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Jitzchak Herzog

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Jitzchak Herzog (2004)

Jitzchak Herzog (* 22. September 1960 in Tel Aviv) ist ein israelischer Rechtsanwalt, Politiker und seit 2013 Parteivorsitzender der Awoda.

Leben

Jitzchak Herzog wurde 1960 als Sohn von Chaim Herzog, dem späteren israelischen Staatspräsidenten, geboren. Sein Großvater war Isaak HaLevy Herzog, der erste irische Großrabbiner und spätere aschkenasische Oberrabbiner von Palästina und Israel.

Jitzchak Herzog studierte Jura an der Universität Tel Aviv, sowie der Cornell University. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Herzog lebt in Tel Aviv.

Politik

Herzog arbeitete bereits unter der Regierung Ehud Barak (1999–2001) als Kabinettssekretär. Von 2000 bis 2003 leitete er die israelische Anti-Drogen-Behörde. Bei den israelischen Parlamentswahlen 2003 gewann er einen Sitz für die Arbeitspartei (Awoda). Er startete mehrere Gesetzesinitiativen. Als im Jahr 2005 die Arbeitspartei in die Koalition mit Ariel Scharons Likud eintrat, wurde Herzog Minister für Wohnungs- und Bauwesen. Allerdings trat er bereits Ende November mit Ausscheiden der Arbeitspartei aus der Koalition wieder zurück. Bei den Parlamentswahlen 2006 holte Herzog erneut ein Mandat und wurde unter Ehud Olmert zunächst Tourismusminister, 2007 jedoch nach dem Eintritt von Jisra'el Beitenu in die Regierung wechselte er an die Spitze des Ministeriums für Sozialwesen und wurde außerdem zum Minister für Diasporaangelegenheiten und den Kampf gegen den Antisemitismus ernannt. In dieser Funktion übte er scharfe Kritik an den erneuten Plänen zur Seligsprechung Papst Pius’ XII. Bei den Wahlen zur Knesset im Jahr 2009 hatte Herzog nach dem Parteivorsitzenden Barak den zweiten Listenplatz inne und ist damit erneut Abgeordneter.

In der 32. Regierung von Benjamin Netanjahu, der die Arbeitspartei als Koalitionspartner angehörte, übernahm Herzog erneut das Amt des Sozialministers. Trotz seiner Ministertätigkeit übte er mehrmals Kritik an der Politik der Regierung und erklärte schließlich nach dem Bruch Ehud Baraks mit der Arbeitspartei am 17. Januar 2011 seinen Rücktritt. Im November 2013 wurde er zum Parteivorsitzenden gewählt.[1]

Einzelnachweise

  1. Peter Münch: Mr. Ausgleich, Süddeutsche Zeitung, 23. November 2013, S. 10
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jitzchak Herzog aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.