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Miriam Magall
Miriam Magall (geb. 1942) ist eine deutsche Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin.
Sie verfasst Romane, Sachbücher, schreibt Essays und hat bisher über 280 Bücher übersetzt. Die Themen ihrer Werke reichen von jüdischer Religion über jüdische Küche bis hin zu Kunst und Geschichte des Judentums.
Leben
Sie wuchs bei Goslar als "verstecktes Kind" auf und verbrachte die ersten drei Lebensjahre in einem Keller. Ihre Mutter starb kurz nach ihrer Geburt, ihr Vater, ein Arzt, wurde von den Nazis ermordet, als sie drei Jahre alt war. Aufgewachsen ist Miriam Magall bei dem früheren Dienstmädchen ihrer Eltern. Erst als Miriam Magall 18 Jahre alt war, gab diese zu, dass sie nicht ihr leibliches Kind ist. Das Verhältnis zwischen den beiden Frauen blieb schlecht. Für Miriam Magall war es Schock und Erleichterung zugleich: "Ich verstand endlich, warum ich mich meiner 'Mutter' nie zugehörig fühlte. Auch ihr Judentum musste Miriam Magall neu entdecken. Heute bezeichnet sie sich als modern-orthodox: "Das Judentum und die jüdische Gemeinschaft sind für mich die Quelle von Halt und Sinn".
Sie studierte Übersetzen und Dometschen in Saarbrücken und belegte den Dolmetscherlehrgang Hebräisch in Tel Aviv. Es folgte eine Karriere als Konferenzdolmetscherin in Israel und bei der Europäischen Union.
Als sich in den letzten Jahren ihr Gehör stetig verschlechterte, gab sie ihren Beruf als Konferenzdolmetscherin notgedrungen auf. Die plötzlich vorhandene freie Zeit nutzte sie, um nicht länger nur Bücher zu übersetzen, sondern selbst als Autorin in Erscheinung zu treten.
Hinweis
Teile des Textes wurden einem entsprechenden Artikel der Jüdischen Allgemeinen, Berlin, Ausgabe vom 13. Dezember 2012, Seite 14, entnommen (Autor: Philipp P. Engel).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Magall, Miriam |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |