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Raschi-Schrift

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Hebräische Quadratschrift / Hebräische Raschi-Schrift
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ז / Hebrew letter Zayin Rashi.png ח / Hebrew letter Het Rashi.png ט / Hebrew letter Tet Rashi.png י / Hebrew letter Yud Rashi.png ך כ / Hebrew letter Kaf Rashi.png
ל / Hebrew letter Lamed Rashi.png ם מ / Hebrew letter Mem Rashi.png ן נ / Hebrew letter Nun Rashi.png ס / Hebrew letter Samekh Rashi.png
ע / Hebrew letter Ayin Rashi.png ף פ / Hebrew letter Pe Rashi.png ץ צ / Hebrew letter Tsadik Rashi.png ק / Hebrew letter Kuf Rashi.png
ר / Hebrew letter Resh Rashi.png ש / Hebrew letter Shin Rashi.png ת / Hebrew letter Taf Rashi.png  

Die Raschi-Schrift ist eine Variante des hebräischen Alphabets, die in den sephardischen Buchdruckereien Venedigs im 15. Jahrhundert entwickelt wurde und auf der sephardischen Semikursivschrift basiert. Die Soncino-Talmud-Ausgabe verwendet sie ebenso wie Daniel Bomberg. Die Raschi-Schrift wurde zunächst hauptsächlich für Kommentare zu Texten aus Bibel und Talmud verwendet und dort nur für den Kommentartext, was ermöglicht, dass sich auf diese Weise kommentierter und kommentierender Text im Schriftsatz sofort erkennbar deutlich unterscheiden. Auch die meisten judäo-spanischen Druckschriften wie überhaupt viele traditionelle religiöse Texte verwenden die Raschi-Schrift. Man erklärt dies damit, dass traditionell nur die hebräische Quadratschrift ("Aschurit"-Schrift von "assyrisch") für die Niederschrift der heiligen Texte Verwendung finden darf.[1] In einem vielzitierten Antwort-Gutachten hatte Maimonides diese Norm bekräftigt und erklärt, dass dieser Norm wegen die Kursivschrift durch spanische Juden eingeführt wurde, um profane Text niederzuschreiben, was der palästinischen Tradition entspreche, die Quadratschrift für religiöse Texte und die samaritische Schrift für profane Zwecke wie etwa Münz-Beschriftungen einzusetzen.[2]

Der Name geht auf den berühmten mittelalterlichen jüdischen Gelehrten Rabbi Schlomo Jizchaki (1040–1105) zurück, der als Weinbauer in Frankreich lebte. Seine Schüler veröffentlichten unter seinem Akronym Raschi zahlreiche seiner Kommentare zu Bibel und Talmud. Raschi selbst, der in der aschkenasischen Tradition steht, hat die nach ihm benannte Schrift sephardischer Provenienz nicht selbst verwendet, sondern es ist die Schrift, in welcher seine Kommentare gedruckt wurden.

Die Schrift ist für heutige geübte Hebräischlesende vergleichsweise schwer lesbar, u. a. deshalb, weil einige Lettern (z. B. Ajin - Tet) leicht zu verwechseln sind.[3]

Einzelnachweise

  1. Talmud Megillah 9a; vgl. Justin Jaron Lewis: Imagining Holiness. Classic Hasidic Tales in Modern Times, McGill-Queen’s University Press, Montreal u. a. 2009, S. 73. 289.
  2. Vgl. z.B. I. Münz: Rabbi Moses ben Maimon. Sein Leben und seine Werke, Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei, Mainz 1902 (Nachdrucke 1912 und 1976), S. 81 (Digitalisat bei archive.org); Hirsch Jakob Zimmels: Ashkenazim and Sephardim. Their relations, differences, and problems as reflected in the rabbinical responsa, Hoboken 1976, S. 95.
  3. Justin Jaron Lewis: Imagining Holiness. Classic Hasidic Tales in Modern Times, McGill-Queen’s University Press, Montreal u. a. 2009, S. 73. 289, beruft sich auf eine Schätzung von Meir Uri Gottesman, wonach die Raschi-Schrift etwa 30% langsamer zu lesen sei als die Quadratschrift.

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Raschi-Schrift aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.