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Johann Christian Schmidt (Bildhauer)

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Der Hochaltar Wormditt (Orneta), wird von Anton Ulbrich dem Bildhauer Johann Christian Schmidt zugeschrieben [1]

Johann Christian Schmidt (Schmid, Schmitt), (* 1701 (nicht in Rößel); † 18. Mai 1759 in Rößel) [2] war ein deutscher Bildhauer. Seine Arbeit war laut Thieme-Becker "architektonisch und bildnerisch reich ausgestattet, doch handwerklich in der Ausführung".[2]

Leben

Er wurde als Sohn des 1656 geborenen Johannes Schmidt geboren. Johann Christian Schmidt ging zu Beginn der 1720er Jahre nach Rößel, wo er 1724 Schöppe war. Bei Christoph Peucker in Rößel arbeitete er vermutlich als Bildhauer.[3] Im Jahre 1724 wird er als ein in Rößel tätiger Bildhauer und Bürger genannt, als er Elisabeth, die Tochter von Christoph Peucker heiratete.[4]

Aus der Ehe gingen die Söhne Josef Schmidt (* 1731), Christian Bernhard Schmid (* 1734, † 1784) und Andreas Schmidt (* 1726; † 1789) hervor, die alle als Bildhauer tätig waren.[5]

Werkverzeichnis

Urkundliche Werke [6]
  • 1732: Steinbildwerk der unbefleckten Empfängnis Marias im Kirchhof der Wallfahrtskirche Heiligen Linde [7] [2]
  • 1738: Hochaltar in der katholischen Kreuzkirche bei Braunsberg [8][2]
  • 1752: Kanzel der katholischen Pfarrkiche in Freudenberg [9][2]


Zuschreibungen [10]
  • 1740 und 1744: Wormditt, Hochaltar.[11]
  • 1740: Kanzel in der katholischen Pfarrkirche in Süßenthal. [12]
  • 1745: Kanzel in der katholischen Pfarrkirche zu Schlitt (Skolity).[13], Kreis Heilsberg. [14]
  • 1737: Gestalt des segnenden Heilands mit der Kreuz-Erdkugel in der Guttstadter Straße in Allenstein. [15]
  • 1750: Standbild der Maria in Glockstein. [16]
  • 1752: zwei Sandstein-Standbilder auf dem Kirchhof der Klosterkirche in Springborn. [17]
  • 1756: Standbild des hl. Johannes von Nepomuk in Wormditt auf der Brücke über das Flüßchen Derewenz.[18]
  • 1756: Standbild der hl. Katharina im Hof der Vorburg des Bischofschlosses in Heilsberg.[19]
  • 1752: Kanzel in der Katholischen Pfarrkirche in Freudenberg.[20]

Literatur

  • -u-: Schmidt (Schmid, Schmitt), Johann Christian, * 1701 (nicht in Rößel!), + 1759 Rößel, Ostpr., Geselle bei Christoph Peucker ebda.. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30, E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. 149
  • Anton Ulbrich:Bildhauer der Schmidt-Familie in Rößel (Die Söhne des J.C.Schmidt aus Rößel). In: Anton Ulbrich:Geschichte der Bildhauerkunst in Ostpreußen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis gegen 1870, 2 Bände, Königsberg 1926-1929, S.694-721.
  • Anton Ulbrich:Johann Christian Schmidt, auch Schmid und Schmitt. In: Anton Ulbrich:Geschichte der Bildhauerkunst in Ostpreußen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis gegen 1870, 2 Bände, Königsberg 1926-1929, S.594-608.
  • Anton Ulbrich:Kunstgeschichte in Ostpreußen von der Ordenszeit bis zur Gegenwart, Königsberg 1932, S. 190.



Einzelnachweise

  1. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 604 und S. 611
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 -u-: Schmidt (Schmid, Schmitt), Johann Christian, * 1701 (nicht in Rößel!), † 1759 Rößel, Ostpr., Geselle bei Christoph Peucker ebda.. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30, E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. 149
  3. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 594f.
  4. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 594f.
  5. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 694f und 706f.
  6. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 595f.
  7. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 595.
  8. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 595 und S. 596 und S. 602.
  9. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 595 und S. 597.
  10. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 598f.
  11. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 604 und S. 611:"Wenn man außer Frey noch einen Bildhauer nennen soll, der für dieses Werk in Frage kommen könnte, so ist es Johann Christian Schmidt".
  12. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 598.
  13. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 603.
  14. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. S. 598.
  15. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 599.
  16. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 599 und S. 600.
  17. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 600.
  18. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 600.
  19. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 601: "Wer der Schöpfer dieses Kunstwerks war? Vielleicht Schmidt in Rößel, dem wir die schöne Arbeit der Empfängnis in Heiligelinde verdanken, vielleicht auch Perwanger, der tüchtige Bildhauer in Tolkemit...Für Perwanger spricht seine Haupttätigkeit in den vierziger und fünfziger Jahren und sein bedeutendes Können."
  20. vgl. Ulbrich (1926/1929), S. 603.