannes Coccejus, Philipp Jacob Spener, Gottfried Arnold und der Spur eines Katalogs für August Hermann Francke / Gotthilf August Francke.]
  • Vom schöngeistigen Klosterschüler zum pietistischen Stiftler: Unbekannte Briefe von Hölderlins Onkel Wolfgang Friedrich Heyn (1745 – 1766). Mit einer neuentdeckten Hochzeitsrede Nathanael Köstlins auf die Vermählung von Hölderlins Schwester (1792). In: In Wahrheit und Freiheit. 450 Jahre Evangelisches Stift in Tübingen. Hrsg. von Friedrich Hertel. Calwer Verlag, Stuttgart (1986) (Quellen und Forschungen zur württembergischen Kirchengeschichte, Band 8), S. 128 – 176.
  • Politik aus dem Geist der Bibel. Die wiederentdeckte „Optima Politica“ [Amsterdam 1660] von Hermann Jung, einem Freund von Friedrich Breckling und von Johann Amos Comenius. Edition und Bibliographie. In: Dietrich Blaufuß (Hrsg.): Pietismus-Forschungen. Zu Philipp Jacob Spener und zum spiritualistisch-radikalpietistischen Umfeld. Frankfurt am Main [u. a.]: Peter Lang 1986 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 23. Theologie, Band 290), S. 385 – 513 (S. 448 – 513 Bibliographie). – ISBN 3-8204-8630-5.
  • Ein vergessener Freund von [Johann Amos] Comenius: Hermann Jung (um 1608 – 1678). In: Zwanzig Jahre Comeniusforschung in Bochum. Gesammelte Beiträge / Dvacet let bochumské komeniologie. Sebrané příspěvky. Sankt Augustin [an der Sieg] 1990 (Schriften zur Comeniusforschung. Veröffentlichungen der Comeniusforschungsstelle im Institut für Pädagogik der Ruhr-Universität Bochum. Hrsg. von Klaus Schaller, Band 18), S. 179 – 184.
  • Elias Artista: Johann Daniel Müller aus Wissenbach/Nassau (1716 bis nach 1785), ein Autodidakt aus der Unterschicht als Leser und Autor religiöser Schriften.
    In: Le livre religieux et ses pratiques. Etudes sur l'histoire du livre religieux en Allemagne et en France à l'époque moderne. Der Umgang mit dem religiösen Buch. Studien zur Geschichte des religiösen Buches in Deutschland und Frankreich in der frühen Neuzeit. Hg. von Hans Erich Bödeker, Gérald Chaix, Patrice Veit.
    Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1991 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 101), S. 45-72.
  • Der „Vater des deutschen Pietismus“ und seine Bücher: Zur Privatbibliothek Philipp Jakob Speners. In: Bibliothecae selectae da Cusano a Leopardi, a cura di Eugenio Canone. Olschki, Florenz 1993 (Lessico Intellettuale Europeo, 58), S. 299 – 331.
  • Der wiederentdeckte Katalog zur Bibliothek Gottfried Arnolds. In: Dietrich Blaufuß, Friedrich Niewöhner (Hrsg.): Gottfried Arnold (1666 – 1714). Harrassowitz, Wiesbaden 1995 (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel / Wolfenbütteler Forschungen, Band 61), S. 55 – 143.
  • R[einhard] Breymayer: Jung (Junge, Jungius), Hermann. In: Biografisch lexicon voor die geschiedenis van het Nederlandse protestantisme, deel 4. (Redactie: J[ohannes] van den Berg, A[art] de Groot [und andere].) Kampen: Kok 1998, S. 239 – 240.
  • Zum Schicksal der Privatbibliothek August Hermann Franckes. Über den wiedergefundenen Auktionskatalog der Privatbibliothek seines Sohnes Gotthilf August Francke. 3. Auflage. Heck, Tübingen 2002, ISBN 3-924249-42-3.
  • Pietismus. In: Gert Ueding (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 6. Niemeyer, Tübingen / Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, Sp. 1191 – 1214.
  • Eine unbekannte Koranerklärung in der Bibliothek von Goethes Vater: „Elias mit dem Alcoran Mahomeds“. Über das wiedergefundene Werk des Radikalpietisten Johann Daniel Müller aus Wissenbach (Nassau). Heck, Tübingen 2004, ISBN 3-924249-43-1.
  • Oetinger, Friedrich Christoph. In: Wouter J. Hanegraaff (Hrsg.): Dictionary of Gnosis and Western Esotericism. Band 2. Brill, Leiden / Boston 2005, S. 889 – 894.
  • (Hrsg.): In dem milden und glücklichen Schwaben und in der Neuen Welt. Beiträge zur Goethezeit. Heinz, Stuttgart 2004 [2005] (Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik, Nr. 423), ISBN 3-88099-428-5.
  • Friedrich Hölderlin, Patensohn eines Freimaurers! In: Tau. Zeitschrift der Forschungsloge Quatuor Coronati, Bayreuth [, Jg. 31.] 2005, S. 91 – 98.
  • Freimaurer vor den Toren des Tübinger Stifts: Masonischer Einfluss auf Hölderlin? In: Tubingensia: Impulse zur Stadt- und Universitätsgeschichte. Festschrift für Wilfried Setzler zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Sönke Lorenz und Volker [Karl] Schäfer in Verbindung mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2008 (Tübinger Bausteine zur Landesgeschichte, 10), S. 355 – 395. – ISBN 978-3-7995-5510-4.
  • (Hrsg.): Luctuosa desideria. Wiedergefundene Gedenkschriften auf den Leipziger pietistischen Studenten Martin Born (1666 – 1689). Mit Gedichten von Joachim Feller, August Hermann Francke und anderen, Teil 1. Luctuosa desideria und Vetterliche und Freund-verbundene Letzte Pflicht. Text. Noûs-Verlag Thomas Leon Heck, Tübingen 2008. ISBN 978-3-924249-42-7.
    • Auf S. 24 – 25 findet sich das weltberühmte Sonett Fellers auf Martin Born im Faksimile des in Fraktur gesetzen Textes der jahrhundertelang verschollenen Erstausgabe, S. 12 – 13 in Antiqua-Umschrift.
  • Reinhard Breymayer / Red[aktion]: Feller, Joachim, auch: Cholander, Franciscus Dermasius. In: [Walther] Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. 2., vollständig überarb. Aufl., Band 3. Berlin, New York: Walter de Gruyter & Co. (2008), S. 404 – 405. ISBN 978-3-11-018962-9.
  • Prälat Oetingers Neffe Eberhard Christoph v. Oetinger, in Stuttgart Freimaurer und Superior der Illuminaten, in Wetzlar Richter am Reichskammergericht – war dessen mit Goethe verwandte Gattin, Charlotte, geb. v. Barckhaus, ein Vorbild für Werthers "Fräulein von B.."? 2., verbesserte Auflage. Heck, Tübingen 2010. – 215, [I] S., ISBN 978-3-924249-49-6.

[Zur Bekräftigung der literarischen Bedeutung Charlotte von Barckhaus-Wiesenhüttens wurde folgendes Buch veröffentlicht:]

  • Goethe, Oetinger und kein Ende. Charlotte Edle von Oetinger, geborene von Barckhaus-Wiesenhütten, als Wertherische "Fräulein von B..". Heck, Dußlingen 2012. – ISBN 3-924249-54-7.
  • Friedrich Christoph Steinhofer – ein pietistischer Theologe zwischen Oetinger, Zinzendorf und Goethe. Mit der Lösung eines quellenkritischen Problems bei Karl Barth. In: Dichtung – Gelehrsamkeit – Disputationskultur. Festschrift für Hanspeter Marti zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Reimund B. Sdzuj, Robert Seidel und Bernd Zegowitz. Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar 2012, S. (196) – 230, ISBN 978-3-412-20876-9.

[Eine wesentlich erweiterte Fassung dieser Abhandlung stellt das bereits oben erwähnte folgende Buch dar:]

  • Friedrich Christoph Steinhofer. Ein pietistischer Theologe zwischen Oetinger, Zinzendorf und Goethe. Mit der Lösung eines quellenkritischen Problems bei Karl Barth und einem Exkurs über die Bedeutung von Tugendlehre und Biblischen Summarien für die Lehrtafel in Steinhofers Amtsort Teinach. Heck, Dußlingen 2012. – ISBN 978-3-924-249-53-3.
  • (Hrsg.): Johann Friedrich Jüdler, Friedrich Christoph Oetinger, Erhard Weigel: Realvorteile zum Informieren. Johann Friedrich Jüdlers ehmaligen Schulmeisters zu Stetten im Ramstal [Remstal] Realvorteile zum Informieren für die Anfänger in deutschen und lateinischen Schulen nach den Absichten der Realschule zu Berlin. Aus dem Mund und Gespräch des Herrn Spezialsuperintendenten [Friedrich Christoph] Oetingers geschöpft und dem Druck übergeben (1758). (Historisch-kritische Edition und Faksimile-Neudruck der Ausgabe Heilbronn [am Neckar] : Johann Friedrich Majer, 1758.) – Heck, Dußlingen 2014, ISBN 978-3-924249-56-4.
  • (Mitbearbeiter): Die Werke Friedrich Christoph Oetingers. Chronologisch-systematische Bibliographie 1707 – 2014, bearbeitet von Martin Weyer-Menkhoff und Reinhard Breymayer. de Gruyter, (Berlin; München; Boston [, Massachusetts, USA]) [März] 2015 (Bibliographie zur Geschichte des Pietismus, Band 3. Im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus [Hannover, bei der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland] hrsg. von Hans Schneider, Hans Otte, Hans-Jürgen Schrader). – VIII, 445 S.[1]
  • Reinhard Breymayer: Schmal aufgestellt. Zu Was Pietisten antreibt, 21. Mai 2015. In: Stuttgarter Zeitung. Die unabhängige Zeitung für Baden-Württemberg, Jahrgang 71, Woche 23, Nr. 123. Stuttgart, Montag, 1. Juni 2015, S. 16, Spalte 1: "Leserforum", hier Zeile 67 – 97. [Über den Ausbaubedarf der wissenschaftlichen Pietismusforschung in Württemberg.]
  • Reinhard Breymayer: "Dees ischd 'a Abbild dessen davon ..." Zum pietistischen Sprachgebrauch in einer schwäbischen Erbauungsstunde des 20. Jahrhunderts. In: Wirkungen des Pietismus in Literatur und Heilkunde. Tagungsberichtsband Marbach [am Neckar]/Frankfurt [am Main]. Hg. von Irmtraut Sahmland und Hans-Jürgen Schrader. Göttingen [Niedersachsen] : Vandenhoeck & [und] Ruprecht [vorgesehen für 2015] (Arbeiten zur Geschichte des Pietismus).
    • Es handelt sich um die Veröffentlichung eines auf einer Tagung der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus und des Deutschen Literaturarchivs Marbach am Neckar gehaltenen Referats von Reinhard Breymayer.

Bekannte Vorfahren

1. Matthäus Lang von Wellenburg

Der Kardinalfürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg (* 1468 in Augsburg als Matthäus Lang; † 30. März 1540 in Salzburg) war ein Erzbischof des Erzbistums Salzburg und Kardinal (1511 in pectore, 1535 Kardinalbischof von Albano), dazu als Reichsfürst des Erzstifts Salzburg im Bayerischen Reichskreis Primas Gemaniae sowie ein bedeutender Geistlicher der katholischen Kirche. Bekannt wurde er auch als fanatischer Verfolger evangelischer Christen, insbesondere der Täufer. Der bürgerliche Lang erwarb 1507 das Schloss Wellenburg und wurde nach seiner Erhebung in den Adelsstand Lang von Wellenburg genannt. Er war über seinen natürlichen, von Kaiser Karl V. 1541 legitimierten, Sohn Dr. iur. utr. Christoph Lang auch ein Vorfahr des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und seines Urgroßvaters Johann Valentin Schwarz, von dem auch Reinhard Breymayer abstammt.

Vgl. den Wikipedia-Artikel Matthäus Lang von Wellenburg unter der Internet-Adresse http://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_Lang_von_Wellenburg.


2. Matthäus Alber

Matthäus Alber (auch Aulber) (* 4. Dezember 1495 in Reutlingen, Freie Reichsstadt; † 2. Dezember 1570 in Blaubeuren, Herzogtum Württemberg) war Reformator der freien Reichsstadt Reutlingen. Bedeutung erlangte er seit dem Jahr 1556 auch als erster evangelischer Abt und Prälat der unter Oberhoheit des Erzherzogtums Österreich zum Besitz des Herzogtums Württemberg gehörenden evangelischen Klosterschule Blaubeuren.

Vgl. den Wikipedia-Artikel Matthäus Alber unter der Internet-Adresse http://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_Alber.


3. Michael Mästlin

Michael Maestlin, Mästlin oder auch Möstlin (* 30. September 1550 in Göppingen; † 20. Oktober 1631 in Tübingen) war ein deutscher Mathematiker und Astronom. Bedeutsam ist er als Lehrer des Astronomen Johannes Kepler und des Mathematikers Wilhelm Schickard. Mästlin setzte sich frühzeitig für das heliozentrische Weltbild von Nikolaus Kopernikus ein.

Vgl. den Wikipedia-Artikel Michael Mästlin unter der Internet-Adresse http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Mästlin . Mästlin ist auch Vorfahr von Carl Friedrich Freiherrn von Weizsäcker (1912 – 2007) und Richard Karl Freiherrn von Weizsäcker (1920 – 2015).


Literatur

  • Autoren in Baden-Württemberg. Ein aktuelles Nachschlagewerk. (Redigiert unter Mitarbeit von Imre Török und Birgit Grübl.) Silberburg-Verlag, Stuttgart 1991, S. 89 – 91: Breymayer, Reinhard. – Zur aktualisierten Fassung siehe bei den Weblinks die Website [3] Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg.
  • Who's who. Namenstexte der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur, zusammengestellt und herausgegeben von Manfred Wockel †. 7. Edition (in deutscher Sprache) printed in Germany. Montreal : IBP Intercontinental Book and Publishing Co. Ltd.; Berlin : Buchvertrieb Wockel + Co. KG, 1994, S. 318, Sp. 3, Zeile 21 – 41: "Breymayer, Reinhard".
  • Who's who in Germany, zusammengestellt und herausgegeben von Michael Wockel [†]. 8. Ausgabe (5 in deutscher Sprache) Printed in Germany. Montréal, Canada : IBP Intercontinental Book and Publishing Co Ltd.; Berlin : Buchvertrieb Wockel & Co. GmbH, 1995, S. 129, Zeile 1 – 26: "Breymayer, Reinhard". [Vor Zeile 1 Porträtfoto.]
  • Brigitte Schellmann [Bearbeiterin]: Who's who in German. Biographisches Kompendium in deutscher Sprache. - Redaktionsschluss 30. September 1999. Berlin : Verlag Brigitte Schellmann, 1999, S. 237, Spalte 2: "Breymayer, Reinhard".
  • [Hans-Dieter Frauer:] Reinhard Breymayer ist 65. In:
    • Wochenspiegel / Evangelischer Pressedienst. (Herausgeber und Verlag: Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik ‹GEP› gGmbH in Frankfurt am Main.) Ausgabe Südwest [12seitiger Regionalteil zwischen S. 12 und 13 der überregionalen Ausgabe] / epd-Südwest gGmbH, Stuttgart, Karlsruhe, Jg. [8 dieser Folge], 8. Jan. 2009, S. 6, Sp. 3.
  • Georg H. Schlatter Binswanger: Breymayer, Reinhard. In:
    • Konrad Feilchenfeldt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisches-Bibliographisches Handbuch, Band 4. Saur, Zürich, München 2003, Spalte 223. [3].
  • Andreas Klimt (Red.): Kürschners Deutscher Sachbuch-Kalender, Jg. 2, Band 1, 2003/2004. Saur, München, Leipzig 2004, S. 95 – 96: Breymayer, Reinhard.

Einzelnachweise

  1. Die Bibliographie beruht auf jahrzehntelanger, intensiver Vorarbeit.
    • Vgl. die Information des Verlags Walter de Gruyter GmbH (Berlin, München, Boston) über die neue Oetinger-Bibliographie. [1]
    • Zur langen Vorgeschichte vgl. Martin Weyer-Menkhoff: Friedrich Christoph Oetinger (1702–1782) oder die angesichts der Ewigkeit kurze Geschichte einer Bibliographie. In: WLBforum. Mitteilungen der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. Hrsg. von der Direktion [Direktor: Hannsjörg Kowark]. Redaktion: Jörg Ennen, Edith Gruber, Christian Herrmann, Hannsjörg Kowark, Martina Lüll, Birgit Mack, Jörg Oberfell. Stuttgart, Jahrgang 14 (2012), [Heft] 1, S. 23–25. – ISSN 1615-3820. [2]

Weblinks

Siehe auch

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