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Hellmut Flashar
Hellmut Flashar (Aussprache (IPA) [ˈflashaɐ̯], * 3. Dezember 1929 in Hamburg) ist ein deutscher Altphilologe, der als Professor für Klassische Philologie an den Universitäten Bochum (1965–1982) und München (1982–1997) wirkte.
Leben
Flashar wuchs in Berlin auf, besuchte ab 1940 die Wald-Oberschule und studierte nach dem Abitur 1948 Klassische Philologie und Philosophie an der Humboldt-Universität und an der Freien Universität Berlin (bis 1950) und in Tübingen (bis 1954). Dort wurde er 1954 bei Wolfgang Schadewaldt mit einer Dissertation über den Dialog Ion als Zeugnis platonischer Philosophie promoviert und wirkte anschließend (bis Herbst 1956) als Wissenschaftlicher Angestellter im Platon-Archiv in Hinterzarten. 1955 legte er in Berlin das Staatsexamen ab und war 1959–61 Assistent an der Universität Tübingen, wo er sich 1961 mit einer Arbeit über die pseudoaristotelischen Problemata Physica habilitierte. Anschließend wirkte er als Dozent in Tübingen, bis er 1965 einem Ruf an die neu gegründete Ruhr-Universität Bochum folgte. Dort war er 1970–71 Dekan. 1982 bis zu seiner Emeritierung 1997 war er Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er auch 1992–93 das Dekanat bekleidete. 1990–94 hielt er zusätzlich Veranstaltungen an der Universität Leipzig ab. 2003 war er Gastprofessor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien.
Ämter, Mitgliedschaften und Auszeichnungen
Flashar war 1970–76 Präsident der Mommsen-Gesellschaft und ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten. Er ist korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und des Deutschen Archäologischen Instituts (seit 1979). 1994 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, 1998 der Ausonius-Preis der Universität Trier.
Forschungsschwerpunkte
Flashar ist Spezialist für griechische Philosophie, insbesondere die des Aristoteles. Er ist Herausgeber der deutschen Aristoteles-Gesamtausgabe. Er edierte auch die Zeitschrift Poetica (bis 1996) und die Monographienreihe Classica Monacensia; er ist Herausgeber der Philosophiegeschichte (Überweg) im Schwabe-Verlag Basel (Band 1–5 Antike). Daneben beschäftigt er sich mit der Geschichte der antiken Medizin, dem antiken Drama und dessen Rezeption und mit Wissenschaftsgeschichte.
Weblinks
- Literatur von und über Hellmut Flashar im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Hellmut Flashar beim Institut für Klassische Philologie der LMU München
- Hellmut Flashar's Blog
Gräzistik: Hellmut Flashar (1965–1982) | Bernd Effe (1984–2007) | Manuel Baumbach (seit 2009)
Latinistik I: Godo Lieberg (1965–1981) | Gerhard Binder (1982–2002) | Claudia Klodt (seit 2002)
Latinistik II: Robert Schröter (1968–1986) | Siegmar Döpp (1987–1995) | Reinhold F. Glei (seit 1996)
Erster Lehrstuhl (Lateinische Philologie): Friedrich Ast (1826–1841) | Franz Hocheder (1842–1844) | Ernst von Lasaulx (1844–1847) | Leonhard Spengel (1847–1880) | Eduard Wölfflin (1880–1905) | Friedrich Vollmer (1905–1923) | Johannes Stroux (1924–1935) | Rudolf Till (1938–1945) | Franz Egermann (1951/62–1970) | Werner Suerbaum (1970–2001) | Claudia Wiener (seit 2003)
Zweiter Lehrstuhl (Griechische Philologie II): Friedrich Thiersch (1826–1859) | Wilhelm von Christ (1860–1903) | Otto Crusius (1903–1918) | Eduard Schwartz (1919–1929) | Rudolf Pfeiffer (1929–1937) | Franz Dirlmeier (1938–1945) | Rudolf Pfeiffer (1951–1957) | Kurt von Fritz (1958–1968) | Uvo Hölscher (1970–1982) | Hellmut Flashar (1982–1997) | Martin Hose (seit 1997)
Dritter Lehrstuhl (Griechische Philologie I): Conrad Bursian (1874–1883) | Rudolf Schöll (1885–1893) | Iwan von Müller (1893–1906) | Albert Rehm (1906–1936) | Richard Harder (1941–1945) | Friedrich Klingner (1947–1963) | Carl Becker (1963–1973) | Ernst Vogt (1975–1999) | Oliver Primavesi (seit 2000)
Vierter Lehrstuhl (Lateinische Philologie): Karl von Prantl (1859–1888) | Carl Weyman (1905–1931) | Wilfried Stroh (1976–2005) | Therese Fuhrer (seit 2013)
Fünfter Lehrstuhl (Klassische Philologie/Fachdidaktik): Karl Felix Halm (1856–1882) | Markus Janka (seit 2007)
Professur für Lateinische Philologie der Antike: Niklas Holzberg (1988–2011)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Flashar, Hellmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Altphilologe |
| GEBURTSDATUM | 3. Dezember 1929 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hellmut Flashar aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |
- Altphilologe (20. Jahrhundert)
- Altphilologe (21. Jahrhundert)
- Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)
- Hochschullehrer (Ruhr-Universität Bochum)
- Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Medizinhistoriker
- Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
- Deutscher
- Geboren 1929
- Mann