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Josef Schlomo Kahaneman

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Josef Schlomo Kahaneman

Raw Josef Schlomo Kahaneman (geb. 1886 / 5646; gest. 1969 / 20. Elul 5729) war ein orthodoxer Rabbiner, bekannter Tora- und Talmudgelehrter und langjähriger Rosch Jeschiwa der Ponivez-Jeschiwa sowie Mitglied des litauischen Parlaments. Er war ein angesehenes Mitglied des Rates der Tora-Weisen der Aguda Israel, ein Mann von tiefer Frömmigkeit und scharfem Verstand.

Leben

Josef Schlomo Kahaneman wurde in Litauen geboren und ging im Alter von 14 Jahren an die Telser Jeschiwa, wo er sieben Jahre unter Eliezer Gordon, der sein Talent und seine Gelehrsamkeit schätzen lernte, studierte und wo auch Rabbi Schimon Schkop zu seinen Mentoren gehörte. Anschliessend studierte er einige Monate an der Novardik Jeschiwa und dann drei Jahre in Radun unter dem Chofez Chaim und unter Rabbi Naftoli Trop. Er heiratete die Tochter des Rabbiners von Widaz (Raw Arje Leib Rubin) und wurde dort selbst zum Ende des Jahres 1911 Rabbiner des Ortes.

Als Nachfolger von Rabbi Rabinowitz Itzele wurde Josef Schlomo Kahaneman im Jahre 1919 zum Rabbiner von Ponivez ernannt, eines der grössten Zentren jüdischen Lebens in Litauen. Dort errichtete er drei Jeschiwas sowie eine Schule und ein Waisenhaus. Später wurden alle diese Einrichtungen zerstört, seine Familie und viele seiner Schüler wurden in der Zeit des Zweiten Weltkrieges umgebracht.

1940 emigrierte Rabbi Kahaneman nach Palästina und errichtete dort die "Kirjat ha-Jeschiwa" in Bnei Brak und das Waisenhaus "Batei Avot", wofür er sich während ausgedehnter Reisen in der Diaspora finanzielle Unterstützung zu sichern und diese ständig auszuweiten und zu verbessern vermochte, so dass die Ponivez-Jeschiwa zu einer der florierendsten und grössten in der Welt wurde.

Er unterstützte sehr viele Waisen und erzog sie im Sinne der Tora in Abgrenzung zu einem nur weltlich verstandenen Zionismus, darunter insbesondere die so genannten Jaldei Teheran ("Teheran-Kinder"), die dem Nazi-Terror aus Europa zu Fuss entkommen waren und sich in Teheran versammelt hatten. Unter diesen befanden sich auch viele Angehörig der chassidischen Biala-Dynastie.

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