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Martin Rhonheimer
Martin Rhonheimer (* 1950 in Zürich) ist ein Schweizer Philosoph, Hochschullehrer und Priester der katholischen Personalprälatur Opus Dei.
Leben
Rhonheimer stammt aus einer jüdischen Familie[1] und konvertierte im Alter von sieben Jahren zum katholischen Glauben. Er studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Theologie in Zürich und Rom. Er trat 1974 dem Opus Dei als Numerarier bei und empfing 1983 die Priesterweihe.
Er lehrt an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom. Seine Hauptforschungsgebiete liegen auf dem Gebiet der Ethik sowie der Geschichte des Liberalismus. Er publiziert vor allem über Fragen der Moralphilosophie, der Sexualethik und der Bioethik. Er ist Mitglied der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft und Mitbegründer des Lord-Acton-Kreises.[2]
Er publiziert in Zeitschriften wie Vatican Magazin[3], Neue Zürcher Zeitung[4], Schweizerische Kirchenzeitung, Imago Hominis[5] und Die Neue Ordnung und gab Interviews wie etwa für die Zeitung Die Tagespost[6]. Er warnt vor der Überhöhung des Staates in Form der totalitären „Staatsvergottung“ des 20. Jahrhunderts ebenso wie vor einer mit dem westlichen Rechtsverständnis inkompatiblen „Islamisierung“ der Gesellschaft.[7]
Er ist Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung.
Schriften
- Politisierung und Legitimitätsentzug. Totalitäre Kritik der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Alber, Freiburg im Breisgau 1979, ISBN 3-495-47406-4 (= Diss. phil. Zürich 1977)
- Familie und Selbstverwirklichung. Alternativen zur Emanzipation. Wissenschaft und Politik, Köln 1979, ISBN 3-8046-8558-7
- Natur als Grundlage der Moral. Die personale Struktur des Naturgesetzes bei Thomas von Aquin. Eine Auseinandersetzung mit autonomer und teleologischer Ethik. Tyrolia, Innsbruck 1987, ISBN 3-7022-1602-2
- Praktische Vernunft und Vernünftigkeit der Praxis. Handlungstheorie bei Thomas von Aquin in ihrer Entstehung aus dem Problemkontext der aristotelischen Ethik. Akademie, Berlin 1994, ISBN 3-05-002536-0
- La prospettiva della morale. Fondamenti dell'etica filosofica. Armando, Rom 1994, ISBN 88-7144-488-4
- Erweiterte und aktualisierte Ausgabe als: Die Perspektive der Moral. Philosophische Grundlagen der Tugendethik. Akademie, Berlin 2001, ISBN 3-05-003629-X
- Absolute Herrschaft der Geborenen? Anatomie und Kritik der Argumentation von Norbert Hoersters „Abtreibung im säkularen Staat“. IMABE, Wien 1995, ISBN 3-85297-002-4
- La filosofia politica di Thomas Hobbes. Coerenza e contraddizioni di un paradigma. Armando, Rom 1997, ISBN 88-7144-681-X
- Etica della procreazione. Contraccezione – Fecondazione artificiale – Aborto. Edizioni PUL-Mursia, Mailand 2000, ISBN 88-465-0062-8
- Abtreibung und Lebensschutz. Tötungsverbot und Recht auf Leben in der politischen und medizinischen Ethik. Schöningh, Paderborn 2004, ISBN 3-506-70114-2
- Die Verwandlung der Welt. Zur Aktualität des Opus Dei. Adamas, Köln 2006, ISBN 3-937626-04-2
- Ihr seid das Licht der Welt. Das Opus Dei – jungen Menschen erklärt. Adamas, Köln 2009, ISBN 978-3-937626-10-9
- Christentum und säkularer Staat. Geschichte - Gegenwart - Zukunft. Verlag Herder, Freiburg 2012, ISBN 978-3-451-30603-7
- Homo sapiens: die Krone der Schöpfung. Herausforderungen der Evolutionstheorie und die Antwort der Philosophie. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-12075-7, 286 S.
Deutschsprachige Artikel (Auswahl)
- "Nur Personen entwickeln die Eigenschaften von Personen". Die Tagespost, 18. April 2003
- "Das Gewissen reinigen: Sich erinnern, wie es wirklich war". Die Tagespost, 28. Juni 2003
- "Mel Gibsons Passionsfilm: Antisemitisch?" «Schweizerische Kirchenzeitung» 33-34 (2004), 600-602; 613-615, August 2004 (PDF; 238 kB)
- "Neodarwinistische Evolutionstheorie, Intelligent Design und die Frage nach dem Schöpfer. Aus einem Schreiben an Kardinal Christoph Schönborn". Imago Hominis 14 (2007), S. 47–81.
- "Die ‚Hermeneutik der Reform‘ und die Religionsfreiheit". Die Tagespost, 26. September 2009
- Töten im Namen Allahs, NZZ Online, 6. September 2014
- "Barmherzigkeit schafft keinen Wohlstand", FAZ Online, 19. Februar 2017
- Naht das Ende des Menschlichen?, NZZ, 24. Februar 2018
Weblinks
- Literatur von und über Martin Rhonheimer im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Literatur von und über Martin Rhonheimer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Webseite von Martin Rhonheimer (Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz) * Publikationsliste
Einzelnachweise
- ↑ Martin Rhonheimer: Warum schwieg die Kirche zu dem Vernichtungskampf?, Die Tagespost, 22. März 2003
- ↑ Antithese zum Christentum Die Tagespost, 29. September 2014, abgerufen am 30. September 2014
- ↑ Die „Hermeneutik der Reform“ und die Religionsfreiheit Vatican-Magazin, 3/2012, abgerufen am 16. Januar 2014
- ↑ Töten im Namen Allahs Neue Zürcher Zeitung, 17. September 2014, abgerufen am 16. Januar 2014
- ↑ Neodarwinistische Evolutionstheorie, Intelligent Design und die Frage nach dem Schöpfer Imago Hominis, 14(1)/2007, abgerufen am 16. Januar 2014
- ↑ Antithese zum Christentum Die Tagespost, 29. September 2014, abgerufen am 16. Januar 2014
- ↑ Martin Rhonheimer: Die Aufklärung fällt nicht vom Himmel. NZZ, Internationale Ausgabe, 25. Januar 2017, S. 22.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rhonheimer, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Philosoph, Hochschullehrer und Priester |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Zürich |
| Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Martin Rhonheimer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |
- Mitglied der Päpstlichen Akademie des hl. Thomas von Aquin
- Moralphilosoph
- Politischer Philosoph
- Hochschullehrer (Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz)
- Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Opus-Dei-Mitglied
- Schweizer
- Geboren 1950
- Mann