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Rachel Salamander

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Rachel Salamander (* 30. Januar 1949 in Deggendorf) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin.

Leben

Rachel Salamander wurde als zweites Kind von Samuel Salamander und seiner Ehefrau Riva in einem Displaced Persons Camp für Überlebende des Holocausts in Deggendorf geboren. Die Eltern von Rachel Salamander hatten den Holocaust überlebt und wollten nach Israel auswandern. Der Bruder (Arzt in München) ist 1944 geboren. Die Einreise nach Israel wurde aufgrund der Krankheit der Mutter nicht gestattet. Die Mutter verstarb 1953 in München in einem Krankenhaus. Die Familie lebte bis 1956 im Lager in Deggendorf, bis zur Auflösung des Lagers. Nachdem sie kurzzeitig Medizin studiert hatte, wechselte sie zum Studium der Philosophie, Germanistik und Romanistik (München). Schon bald beschäftigte sich Rachel Salamander mit deutsch-jüdischer Literatur und Geschichte. Sie promovierte in der Mediävistik über den Verstehensbegriff.

1982 folgte die Eröffnung der „Literaturhandlung“ in München, eine auf jüdische Literatur und Literatur zum Judentum spezialisierte Buchhandlung. Heute existiert unter anderem auch eine Filiale in Berlin. Rachel Salamander ist heute Herausgeberin der „Literarischen Welt“, der Literaturbeilage von Die Welt. Den Posten der Kulturreferentin der Stadt München hat sie abgelehnt, wohl um sich auf ihre Arbeit in der Literaturhandlung zu konzentrieren.

Rachel Salamander ist seit 1990 mit Stephan Sattler, Ressortleiter Kultur bei Focus, verheiratet.

Werke

  • Hans Jonas: Erinnerungen. Nach Gesprächen mit Rachel Salamander. Suhrkamp, 2005. ISBN 3518456849
  • Rachel Salamander: Die Jüdische Welt von gestern 1860-1938. Brandstätter, 1990. ISBN 385447301X
  • Jacqueline Giere/Rachel Salamander: Ein Leben auf neu. Das Robinson-Album. DP-Lager: Juden auf deutschem Boden 1945-1948. Brandstätter, 2000. ISBN 3854475764

Auszeichnungen

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Rachel Salamander aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.