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Märkische Heide
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
52.05277777777814.04638888888945 Koordinaten: 52° 3′ N, 14° 3′ O
| ||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Dahme-Spreewald | |
| Höhe: | 45 m ü. NN | |
| Einwohner: |
4.002 (31. Dez. 2013)[1] | |
| Postleitzahl: | 15913 | |
| Vorwahlen: | 035471, 035473 (Alt-Schadow, Glietz, Groß Leine, Groß Leuthen, Kuschkow, Pretschen) | |
| Kfz-Kennzeichen: | … | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 61 329 | |
| Gemeindegliederung: | 17 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schlossstraße 13a 15913 Märkische Heide | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Annett Lehmann (Pro Märkische Heide) | |
| Lage der Gemeinde Märkische Heide im Landkreis Dahme-Spreewald | ||
Märkische Heide, niedersorbisch Markojska góla, ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Die Gemeinde Märkische Heide in der Niederlausitz zählt mit über 200 km² zu den flächengrößten in Deutschland und gehört zum anerkannten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.
Gemeindegliederung
Märkische Heide besteht aus folgenden Ortsteilen und bewohnten Gemeindeteilen:[2]
- Alt-Schadow (niedersorbisch Stary Škódow[3])
- Biebersdorf (Njacyna[3])
- Dollgen (Dołgi[3])
- Dürrenhofe (Dwóry[3])
- Glietz (Zglic[3])
- Gröditsch (Groźišćo[3])
- Groß Leine (Wjelike Linje[3])
- Groß Leuthen (Lutol[3]) mit dem Gemeindeteil Klein Leuthen
- Klein Leine (Małe Linje[3])
- Hohenbrück-Neu Schadow (Wusoki Móst-Nowy Škódow[3]) mit den Gemeindeteilen Hohenbrück und Neu Schadow
- Krugau (Dubrawa[3])
- Kuschkow (Kuškow[3])
- Leibchel (Lubochol[3])
- Plattkow (Błotko[3])
- Pretschen (Mrocna[3])
- Schuhlen-Wiese (Skulin-Łuka[3]) mit den Gemeindeteilen Schuhlen (bis 2. November 1937 Skuhlen[4]) und Wiese
- Wittmannsdorf-Bückchen (Witanojce-Bukowka[3]) mit den Gemeindeteilen Wittmannsdorf und Bückchen
Hinzu kommen die Wohnplätze Birkenhainchen (Brjazynka), Botta (Błota), Buschhäuser (Pśi krjach), Forsthaus Marienberg (Golnica Marijna Gora), Grenze (Granica), Hüttenplatz (Hutownja), Neu Bückchen (Nowa Bukowka), Neukrug (Nowa Kjarcma) und Vorwerk Amalienhof.
Geschichte
Die Gemeinde entstand am 26. Oktober 2003 aus dem Zusammenschluss von 17 bis dahin selbstständigen Gemeinden, die heute die Ortsteile bilden.[5]
Bevölkerungsentwicklung
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[6][7] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011
Politik
Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung von Märkische Heide besteht aus 16 Gemeindevertretern und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]
- SPD: 6 Sitze
- Wählergruppe Pro Märkische Heide: 5 Sitze
- CDU: 3 Sitze
- Wählergruppe Initiative Zukunft: 2 Sitze
Bürgermeisterin
Annett Lehmann (parteilos) wurde in der Bürgermeisterstichwahl vom 28. September 2014 mit 53,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 64,1 %).[9]
Wappen
Blasonierung: „Durch einen mit siebzehn goldenen Scheiben belegten grünen Bord in Gold drei schwarze Kienäpfel zum gestürzten Dreipass gestellt und im Schnittpunkt überdeckt von drei zum Dreipass gestellten grünen Eicheln.“[10]
Die 17 Ortsteile werden durch ein Bord mit 17 goldenen Scheiben symbolisiert. Der vorherrschende Mischwald wird durch Kienäpfel und Eicheln, je einem typisch märkischen Nadel- und Laubbaum, jeweils im Dreipass, dargestellt.
Flagge
Die Flagge der Gemeinde besteht – bei Aufhängung in einem Querholz – aus drei Längsstreifen Grün-Gelb-Grün im Verhältnis 1:2:1 und trägt das Gemeindewappen in der Mitte.
Partnerschaften
- Partnergemeinde Gmina Tuczno[11]
- Partnerregion Kop van Overijssel
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmale in Märkische Heide sowie in der Liste der Bodendenkmale in Märkische Heide stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale. Insbesondere sind das:
- Schloss Groß Leuthen, mehrfach umgebautes Renaissanceschloss auf den Grundmauern einer Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert
- Sowjetisches Ehrenmal von 1946 auf dem Friedhof des Ortsteils Krugau für 42 umgekommene Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges in einer Rüstungsfabrik Zwangsarbeit verrichten mussten
Verkehr
In der Gemeinde treffen die Bundesstraßen B 179 aus Königs Wusterhausen und B 320 aus Guben auf die B 87 Lübben–Beeskow.
Die Haltepunkte Krugau, Großleuthen-Gröditsch, Bückchen und Wittmannsdorf lagen an der Bahnstrecke Lübben–Beeskow West, auf der der Personenverkehr 2008 eingestellt wurde.
| Motorisierung | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] | 2 736 | 2 719 | 2 727 | 2 742 | 2 749 | 2 755 | 2 706 |
| PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) | 597 | 609 | 620 | 636 | 664 | 677 | 676 |
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Hermann Matschenz (1848–1901), Stenograph, geboren in Krugau[13]
- Hans von Gronau (1850–1940), General, geboren in Alt-Schadow
- Christoph-Heinrich von Houwald (1878–1942), Freier Standesherr auf Straupitz, Mitglied des preußischen Herrenhauses, geboren in Leibchel[14]
- Otto Lukas (1881–1956), Heimatdichter, geboren in Leibchel
- Erich Röhn (1910–1985), Violinist, geboren in Groß Leuthen[15]
- Bernd Pittkunings (* 1960), sorbischer Liedermacher, geboren in Dollgen[16]
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
- Hans Albrecht von Barfus (1635–1704), brandenburgisch-preußischer Generalfeldmarschall, erwarb 1702 die Lehngüter Wiese und Plattkow
- Emil von Gutzmerow (1821–1906), Standesherr, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, wohnte in Groß Leuthen
- Karl Albrecht von Trebra (1834–1905), Generalmajor, Herr von Pretschen mit Amalienhof[17]
- Hans von Willisen (1837–1905), General, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, gestorben in Glietz[18]
- Otto Riemann (1850–1925), Geistlicher und Schriftsteller, 1876–1879 Pfarrer in Neu-Schadow[19]
- Gerhard Knabe (1936–2005), Maler, lebte in Gröditsch[20]
- Thomas Jacob (* 1943), Regisseur und Drehbuchautor, lebt in Glietz
- Sylvia Lehmann (* 1954), MdL Brandenburg, lebt in Dollgen
- Kathrin Schneider (* 1962), Politikerin (SPD), Landesministerin in Brandenburg, lebt in Dürrenhofe
- Axel Schreiber (* 1980), Schauspieler, wuchs in Groß Leuthen auf
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde
- Dürrenhofe in der RBB-Sendung Landschleicher vom 24. August 2008
- Biebersdorf in der RBB-Sendung Landschleicher vom 28. August 2011
- Leibchel in der RBB-Sendung Landschleicher vom 30. März 2014
Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Märkische Heide
- ↑ 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 Ortsnamen Niederlausitz;
siehe auch: Sophie Wauer, Klaus Müller, Kerstin Kirsch: Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow (= Brandenburgisches Namenbuch, Teil 12). Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08664-1, S. 226–228 - ↑ Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Teil I, Berlin 1939, S. 250
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
- ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 26-30
- ↑ Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
- ↑ Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
- ↑ Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl vom 28. September 2014
- ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Märkische Heide (PDF; 57 kB), § 3 Wappen, Flagge und Dienstsiegel (§ 10 BbgKVerf)
- ↑ Partnergemeinde. Gemeinde Märkische Heide (märkische-heide.de), abgerufen am 25. März 2013.
- ↑ Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
- ↑ zu Hermann Matschenz siehe: Richard Wrede und Hans von Reinfels (Hrsg.): Das geistige Berlin. Eine Encyklopädie des geistigen Lebens Berlins. Band 1. Storm [u. a.], Berlin 1897, Band 3, 1898; Dr. Johnen: Matschenz, Hermann. In: Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 6, Reimer, Berlin 1904, S. 136–137 und Sp. 70*; Rudolf Bonnet: Männer der Kurzschrift. 572 Lebensabrisse von Vorkämpfern und Führern der Kurzschriftbewegung. Winkler, Darmstadt 1935
- ↑ zu Christoph-Heinrich von Houwald siehe: Herrmann A. L. Degener: Wer ist's?. 4. Ausgabe, Degener, Leipzig 1909; Genealogische Handbuch des Adels. Band 82, Gräfliche Häuser. Band 11, Starke, Limburg an der Lahn 1983, S. 121
- ↑ zu Erich Röhn siehe: Wilibald Gurlitt (Hrsg.): Riemann Musik Lexikon. Personenteil L–Z. 12. Auflage, Schott, Mainz 1961, S. 525; [ (Link nicht mehr abrufbar) Der Geiger Erich Röhn ist gestorben.] In: Hamburger Abendblatt, 7. August 1985; Friedrich Herzfeld (Hrsg.): Das Neue Ullstein Lexikon der Musik. Ullstein, Frankfurt am Main [et al.] 1993; Einträge zu Erich Röhn im Katalog des Deutschen Nationalbibliothek
- ↑ zu Bernd Pittkunings siehe: Peter Becker: Sorbischer Kulturbotschafter aus Leidenschaft. In: Lausitzer Rundschau. 29. Mai 2010
- ↑ zu Karl Albrecht von Trebra siehe: Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10, 1905, Reimer, Berlin 1907, Sp. 262*; Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Huser. Deutscher Uradel. Justus Perthes, Gotha 1926, S. 704; Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 10, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1942, S. 415–416, Nr. 3298
- ↑ zu Hans von Willisen siehe: Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10, 1905, Reimer, Berlin 1907?; Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus (1867–1918) (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien, Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, S. 418
- ↑ zu Otto Riemann siehe: Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 5, Leipzig 1913, S. 470–471; Otto Fischer: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg. Verzeichnis der Geistlichen in alphabetischer Reihenfolge. Berlin 1941, S. 698 (dort Todesdatum und -ort); Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. 3. Auflage, Band 12. Francke Verlag, Bern und Stuttgart 1990, Spalte 1227; Peter Walther (Hrsg.): Musen und Grazien in der Mark. 750 Jahre Literatur in Brandenburg. Band 2: Ein historisches Schriftstellerlexikon. Lukas-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-931836-69-X, S. 133
- ↑ zu Gerhard Knabe siehe: Gerhard Knabe
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