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Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
53.5512.98 Koordinaten: 53° 33′ N, 12° 59′ O
| |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Verwaltungssitz: | Neubrandenburg |
| Fläche: | 5.468 km² |
| Einwohner: |
261.733 (31. Dez. 2014)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 48 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | … |
| Kreisschlüssel: | 13 0 71 |
| Kreisgliederung: | 158 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Platanenstraße 43 17033 Neubrandenburg |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Heiko Kärger (CDU) |
| Lage des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern | |
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist ein Landkreis und eine Planungsregion im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Kreisstadt ist Neubrandenburg. In Demmin, Neustrelitz und Waren (Müritz) befinden sich Außenstellen der Verwaltung. Außerdem ist er flächenmäßig der größte Landkreis Deutschlands.
Geografie
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt sich aus dem östlichen Teil des historischen Mecklenburgs sowie einem kleineren Teil des historischen Vorpommerns zusammen. Nachbarkreise sind im Westen der Landkreis Ludwigslust-Parchim und der Landkreis Rostock, im Norden der Landkreis Vorpommern-Rügen und im Osten der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Im Süden grenzt der Landkreis an die brandenburgischen Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Uckermark. Mit einer Fläche von 5468 km² ist er aktuell der mit Abstand größte Landkreis in Deutschland. Der bis zum 3. September 2011 größte Landkreis, Uckermark, umfasst 3058 km², das kleinste Flächenland, das Saarland, hat eine Fläche von 2568 km².
Der Landkreis ist geprägt durch die Landschaften der Mecklenburgischen Schweiz, mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See und der namensgebenden Mecklenburgischen Seenplatte mit dem Müritz-Nationalpark. Die meisten der Seen sind durch natürliche oder künstliche Kanäle miteinander verbunden. Sechs der zehn größten Seen Mecklenburg-Vorpommerns gehören zum Kreisgebiet: der zweitgrößte See Deutschlands, die Müritz, Teile des Plauer Sees, der Kummerower See, Kölpinsee, Tollensesee und Malchiner See. Insgesamt beträgt die Gewässerfläche 51,906 ha (ca. 9,5% der Kreisfläche), dazu gehören unter anderem 837 Seen mit einer Fläche von mindestens 0,01 km². Die dem Tollensesee entspringende Tollense fließt durch das Mecklenburgisch-Vorpommersche Grenztal, ein Urstromtal, das die historische Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern bildet, und mündet bei Demmin in die Peene. Bei Ankershagen entspringt die Brandenburg und Berlin durchfließende und in Sachsen-Anhalt in die Elbe mündende Havel.
Höchste Erhebung im Landkreis sowie des gesamten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer maximalen Höhe von 179,2 Metern über NHN der Höhenzug der Helpter Berge. Die größten Städte sind die Kreisstadt Neubrandenburg, Neustrelitz, Waren (Müritz) und Demmin.
Geschichte
Im Juli 2010 wurde durch den Landtag des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern ein „Kreisstrukturgesetz“ zur Neuordnung der Landkreise und kreisfreien Städte im Rahmen einer Kreisgebietsreform beschlossen, die die Umstrukturierung des Bundeslandes in sechs Landkreise und zwei kreisfreie Städte vorsah. Unter dem Planungsnamen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sollte dabei aus der zuvor kreisfreien Stadt Neubrandenburg, dem Landkreis Müritz, dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz sowie der Stadt Dargun, der Hansestadt Demmin und den Ämtern Demmin-Land, Malchin am Kummerower See, Stavenhagen und Treptower Tollensewinkel aus dem Landkreis Demmin ein neuer Landkreis entstehen. Zum Sitz der Kreisverwaltung wurde die Stadt Neubrandenburg bestimmt. Nachdem eine Klage der Landkreise Müritz, Ludwigslust, Ostvorpommern, Rügen und Uecker-Randow sowie der beiden kreisfreien Städte Wismar und Greifswald gegen die Kreisgebietsreform vor dem Landesverfassungsgericht in Greifswald scheiterte, wurden die zuvor bestehenden Landkreise mit Ablauf des 3. September 2011 aufgelöst und die neuen Landkreise gebildet.
Am 4. September 2011, dem Tag des Inkrafttretens der Kreisgebietsreform und zeitgleich mit der Landtagswahl, stimmten die Wähler über den neuen Kreistag und den Kreisnamen ab. Zur Wahl standen Landkreis Mecklenburgisch-Vorpommersche Seenplatte, vorgeschlagen vom Landkreis Demmin, und Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, vorgeschlagen von den Landkreisen Müritz, Mecklenburg-Strelitz und der Stadt Neubrandenburg.[2] Letzterer Vorschlag konnte sich schließlich mit 83,8 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen durchsetzen.[3]
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 31. Dezember 2011[4])
- Dargun, Stadt (4433)
- Demmin, Hansestadt * (11.342)
- Feldberger Seenlandschaft [Sitz: Feldberg] (4399)
- Neubrandenburg, Große kreisangehörige Stadt (63.311)
- Neustrelitz, Stadt * (20.476)
- Waren (Müritz), Stadt * (21.042)
Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden und Städten
* Sitz der Amtsverwaltung
Gebietsänderungen
- Auflösung der Gemeinden Groß Gievitz, Hinrichshagen und Lansen-Schönau - Neubildung der Gemeinde Peenehagen (1. Januar 2012)
- Auflösung der Gemeinden Groß Dratow und Schloen - Neubildung der Gemeinde Dratow-Schloen (1. Januar 2012, zum 1. Januar 2014 in Schloen-Dratow umbenannt)
- Auflösung der Gemeinden Krukow, Lapitz und Puchow – Neubildung der Gemeinde Kuckssee (1. Januar 2012)
- Auflösung der Gemeinde Mallin - Eingemeindung in die Stadt Penzlin (1. Januar 2012)
- Auflösung der Gemeinde Schwinkendorf - Eingemeindung in die Gemeinde Moltzow (1. Januar 2013)
- Auflösung der Gemeinde Vielist - Eingemeindung in die Gemeinde Grabowhöfe (1. Januar 2013)
- Auflösung der Gemeinden Eichhorst und Glienke - Eingemeindung in die Stadt Friedland (25. Mai 2014)
- Auflösung der Gemeinde Roggentin - Eingemeindung in die Stadt Mirow (25. Mai 2014)
- Auflösung der Gemeinde Cammin - Eingemeindung in die Stadt Burg Stargard (25. Mai 2014)
- Auflösung der Gemeinde Helpt - Eingemeindung in die Stadt Woldegk (25. Mai 2014)
Wiekhäuser in der Stadtmauer von Neubrandenburg
Gutshaus Beseritz
Politik
Wahlkreiseinteilung
Das Kreisgebiet gehört nach dem Bundeswahlgesetz (Stand 2008) den drei Wahlkreisen Greifswald–Demmin–Ostvorpommern (Wahlkreis 16), Bad Doberan–Güstrow–Müritz (Wahlkreis 17) und Neubrandenburg–Mecklenburg-Strelitz–Uecker-Randow (Wahlkreis 18) an. Gemäß dem Landes- und Kommunalwahlgesetz von Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern für die Wahl des Landtages in 36 Wahlkreise eingeteilt. Davon liegen sieben im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Neubrandenburg I (Wahlkreis 2), Neubrandenburg II (Wahlkreis 3), teilweise Demmin I (Wahlkreis 13), Demmin II (Wahlkreis 14), Müritz I (Wahlkreis 20), Mecklenburg-Strelitz I (Wahlkreis 21) und Mecklenburg-Strelitz II/Müritz II (Wahlkreis 22).
Für Kommunalwahlen ist der Kreis in 13 Wahlbereiche mit insgesamt 395 Wahlbezirken eingeteilt[5]:
| Nr. | Wahlbereich für Kommunalwahl |
|---|---|
| 1 | Neubrandenburg I |
| 2 | Neubrandenburg II |
| 3 | Neubrandenburg III |
| 4 | Stadt Dargun, Amt Malchin am Kummerower See, aus dem Amt Stavenhagen die Gemeinden Bredenfelde, Briggow, Grammentin, Gülzow, Ivenack, Jürgenstorf, Kittendorf, Ritzerow, Zettemin |
| 5 | Stadt Demmin, Amt Demmin-Land |
| 6 | Amt Treptower Tollensewinkel, aus dem Amt Stavenhagen die Gemeinden Mölln, Rosenow, Knorrendorf und die Stadt Stavenhagen |
| 7 | Amt Neverin, Amt Friedland |
| 8 | Amt Stargarder Land, Amt Woldegk, Gemeinde Feldberger Seenlandschaft |
| 9 | Stadt Neustrelitz I, Amt Neustrelitz Land |
| 10 | Stadt Neustrelitz II, Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte |
| 11 | Stadt Waren (Müritz) |
| 12 | Amt Penzliner Land, Amt Seenlandschaft Waren, aus dem Amt Malchow die Gemeinden Alt Schwerin, Nossentiner Hütte, Silz, Göhren-Lebbin, Penkow, Walow |
| 13 | Amt Röbel-Müritz, aus dem Amt Malchow die Stadt Malchow und die Gemeinden Fünfseen, Zislow |
Kreistag
Der Kreistag des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte besteht gemäß § 60 des Landes- und Kommunalwahlgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern aus 77 Abgeordneten und wird in einer mit der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl für fünf Jahre gewählt. Jeder Wahlberechtigte verfügt über drei Stimmen, die er auf ein, zwei oder drei Kandidaten verteilen kann.[8] Gemäß dem Ergebnis der Wahl vom 25.Mai 2014 setzt sich der Kreistag wie folgt zusammen:
| Parteien und Wählergemeinschaften | Prozent 2014 |
Sitze 2014 |
Prozent 2011 |
Sitze 2011 |
Prozent 2009 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 35,1 | 27 | 28,7 | 22 | 33,9 | |
| Linke | Die Linke | 21,3 | 16 | 20,9 | 16 | 24,6 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 20,3 | 16 | 29,7 | 23 | 20,8 | |
| Grüne | Bündnis 90/Die Grünen | 5,4 | 4 | 6,8 | 5 | 4,4 | |
| AfD | Alternative für Deutschland | 4,1 | 3 | - | - | - | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 3,3 | 3 | 4,5 | 3 | 8,9 | |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | 3,3 | 2 | 4,8 | 4 | 1,2 | |
| Freie Wähler MSP | Freie Wähler Landkreis Mecklenburgische Seenplatte | 2,9 | 2 | 3,4 | 3 | - | |
| AB gegen WK-Ausbau | Aktionsbündnis gegen unkontrollierten Windkraftausbau | 1,1 | 1 | - | - | - | |
| Piraten | Piratenpartei Deutschland | 1,1 | 1 | - | - | - | |
| WGLR | Wählergemeinschaft ländlicher Raum | 0,8 | 1 | 1,0 | 1 | 1,1 | |
| Bauern | Bauern | - | - | - | - | 1,6 | |
| MUG | Müritzer Unternehmensgruppe | - | - | - | - | 1,1 | |
| WPL | Wählergemeinschaft Penzliner Land | - | - | - | - | 0,5 | |
| Ezb. | Einzelbewerber | 1,3 | 1 | 0,1 | - | 1,8 | |
| Gesamt | 100 | 77 | 100 | 77 | 100 | ||
| Wahlbeteiligung in Prozent | 45,7 | 50,3 | 45,9 | ||||
- Ezb: Einzelbewerber: 2014: Andreas Grund (1,0 %), Marko Kardetzky (0,2 %), Hans-Ullrich Hoffmann (0,1 %) und Stefan Meincke (0,0 %); 2011: Marko Kardetzky (0,1 %) und Siegmund Boes (0,0 %); 2009: k.A.
- Das Ergebnis der Kreistagswahl 2009 wurde umgerechnet auf das Wahlgebiet 2011.
Landrat
Der Landrat wird gemäß § 67 des Landes- und Kommunalwahlgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern in Mehrheitswahl für eine Amtsdauer von sieben Jahren gewählt. Um gewählt zu werden, benötigt ein Kandidat mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen. Sollte das im ersten Wahlgang niemandem gelingen, wird eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen durchgeführt. Der Kandidat, der dabei die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, ist gewählt.[12]
Für die Übergangsphase von der Bildung des Landkreises im September 2011 bis zum Amtsantritt des ersten Landrates im Oktober 2011 wurde vom Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns auf Vorschlag der Kreistage der aufgelösten Landkreise Demmin, Mecklenburg-Strelitz und Müritz und der Stadtvertretung Neubrandenburg die ehemalige Landrätin des Landkreises Müritz, Bettina Paetsch (CDU), zur Beauftragten für den Landkreis bestellt. Die Wahl des Landrates fand gleichzeitig mit der Land- und Kreistagswahl am 4. September 2011 statt. Zur Wahl standen fünf Kandidaten: Heiko Kärger (CDU, ehemaliger Landrat von Mecklenburg-Strelitz), Siegfried Konieczny (Linke, ehemaliger Landrat von Demmin), Michael Löffler (SPD), Enrico Komning (FDP) und Kathrin Grumbach (Grüne). Da keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die notwendige absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erringen konnte, wurde 14 Tage später eine Stichwahl durchgeführt, bei der sich Heiko Kärger gegen Siegfried Konieczny durchsetzte.
| Kandidat | 1. Wahlgang (4. Sept. 2011)[13] | Stichwahl (18. Sept. 2011)[14] | ||
|---|---|---|---|---|
| Stimmen | Anteil | Stimmen | Anteil | |
| Heiko Kärger (CDU) | 43.661 | 38,5 % | 36.218 | 54,5 % |
| Siegfried Konieczny (Linke) | 28.483 | 25,1 % | 30.214 | 45,5 % |
| Michael Löffler (SPD) | 26.603 | 23,5 % | ||
| Kathrin Grumbach (Grüne) | 9.888 | 8,7 % | ||
| Enrico Komning (FDP) | 4.804 | 4,2 % | ||
| Mögliche Stimmen | 234.394 | 100,0 % | 233.989 | 100,0 % |
| davon abgegebene Stimmen | 117.556 | 50,2 % | 67.054 | 28,7 % |
| davon gültige Stimmen | 113.439 | 96,5 % | 66.432 | 99,1 % |
Wappen
Das vom Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick entworfene Wappen wurde am 2. Dezember 2013 von Kreistag beschlossen, am 11. März 2014 durch das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern genehmigt und in der Wappenrolle unter der Nr. 351 registriert.[15]
Blasonierung: „Gespalten und durch Wellenschnitt halbgeteilt; vorn in Gold ein halber hersehender, golden gekrönter schwarzer Stierkopf am Spalt mit geschlossenem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und silbernem Horn; hinten oben in Silber ein aufgerichteter, golden bewehrter roter Greif mit aufgeworfenem Schweif, unten in Blau sieben silberne Wellenfäden.“[16]
Werlischer Stierkopf und Pommerscher Greif sind als Wappenbild im Landkreis weit verbreitet. Der Stierkopf nimmt Bezug auf die frühere Zugehörigkeit großer Teile des heutigen Landkreises zur Herrschaft Werle; er fand sich bereits in den Wappen der Vorgängerlandkreise Müritz, Mecklenburg-Strelitz und Demmin. Der Greif symbolisiert die Zugehörigkeit von Teilen des heutigen Landkreises zum Herzogtum Pommern, er findet sich unter anderem in den Wappen der Städte Altentreptow und Demmin. Die sieben Wellenfäden symbolisieren die wasserreiche Landschaft und die früheren Altkreisstädte Altentreptow, Demmin, Malchin, Neustrelitz, Röbel und Waren sowie die vormals kreisfreie Stadt Neubrandenburg.
Die Gemeindewappen des Landkreises sind in der Liste der Wappen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aufgeführt.
Flagge
Die Flagge des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ist gleichmäßig und quer zur Längsachse des Flaggentuchs von Blau und Gelb gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils ein Drittel der Länge des blauen und gelben Streifens übergreifend, das Landkreiswappen. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.[17]
Verwaltungsstandorte
Im Juni 2011 wurde durch den Kooperationsstab für den Landkreis eine Verteilung der Verwaltungsaufgaben auf vier Standorte beschlossen. Neben dem Kreissitz Neubrandenburg erhielten die ehemaligen Kreisstädte Neustrelitz, Demmin und Waren folgenden Fachbereiche:[18]
| Neubrandenburg u.a. Dezernat I |
Waren Dezernat II |
Neustrelitz Dezernat III |
Demmin Dezernat IV |
|---|---|---|---|
|
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|
Bürokratieabbau
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist vom 6.Juni 2013 an „Modellregion für weniger Bürokratie“. Er soll damit Vorreiter beim Bürokratieabbau werden.[19][20]
Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaft
Die Wirtschaft des Landkreises wird stark durch den Tourismus geprägt.
Größere Werke sind unter anderem
- die Werke De Mäkelbörger, SMW, Spheros, Telegate, Webasto, Weber-Maschinenbau und Weka-Holzbau in Neubrandenburg,
- die Netinera Werke für Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen, das Frachtpostzentrum 17 der Deutschen Post und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz,
- die Mecklenburger Metallguss, der Heinrich Nölke Betrieb und die Möwe Teigwarenwerke in Waren/Müritz,
- der Futtermittelproduzent Fugema in Malchin.
- der Mediendienstleister Optimal media GmbH in Röbel/Müritz
Verkehr
Die Bundesautobahn 20 durchquert den Landkreis: aus Norden kommend führt sie zunächst von Bartow südlich in Richtung Neubrandenburg, ab der Anschlussstelle Neubrandenburg-Ost nach Osten bis Schönhausen und verlässt den Landkreis in Richtung Pasewalk. Die Bundesautobahn 19 verbindet die Stadt Rostock mit der Bundesautobahn 24 bei Wittstock/Dosse in Brandenburg. Des Weiteren verlaufen die Bundesstraßen 96, 104, 108, 110, 122, 192, 193, 194, 197, 198 und 199, unter anderem die Bahnstrecken Berlin-Stralsund, Bützow–Stettin, Parchim–Neubrandenburg, Neustrelitz–Warnemünde sowie die touristischen Radfernwege Berlin–Kopenhagen, Elbe-Müritz, Hamburg–Rügen, die Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte, der Havelradweg und der Mecklenburgische Seen-Radweg durch das Kreisgebiet.
Im Öffentlichen Personennahverkehr verkehren Buslinien verschiedener regionaler Verkehrsunternehmen, wobei sich die Fahrpläne oftmals vorrangig an den Bedürfnissen des Schülerverkehrs orientieren. Größtes Verkehrsunternehmen ist dabei die kommunale MVVG.
Als Bundeswasserstraßen klassifiziert sind die dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund zugeordnete Peene sowie die zum Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde gehörende Müritz-Havel-Wasserstraße und Obere Havel-Wasserstraße. Einziger Verkehrsflughafen im Kreis ist der Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen.
Bildung und Forschung
Bedeutende Gymnasien des Landkreises sind unter anderem das als Eliteschule des Sports anerkannte Sportgymnasium Neubrandenburg, das Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg, das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz, das musikalisch orientierte Goethe-Gymnasium Demmin oder das naturwissenschaftlich ausgerichtete Richard-Wossidlo-Gymnasium in Waren.
Einzige Hochschule des Kreises ist die 1991 gegründete Hochschule Neubrandenburg mit den Fachbereichen Lebensmittelwissenschaften und Agrarwirtschaft, Landschaftsarchitektur, Geoinformatik, Geodäsie und Bauingenieurwesen, Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung, Gesundheit, Pflege und Management.
Zudem unterhält das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz Zweigstellen des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums sowie der Institute für Kommunikation und Navigation bzw. für Methodik der Fernerkundung.
Kfz-Kennzeichen
Am 4. September 2011 wurden dem Landkreis die Unterscheidungszeichen DM (Demmin), MST (Mecklenburg-Strelitz) und MÜR (Müritz) der drei Altkreise zugewiesen. Die Kreisstadt Neubrandenburg behielt ihr Kürzel NB und gibt es bis heute aus.
Seit dem 18. März 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen AT (Altentreptow), MC (Malchin), NZ (Neustrelitz), RM (Röbel/Müritz) und WRN (Waren) erhältlich.
Am 22. Juli 2013 wurde das neue Unterscheidungskennzeichen MSE freigegeben. Die Kürzel DM, MST und MÜR sind ebenfalls weiterhin erhältlich.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu). (Hilfe dazu)
- ↑ Namensvorschläge für die Benennung der neuen Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern
- ↑ Ergebnis des Bürgerentscheids über den Namen des Landkreises (PDF; 8 kB)
- ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 KB)
- ↑ Bekanntmachung der Wahlbereichseinteilung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte durch die Kreiswahlleitung
- ↑ Die Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern, abgerufen am 22. September 2014
- ↑ Die Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern, Endergebnis der Kreistagswahl 2011, abgerufen am 22. September 2014
- ↑ § 60 Landes- und Kommunalwahlgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern
- ↑ [1] Ergebnis der Kreistagswahl 2014
- ↑ [2] Ergebnis der Kreistagswahl 2011
- ↑ [3] Auf Wahlgebiet 2011 umgerechnetes Ergebnis der Kreistagswahl 2009
- ↑ § 67 Landes- und Kommunalwahlgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern
- ↑ Landratswahl: Ergebnisse vom 4. September 2011
- ↑ Landratswahl: Ergebnisse vom 18. September 2011
- ↑ regierung-mv.de: Wappen und Flagge für Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:Innenminister Caffier übergab Genehmigungsurkunde
- ↑ lk-seenplatte.de: Wappen und Flagge des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte
- ↑ Wappen und Flagge des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte
- ↑ Pressemitteilung: Sitze der Amtsleiter stehen fest (25. Juni 2011)
- ↑ Hamburger Abendblatt. 4. Juni 2013, S. 14.
- ↑ http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/jm/?&pid=50245
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