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Israel Lerner
Israel Lerner (geb. 15. Oktober 1925 in Szczekociny) ist ein Überlebender der SHOA, des Holocaust (KZ Buchenwald, Außenlager Berga, Todesmarsch im April 1945).
Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Kibbuz Netzer Sereni. Das Wort 'Netzer' bedeutet Spross, und wurde aus Jesaja 11,1 übernommen. Mit dem besonderen Ortsnamen wird sowohl an Enzo Sereni, dem Opfer der SHOA, der in Dachau ermordert wurde, erinnert, als auch eine Hoffnung auf eine positive Zukunft gemäß der Prophetie von Jesaja zum Ausdruck gebracht. Das Logo vom Kibbuz stellt einen Stamm eines abgeholzten Baumes dar, aus dem ein neuer Sproß mit grünen Blättern heranwächst.
Bis auf den heutigen Tag legt er Zeugnis ab über die Schreckenstaten der Nazi-Zeit. U. a. gab er der Shoah-Foundation ein Interview.
Seine Erlebnisse während der Shoa hat er ausführlich in einem Interview beschrieben, das in Buchform unter dem Titel עדויות מגיא צלמות (Zeugnisse aus dem Tal des Todes, Oranim-Verlag in Kooperation mit Yad Vashem, 1998) herausgegeben wurde. 1985 hat Herr Lerner bei der Organisation des Welttreffens von SHOA-Überlebenden im Kibbuz Netzer Sereni maßgeblich mitgewirkt.
Seit der Kibbuz-Gründung am 18.6.1948 hat Herr Lerner mehrere zentrale Funktionen im Kibbuz erfüllt. So war er Jahrzehnte der gewählte Finanzleiter des Kibbuzes sowie Finanzleiter der bekannten Kibbuz-eigenen Netzer Sereni Metal Works, ein führender Hersteller von Lastwagen-Anhängern in Israel. Zu seiner Zeit hat der Kibbuz weltklasse Panzeranhänger für die israelische Armee IDF produziert, die sogar die 62 Tonnen schweren israelischen Merkawa-Panzer ziehen können. Die tausenden Fracht-Container der Firma ZIM, die im Kibbuz hergestellt wurden, sieht man bis heute weltweit unterwegs. Als Projektleiter und Vorsitzender der Kibbuz-Bau-Kommission hat Herr Lerner neue, innovative architektonische Akzente beim Baum des neuen Kibbuz-speisesaals (ein Saal mit Tischen und Sitzen für 1000 Personen, ohne eine einzige tragende Säule, die einem die Sicht bei Veranstaltungen stören würde) gesetzt. Dadurch sind alle Plätze im Saal gleichwertig, was der sozialen Kibbuz-Ideologie entspricht. Der unter Lerners Leitung gebaute, moderner mit Eichenfurnier-Wänden dekorierter Konzertsaal mit fast 700 Sitzplätzen bietet exzellente Akustik, und zieht Künstler aus ganz Israel an, ihre Konzerte dort abzuhalten. Unter der Leitung von Herrn Lerner wurde die Kibbuz-Sporthalle zum Gedenken von Yoram Wassermann sel.A. erbaut, der im Jom-Kippur-Krieg im Oktober 1973 als Soldat beim Kampf auf dem Berg Hermon gefallen war. Seit 1980 leitet Herr Lerner den Export des innovativen medizinischen Geräts Rhinotherm Ultra[1] zur Behandlung vom viralen und allergischem Schnupfen, das medikamentfrei und daher rezeptfrei für die Patienten/Kunden weltweit zur Verfügung steht. Der Kibbuz hat früher unter Lerners Leitung diese Geräte sogar in die USA und nach Japan exportiert. Die wissenschaftliche Grundlage für die Behandlung lieferte der franösische Nobelpreisträger André Lwoff vom Pasteur Institut. Für die ersten Modelle des Geräts hat der Kibbuz mit dem benachbarten Weizmann-Institut für Wissenschaften kooperiert.
Bilder
Israel Lerner (Mitte) mit David Ben Gurion 1956 bei der Einweihung des Denkmals MiShoah leTekuma im Kibbuz Netzer Sereni, rechts neben Lerner seine Frau Alegra
- Netzer Sereni Memorial MiSHOA le Tekuma by Hanna Orlof 1956.jpg
Memorial MiShoah leTekuma von Batya Lishanski. Das Denkmal stellt auf der Rückseite Menschen dar, die zu Boden geworfen waren. In der Mitte sind aufstehende Menschen zu sehen. Vorne steht ein junges Paar mit dem Blick nach oben gerichtet, was symbolisch sowohl für Hoffnung als auch für den Glauben steht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lerner, Israel |
| KURZBESCHREIBUNG | Überlebender des Holocaust |
| GEBURTSDATUM | 1925 |