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Querfurt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
51.38333333333311.6168 Koordinaten: 51° 23′ N, 11° 36′ O
| ||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Saalekreis | |
| Höhe: | 168 m ü. NN | |
| Fläche: | 155,23 km² | |
| Einwohner: |
11.221 (31. Dez. 2013)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 06268, 06642 (Zuckerfabrik Vitzenburg) | |
| Vorwahl: | 034771 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SK, MER, MQ, QFT | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 88 305 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 06268 Querfurt | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Kunert (FDP) | |
| Lage der Stadt Querfurt im Saalekreis | ||
Querfurt ist eine Stadt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie liegt westlich von Halle (Saale).
Geografie
Die Stadt Querfurt liegt im südöstlichen Harzvorland im Tal der Querne, die die Altstadt von West nach Ost durchfließt.
Stadtgliederung
Folgende Stadtteile sind ausgewiesen:
| Ortschaft | Eingemeindung | Ortsteile | Vorlage:Imagemap Querfurt Die Ortschaften von Querfurt (anklickbare Karte) |
|---|---|---|---|
| Gatterstädt | 11. Mai 1995 | Gatterstädt | |
| Grockstädt | 1. Januar 2004 | Grockstädt, Kleineichstädt und Spielberg | |
| Leimbach | 1. Januar 2004 | Leimbach | |
| Lodersleben | 11. Mai 1995 | Lodersleben | |
| Querfurt | - | Fichtensiedlung, Grundmühle, Querfurt, Thaldorf und Thomas-Müntzer-Siedlung | |
| Schmon | 1. Januar 2004 | Hermannseck, Oberschmon und Niederschmon | |
| Vitzenburg | 1. Januar 2004 | Liederstädt, Pretitz, Vitzenburg und Zingst | |
| Weißenschirmbach | 1. Januar 2004 | Birkenschäferei, Gölbitz und Weißenschirmbach | |
| Ziegelroda | 1. Januar 2004 | Landgrafroda und Ziegelroda |
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind Allstedt (Landkreis MSH) und Farnstädt im Norden, Obhausen, Nemsdorf-Göhrendorf und Barnstädt im Osten, Nebra und Kaiserpfalz (beide Landkreis BLK) im Süden und Roßleben (Landkreis KYF) im Westen.
Geschichte
In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld wird Querfurt als zehntpflichtiger Ort Curnfurt im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt. Dort wird auch der heute nicht mehr existente Nachbarort Kunisch genannt.[2] Querfurt war die Stammburg der Edlen Herren von Querfurt. 974 wird als Geburtsjahr des heiligen Brun von Querfurt als dessen ersten beurkundeten Vertreters dieses Adelsgeschlechts angegeben.
In einer Urkunde von 1198 wird die innere Stadtmauer erwähnt, was bedeutet, dass Querfurt zu dieser Zeit bereits über Stadtrecht verfügte. 1357 erfolgt der Bau einer zweiten, der Äußeren Stadtmauer.
Am 13. April 1621 wurden bei einem Stadtbrand 101 Häuser zerstört. 1663 wurde Querfurt Residenz des reichsunmittelbaren Fürstentums Sachsen-Querfurt. Von 1816 bis 1994 war die Stadt Sitz des Landkreises Querfurt.
Eingemeindungen
Zuerst wurden am 11. Mai 1995 Gatterstädt und Lodersleben aus der Verwaltungsgemeinschaft Querfurt eingemeindet.[3] Dann wurden am 1. Januar 2004 die ehemals selbstständigen sechs Gemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft Forst Hermannseck, nämlich Grockstädt, Leimbach, Schmon, Vitzenburg, Weißenschirmbach und Ziegelroda, eingemeindet.[4]
Gedenkstätten
- Gedenktafel am Südeingang des Rathauses für den Antifaschisten Otto Dietrich, der 1945 an den Folgen der KZ-Haft starb. Auf dem Ortsfriedhof wird er auch durch einen Gedenkstein geehrt.
- Gedenktafel am Haus Kirchplan 7, dem Geburtshaus des Naturforschers und Erfinders Jacob Christian Schäffer, hier geehrt als "Begründer der Pilzkunde und Erfinder des Holzpapiers". Diese Tafel stammt aus dem Jahr 1968; Anlass war auch der 250. Geburtstag Schäffers. 2013 wurde am Haus Kirchplan 7 eine weitere Tafel angebracht, die ausführlicher über Schäffers Forschungen informiert.
Politik
Wappen
Beschreibung: In Blau die silbern gekleidete goldgekrönte und -nimbierte Jungfrau Maria auf einen goldenen Halbmond thronend und vom goldenen Strahlenkranz mit Sternen gesäumt trägt im rechten Arm das nimbierte nackte Jesuskind. Zwei kleine Schildlein begleiten die Maria. Rechts in Rot und Weiß geteilt und auf der Gegenseite in Weiß vier rote Balken.
Stadtrat
Der Rat besteht aus 28 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister Peter Kunert.
(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Südtor der Burg
Johannes-Schlaf-Linde
Parks
- Archäologiepark (Fundort der Himmelsscheibe von Nebra in der nahen Stadt Nebra)
- Stadtpark Querfurt an der Merseburger Straße.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Osterfeuer in Querfurt, jährlich am Karsamstag vor der Burg.
- Pfingstfest in Oberschmon, jährlich am Pfingstwochenende.
- Burgfest in Querfurt, jährlich am 3. Wochenende im Juni.
- Bauernmarkt in Querfurt, jährlich am 3. Wochenende im September.
- Pfingstfest in Liederstädt, jährlich am Pfingstwochenende.
- Pfingstfest in Thaldorf, jährlich am Pfingstwochenende.
- Knoblauchmittwoch in Thaldorf, jährlich am Mittwoch nach Pfingsten.
- Pfingstfest in Kleineichstädt.
- Pfingstfest in Spielberg.
- Dorffest in Grockstädt, jährlich am letzten Wochenende im Juni.
- Parkfest in Gatterstädt, jährlich am letzten Wochenende im Juni.
- Heimatfest in Lodersleben, jährlich am ersten Wochenende im Juli.
- Dorffest in Leimbach, jährlich am dritten Wochenende im Juli.
- Dorffest in Spielberg im August.
- Dorffest in Weißenschirmbach, jährlich am zweiten Wochenende im August.
- Burgweihnacht in Querfurt, jährlich am 4. Advent.
- Nikolausmarkt im Wohngebiet Süd, seit 2001 jährlich
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Stadt ist durch eine Ortsumgehung an die Bundesstraßen 180 und 250 sowie an die Bundesautobahn 38 angebunden. Der Ort besitzt im ehemaligen Bahnhof den Endhaltepunkt der Bahnstrecke Merseburg–Querfurt, bedient von der Burgenlandbahn. Die seit 1884 bestehende Bahnstrecke nach Röblingen am See wurde 2005 und die seit 1904 bestehende Strecke nach Nebra (Unstrut) 2003 stillgelegt.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Brun von Querfurt (* 973/74, † 1009) aus dem Hause der Edlen von Querfurt, Missionar der Pruzzen (Prußen)
- Bruno Seidel (* um 1530–1591), Mediziner, Sprichwortsammler und neulateinischer Dichter
- Daniel Friderici (1584–1638), Komponist und Kantor, geboren in Kleineichstädt
- Hans Georg von Osterhausen (* 1603 in Gatterstädt), schleswig-holsteinischer Hofbeamter und Küchenmeister
- Johann Siegmund von Osterhausen (1613−1679), Dompropst, Hofrichter und Gerichts- und Lehnsherr von Osterhausen, geboren in Gatterstädt
- Johann Eichentopf (1678–1769), Instrumentenbauer
- Jacob Christian Schäffer (1718–1790), evangelischer Pfarrer, Naturforscher, Pionier der Waschmaschine und des Holzpapiers
- Gottlieb Heise (1785–1847), Orgelbauer und Begründer der Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH
- Christian Friedrich Andreas Rohns (1787–1853), Architekt, geboren im jetzigen Stadtteil Lodersleben
- Karl August Gottlieb Sturm (1803-1886), Kantor, Chronist
- Gustav Moritz Redslob (1804-1882), Hebraist, Philologe, Theologe, Lehrer
- Johannes Wislicenus (1835–1902), Chemiker, geboren in Kleineichstädt
- Johannes Schlaf (1862–1941), Dramatiker, Erzähler und Übersetzer
- Otto Richter (1872–1927), SPD-Politiker und Pionier der Baugenossenschaftsbewegung
- Felix Rötscher (1873–1944), Hochschullehrer für Maschinenbau und Werkstoffkunde sowie Rektor der RWTH Aachen
- Georg Muche (1895–1987), Bauhaus-Künstler, Maler und Grafiker
- Walter Herrmann (1910–1987), Physiker
- Ulrich Willerding (* 1932), Botaniker
- Hans-Joachim Rudolphi (1934–2009), Rechtswissenschaftler
- Cornelius Nägler (* 1936), Landtagsabgeordneter (CDU)
- Gina Pietsch (* 1946), Sängerin und Schauspielerin
- Christa Gießler (* 1954 in Ziegelroda), Schriftstellerin
- Dietmar Demuth (* 1955), Fußballspieler und -trainer
- Eberhard Probst (* 1955), Ringer
- Ines Bibernell (* 1965), Mittel- und Langstreckenläuferin
- Silke Renk (* 1967), Speerwerferin und Olympiasiegerin
- Nicole Rotzsch (* 1976), Landtagsabgeordnete (CDU)
- Chris Fleischhauer (* 1982), TV-Moderator, Journalist, erste männliche Lottofee Deutschlands
- Jan Seyffarth (* 1986), Automobilrennfahrer
Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen
- Johann Olearius (1611-1684), Kirchenliederdichter und Superintendent
- Johann Gottfried Schnabel (* 1692, † zw. 1751 und 1758), deutscher Schriftsteller; ließ sich 1719 als Barbier in Querfurt nieder.
- Konrad von Querfurt († 1142), Erzbischof von Magdeburg
- Konrad von Querfurt († 1202), gründete 1198–1202 Karlstadt
- Julius von Kirchmann (1802–1884), Jurist und Politiker, Landgerichtsdirektor in Querfurt
- Albrecht Heinrich von Schlieckmann (1835–1891), Oberpräsident von Ostpreußen und Mitglied des Staatsrates, war 1864-1876 Landrat in Querfurt
- Hans Schomburgk (1880–1967), Afrikaforscher und Pionier des deutschen Tierfilms
- Axel Crewell (1882–1945), NSDAP-Kreisleiter und Landrat
- Fritz Adam (1889–1945), SA-Oberführer und Politiker (NSDAP), ab 1940 Landrat in Querfurt
- Fips Asmussen (eigentlich Rainer Pries; * 30. April 1938 in Hamburg), Komiker und Alleinunterhalter, ließ sich Ende der 1990er Jahre in Querfurt nieder.
Literatur
- Karl August Gottlieb Sturm: Chronik der Stadt und Herrschaft Querfurt, Querfurt 1845
- H. G. Voigt (Hrsg.): Querfurter Chronik. Historisches Denckmahl der Haubt-Stadt des Fürstenthums Sachsen-Quernfurth von Christian Webel geschrieben um 1714/15. Richard Jaeckel, Querfurt [1928]
- Joachim Jahns: Große Querfurter und mit Querfurt verbundene Persönlichkeiten. Dingsda-Verlag, Querfurt 1990, ISBN 3-928498-00-2
Weblinks
Quellen
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2013 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu). (Hilfe dazu)
- ↑ Reg. Thur. Nr. 287
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Saalekreis
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