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Paul Reichmann

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Paul (Mosche Josef) Reichmann (geb. 27. September 1930 in Wien; gest. 25. Oktober 2013 in Toronto) war ein kanadischer Geschäftsmann und Philanthrop. Er gehörte zu den grössten Tora-Unterstützern der letzten Generationen.

Er war der Sohn von Samuel Reichmann, einem erfolgreichen Wiener Geschäftsmann. Im Zweiten Weltkrieg flüchtete er mit seiner Familie nach Paris und danach nach Tanger. Paul und seine Brüder liessen sich sodann in Kanada nieder. Sie gründeten eine Firma namens "Olympia and York". Bis 1980 wuchs diese zu einer der grössten Immobilien- und Entwicklungsfirmen der Welt heran, so dass die Familie Reichmann zu den zwölf reichsten Familien der Welt gehörte.

Zu Beginn der 1990er Jahre erlitt "Olympia and York" wegen einer Fehlinvestition in das Londoner Projekt "Canary Wharf" einen Zusammenbruch, der das Familienvermögen der Familie Reichmann fast vollkommen vernichtete. Von dem Zehnmilliardenvermögen der Familie blieben nur noch 100 Mio. Dollar übrig.

Im Verlauf aller Jahre galt die Familie und vor allem Reb Mosche (Paul Reichmann) zu den grössten Spendern zugunsten von Tora-Instituten. Auch als ihr Vermögen wesentlich geschrumpft war, setzten sie ihre Unterstützung weiterhin fort, als wäre nichts geschehen. Er erklärte, dass man seine eigene Familie auch unter schwierigen Umständen nicht im Stich lasse. Und die Jeschiwot seien für ihn "Familie".

Später konnte sich die Firma erholen. Reb Mosche gründete einen Investment-Fonds von 4 Milliarden Dollar, den er bis kurz vor seinem Lebensende erfolgreich leitete.

In den letzten Lebensjahren musste er weniger Rücksicht auf seine nichtjüdische Umgebung nehmen und liess sich seinen Bart wie die meisten haredischen Männer wachsen. Seine Lewaja, an der Tausende teilnahmen, begann in Toronto und führte nach Israel, wo er auf dem Har HaMenuchot beigesetzt wurde. Dort hielten bekannte Rosche Jeschiwa Hespedim, darunter Raw Schmuel Auerbach, Raw Baruch Ber Povarsky, Raw Jizchak Tuvia Weiss, Raw Mosche Sternbuch, Raw Awraham Erlanger, Raw Baruch Mordechai Esrachi und Raw Jerucham Olshin von der Jeschiwa Lakewood.

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