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Kaiserstraße 1a und 5 (Heilbronn)
Kaiserstraße 1a und 5 in Heilbronn hatte früher die Adresse Gerberstraße 1 und 1 und erhielt bei der Häuserzählung 1855 die Nummer 408.
In der südöstlichen Hälfte von Kaiserstraße 5 wird die vor 1300 errichtete St. Johannes-Kapelle (Heilbronn) vermutet. Der Wegweiser für die Stadt Heilbronn aus dem Jahre 1836 erwähnt den "Gasthof zum Hirsch" an der Stelle der Kapelle. Von 1844 - 4. Dezember 1944 war im Eckhaus das Specerei-, Farb- und Materialwarengeschäft des Otto Kleinlogel untergebracht, aus dem sich ein Lebensmittelgeschäft, eine Drogerie und ein Farbengeschäft entwickelte. Otto Kleinlogel ließ zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Gebäude mit Gemälden von Ernst Bader gestalten, der auch die Alte Synagoge Heilbronn künstlerisch gestaltet hatte, so mit Malereien (Glasfenster und Innenarchitektur).
1956 erfolgte der Neubau eines sechstockigen Wohn- und Geschäftshauses am alten Platz (Kaiserstraße 5) nach Entwürfen des Architekten Kurt Marohn. Im Neubau waren bis 1970 die Geschäftszweige Lebensmittelgeschäft, Fachdrogerie und Farbenhandlung untergebracht. Inhaber des Geschäftes waren Otto Kleinlogel sen., Otto Kleinlogel jun. sowie Ilse Kleinlogel (*28.03.1908 +20.02.2013, verheiratet mit Erik Beutinger).
August Dederer, (Architekt, 1858-1903 Heilbronn) hat eine Zeichnung angefertigt: Fassadenansicht zur Neugestaltung 1902 (links Kaiserstr.). Die Fassade wurde später noch aufwändiger im Jugendstil gestaltet. So wurde zur Gerberstr. hin ein Wandgemälde von Ernst Bader mit dem Firmennamen geschaffen.
- Friedrich Dederer, Kaufmann, Umbauten,
- Otto Kleinlogel (bzw. dessen Erben), Kaufmann, Neubau Magazingebäude an der Gerberstraße zusammen mit Otto Kämpff 1901 (Architekt A. Dederer)
- Umbauten darin: Briefbogen Kleinlogel von 1918 (auf Wasserzeichenpapier "Neckarleinen" von Carl Berberich)
Quellen
- Daten nach Stadtarchiv Heilbronn, Signatur A034-2862, http://heuss.stadtarchiv-heilbronn.de/index.php?ID=103674 in der Datenbank HEUSS
- Daten nach Stadtarchiv Heilbronn, Signatur ZS-1187, http://heuss.stadtarchiv-heilbronn.de/index.php?ID=22236 in der Datenbank HEUSS
- Daten nach Stadtarchiv Heilbronn, Signatur A034-2840, http://heuss.stadtarchiv-heilbronn.de/index.php?ID=79469 in der Datenbank HEUSS
- Marianne Dumitrache, Simon M. Haag: Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg. Bd. 8.: Heilbronn. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-927714-51-8, S. 113 [78 Johannes-Kapelle, abgegangen, ...]
- Schmolz 1976, 10 Nr. 21.
- Schmolz 1973, 59.
- Schmolz/Weckbach 1966, 37.
- Steinhilber 1956, Anhang: Stadtgrundriß-Rekonstruktion Nr. 60.
- Oomen 1972, 95, 97 mit abweichender Lokalisierung der Kapelle im Norden der Johannesgasses.
- Rücklin 1933, 9, 74 - Pressebericht 1973, 3f.
- HUB I, Nr. 193.
- Bendel 1934, 13.
- Pressebericht 1938.
- Maximilian Müller:Wegweiser für die Stadt Heilbronn, Heilbronn 1836, S. 30, S. 34.