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Otto Halle

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Otto Halle als ehemaliger Häftling nach der Befreiung des KZ Buchenwald mit einer erkennungsdienstlichen Nummer. Er wurde als potentieller Zeuge für einen späteren Prozess gegen die Lagerleitung des KZ Buchenwald fotografiert.

Otto Halle (geb. 1903; gest. 1987) war ein deutscher Kommunist und beteiligt am Widerstand im KZ Buchenwald.

Leben

1933 wurde Halle ins KZ Sonnenburg eingewiesen und danach zu Notstandsarbeiten dienstverpflichtet. 1935 wurde er erneut verhaftet.

Von 1937 bis 1945 war er Häftling im KZ Buchenwald und dort von 1939 bis 1945 Kapo der Häftlingskleiderkammer. Um ihm im Rahmen dieser Häftlingsfunktion ein effektiveres Wirken im Lagerwiderstand zu ermöglichen, erhielt er vermittelt durch das illegale Parteikomitee der KPD dabei Unterstützung durch Otto Sepke.

Nach 1945 wurde Halle Ministerialdirektor im Volksbildungsministerium von Sachsen-Anhalt. 1948 wurde er auf Weisung von Walter Ulbricht im Rahmen einer Kampagne gegen die sozialdemokratischen Spitzenfunktionäre in der SED aus dieser Funktion entfernt[1] wegen seiner guten Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Sozialdemokraten und Buchenwaldhäftling Ernst Thape. Halle wurde aus dem Ministerium mit dem Vorwand abgezogen, er habe eine zu geringe politische Bildung. Daraufhin wurde er nachgemeldet für einen Achtmonatslehrgang an der SED-Parteihochschule in Kleinmachnow. Nach Beendigung dieses Lehrgangs und der zwischenzeitlich erfolgten Flucht Thapes erhielt Halle die Funktion des Hauptabteilungsleiters für Hochschulwesen im selben Volksbildungsministerium.

Von 1951 bis 1953 war Halle beim Rundfunk der DDR tätig und anschließend bis 1955 Leiter des Seemann-Verlags in Leipzig.

Schriften (Auswahl)

  • Die Mansfelder. Erinnerungsroman. Dietz Verlag: Berlin 1961
  • Hart auf hart: Weg und Wandlung eines Menschen. Kongreß-Verlag: Berlin 1959
  • Hanna Elling (Hrsg.): Mitten in tiefer Nacht. Gedichte aus Konzentrationslagern und Zuchthäusern des deutschen Faschismus 1933-1945. Frankfurt/Main 1990 Darin: Otto Halle: An meinen Sohn
  • Doch auch für uns kommt mal die Zeit. In: Volker Kühn: Deutschlands Erwachen: Kabarett unterm Hakenkreuz 1933-1945. S. 302ff.

Ehrungen

Literatur

  • Walter Bartel: Buchenwald: Mahnung und Verpflichtung – Dokumente und Berichte. Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1983, 4., völlig neu bearbeitete Auflage
  • Detlef Hoffmann: Das Gedächtnis der Dinge: KZ-Relikte und KZ-Denkmäler 1945–1995., Wissenschaftliche Reihe des Fritz-Bauer-Instituts Band 4, Campus, Frankfurt am Main / New York 1998, ISBN 3-593-35445-4.

Weblinks

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Otto Halle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.