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Oliver Polak

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Oliver Polak (c) Gerald von Foris

Oliver Polak (* 14. Mai 1976 in Papenburg) ist ein deutscher Komiker und Autor.

Biografie

Oliver Polaks Vater überlebte als deutscher Jude den Holocaust und die Internierung in mehreren Konzentrationslagern und kehrte nach dem Krieg in seine Heimatstadt Papenburg zurück. Seine Mutter, eine studierte Germanistin, kam 1975 aus dem damaligen Leningrad nach Deutschland.

Oliver Polak besuchte mehrere Schulen in Leer und Papenburg. Sein Abitur machte er am Carmel College, einem jüdisch-orthodoxen Internat in South Oxfordshire. Nach einem Praktikum bei VIVA in Köln trat er als Co-Moderator bei der Viva-Family auf und moderierte ein Jahr lang den Disney Club auf RTL. Weiterhin spielte er bei Sat.1 in der Comedy-Serie Zack mit. Seit 2002 war er als Udo in der Serie Bernds Hexe zu sehen. Im Jahr 2003 zog er nach Berlin, nahm Schauspielunterricht und begann Anfang 2006 Stand-up-Comedy zu machen. Zunächst in der Scheinbar in Berlin-Schöneberg im Rahmen von „Open Stage“-Abenden für Anfänger und Amateure. 2010 veröffentlichte Polak zusammen mit dem Musiker Erobique (International Pony) den Song Lasst uns alle Juden sein.[1] In dem 2013 veröffentlichten Musikvideo Ich bin Adolf Hitler von K.I.Z. verkörpert er die Rolle von Adolf Hitler.

Im Jahr 2014 verbrachte Polak mehrere Monate in einer psychiatrischen Klinik, um sich wegen schwerer Depressionen behandeln zu lassen. Diese Erfahrung behandelt er unter anderem in seinem Buch Der jüdische Patient.[2] Seit 2015 ist er zusammen mit Micky Beisenherz in der TV-Reihe Das Lachen der Anderen zu sehen.[3]

Werk

Thema von Polaks Kabarettprogrammen ist seine Kindheit und Jugend als deutscher Jude im norddeutschen Papenburg.[4] Dabei thematisiert er immer wieder das Verhältnis von nichtjüdischen und jüdischen Deutschen. Einer seiner bekanntesten Sprüche ist: „Lassen Sie uns ganz unverkrampft miteinander umgehen […] Ich vergesse die Sache mit dem Holocaust – und Sie verzeihen uns Michel Friedman.“[5] Oliver Polak vertritt einen selbstironischen und gleichzeitig gesellschaftskritischen Humor und versucht an die Tradition von Woody Allen, Gerhard Bronner und Karl Farkas anzuknüpfen.

Bücher

Programme

  • 2010: Jud Süss Sauer-die Show (CD)
  • 2012: Oliver Polak - Ich darf das, ich bin Jude (DVD)
  • 2014: Oliver Polak - Krankes Schwein Tour
  • 2015: Oliver Polak - Super Sad Tour

Weblinks

Einzelnachweise

  1. spex.de: Frohe Botschaft, abgerufen am 9. November 2010.
  2. Oliver Polak über seine Depressionen: „Ich war der 'Berufsjude'“. Spiegel online, 21. September 2014
  3. Spott mit Anbahnung: „Das Lachen der Anderen“ , Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 15. April 2016, abgerufen am 17. April 2016
  4. Polaks Familie war die einzige jüdische Familie in Papenburg. Vgl. O. Polak, Nicht ohne meine Mama. Über Juden herrscht die Mutter ein Leben lang. In: Zeitmagazin Nr. 14, 2010.
  5. Aus: Ich darf das, ich bin Jude. A.a.O. S. 11.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Oliver Polak aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.