Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Margarete Susman

Aus Jewiki
Version vom 5. Dezember 2011, 21:44 Uhr von Michael Kühntopf (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „'''Margarete Susman''' (verheiratete ''Margarete von Bendemann''; geb. 14. Oktober 1872 in Hamburg; gest. 16. Januar 1966 in Zürich) war …“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Margarete Susman (verheiratete Margarete von Bendemann; geb. 14. Oktober 1872 in Hamburg; gest. 16. Januar 1966 in Zürich) war eine deutsche Journalistin, Essayistin und Poetin. Sie schrieb zuerst Lyrik, dann Essays über Frauenliebe und über die Stellung des Judentums in einer christlichen Umwelt.

Leben

Als sie 10 Jahre alt war, übersiedelte der Vater nach Zürich, wo sie die Höhere Töchterschule besuchte. Nach dem Tod des Vaters übersiedelt die Familie nach Hannover. Sie studierte in Düsseldorf und Paris, später Philosophie bei Theodor Lipps in München und bei Georg Simmel in Berlin, der ihr sein 1906 erschienenes Buch „Die Religion“ widmete. Im Rahmen dieser Vorlesungen lernte sie Ernst Bloch und Gustav Landauer kennen, mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verband. 1906 heiratete sie den Maler Eduard von Bendemann, einen Enkel des Düsseldorfer Malers Eduard Bendemann, mit dem sie in Oerlikon bei Zürich und Säckingen zusammenlebte.

Ab 1907 arbeitete sie u.a. als Essayistin für die Frankfurter Zeitung. 1928, nach ihrer Scheidung, übersiedelte sie nach Frankfurt, wo sie sich auch politisch betätigte. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers emigrierte sie sofort in die Schweiz, wo sie im Kreis des Theologen Leonhard Ragaz mitwirkte und ab 1935 für dessen Zeitschrift „Neue Wege“ schrieb. Ihre politischen Aktivitäten gegen den Nationalsozialismus riefen die Schweizer Fremdenpolizei auf den Plan, die ihr, einer Ausländerin, ein Rede- und Publikationsverbot auferlegte.

1959 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin. Sie starb 1966 in Zürich und wurde dort auf dem jüdischen Friedhof „Oberer Friesenberg“ beigesetzt.

Werke

  • Mein Land, 1901
  • Neue Gedichte 1907
  • Das Wesen der modernen deutschen Lyrik, 1910
  • Vom Sinn der Liebe, 1912
  • Die Liebenden, 1917
  • Der Expressionismus, 1918
  • Lieder von Tod und Erlösung, 1922
  • Die Frauen der Romantik, 1929
  • Das Buch Hiob und das Schicksal des jüdischen Volkes, 1946
  • Deutung einer grossen Liebe: Goethe und Charlotte von Stein, 1951
  • Gestalten und Kreise, 1953
  • Aus sich wandelnder Zeit, 1953
  • Deutung biblischer Gestalten. Die biblische Mosesgestalt. Ezechiel, der Prophet der Umkehr. Saul und David, zwei ewige Gestalten. Die Friedensbotschaft der Propheten. Diana, Konstanz 1955; TB ebd. 1960
  • Die geistige Gestalt Georg Simmels. 1959 (Online siehe Weblinks, Susman-Seiten)
  • Ich habe viele Leben gelebt, 1964 (Lebenserinnerungen. Online siehe Weblinks, Susman-Seiten)
  • Vom Geheimnis der Freiheit, 1965

Literatur

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Margarete Susman aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.