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Kaiserstraße 4 (Heilbronn)

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Heilbronn 1938, "Barasch-Lissmann" in der Kaiserstraße 4, "Meidet die Juden. Kauft beim Deutschen"

Das Haus Kaiserstraße 4 an der Ecke zur Kramstraße in Heilbronn bestand von 1854 bis 1961.[1][2]

Es hatte bei der Häuserzählung 1855 die Nummer 379 erhalten. In dem Gebäude war im Jahr 1931 ein Geschäft für Damenhüte und Modewaren namens Barasch-Lissmann oder Barasch-Lißmann ansässig; Inhaber waren Hanna Auerbach, geb. Lissmann/Lißmann und Willy Mayer. Hanna oder Hannchen Lissmann/Lißmann, die bisherige Inhaberin, heiratete 1923 den Frankfurter Sanitätsrat Dr. Siegmund Auerbach. Danach wurde Mayer Geschäftsführer. 1933 übernahm er den Laden. Im selben Jahr fanden die ersten Judenboykotte statt.[3] 1938 wurde das Geschäft unter dem Namen Damenhut-Spezialgeschäft Wildt wiedereröffnet. Das Gebäude wurde unter der Besitzerfamilie Jörg optisch an das benachbarte Postamt angeglichen und vor dem Neubau der C&A-Filiale abgerissen.

Einzelnachweise

  1. Datenbank Heuss, Signatur A034-2839, Objekt.ID=79468
  2. Daten nach Stadtarchiv Heilbronn, Signatur A034-2839, http://heuss.stadtarchiv-heilbronn.de/index.php?ID=79468 in der Datenbank HEUSS
  3. Foto eines Soldaten vor dem Geschäft Barasch-Lissmann beim Judenboykott