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Martin Magnus

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Martin Magnus mit Ehefrau Else und Sohn Gert

Vorlage:Gelöschte KZ-Opfer

Martin Magnus (geb. 20. April 1884 in Tuchel; gest. 21. März 1943 im KZ Auschwitz) war ein jüdischer Arzt.

Martin Magnus wurde am 20. April 1884 in Tuchel (Westpreußen) als Sohn des Kaufmanns Bernhard Magnus geboren. Er studierte in Berlin, Freiburg im Breisgau, München und Königsberg. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete er als Kriegsassistenzarzt und erhielt das Eiserne Kreuz. Seit 1912 arbeitete er als Allgemeinpraktiker und ab Dezember 1919 war er mit der aus Danzig stammenden Else Berent verheiratet. Am 8. September 1922 kam ihr gemeinsamer Sohn Gert zur Welt. Martin Magnus war stets der Ansicht gewesen, dass Pogrome nur in „unzivilisierten Länder wie Russland und Polen“ möglich seien. Eine Auswanderung aus Deutschland kam deshalb für ihn nicht in Frage. Erst als die Judenverfolgung in Deutschland immer bedrohlichere Ausmaße annahm, entschloss er sich, seinen damals 16 jährigen Sohn mit einem Kindertransport nach England zu schicken. Ausgestattet mit nur 10 Mark, legte sich dieser in England später den Namen George Marlow zu, bevor er sich zur englischen Armee meldete. Im März 1943 wurden Martin und seine Frau Else nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Im Jahr 1973 erhielt ihr Sohn vom National Museum Auschwitz die Information, dass seine Mutter mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer der Gaskammern von Auschwitz gestorben ist.

Weblinks

Projekt Stolpersteine im Evangelischen Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf